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Vodafone erhöht Preise für Bestandskunden – Konkurrenz könnte folgen

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Als erster Internetanbieter erhöht Vodafone die Preise für Bestandskunden. Weitere könnten nachziehen. Kunden machen im Netz ihrem Unmut Luft.

München – Infolge des Ukraine-Krieges und der Inflation steigen in Deutschland die Lebenshaltungskosten. Zwar sinken bereits nach und nach die Preise für bestimmte Produkte, etwa Butter. Für Internet- und Festnetzanschlüsse müssen Verbraucher künftig allerdings tiefer in den Geldbeutel greifen – zumindest bei Vodafone.

Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox erhöht Vodafone als erster Internetanbieter in Deutschland die Preise für Bestandskunden. Derzeit schreibe das Unternehmen nach und nach seine Kunden an, um die Preiserhöhung anzukündigen, teilte Verivox am Montag (6. März mit). Doch was bedeutet das konkret?

Vodafone erhöht Preise für Bestandskunden: Sonderkündigung möglich

Die monatlichen Kosten für Internet- und Festnetzanschlüsse sollen sich im Durchschnitt um fünf Euro erhöhen, hieß es. Draufzahlen müssen Kunden Verivox zufolge sechs Wochen nach Eingang der Kundeninformation. Wer den Aufpreis nicht zahlen möchte, kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Telefonieren und im Internet surfen wird teurer: Vodafone erhöht die Preise für Bestandskunden.

Wesentlich günstiger dürfte es bei der Konkurrenz aber nicht sein. In den vergangenen Monaten hatten neben Vodafone auch Telefónica O2, 1&1, PYUR Tarife für Neukunden um fünf Euro pro Monat erhöht. Telekom reduzierte bislang lediglich die Rabatte für Neukunden.

Preiserhöhung bei Vodafone hängt vom jeweiligen Tarif ab

Beim Kurznachrichtendienst Twitter berichteten Kunden bereits über die angekündigte Erhöhung. „Bei mir kam gestern auch die Erhöhung – von 39,99 auf 44,99“, schrieb ein Nutzer am Mittwoch (8. März). „Erst nimmt man hier einen Mast weg und hat viel schlechteren Mobilfunk Empfang und jetzt dann noch die Erhöhung. Läuft würde ich sagen“, ärgerte sich ein anderer Kunde. Eine Pauschalerhöhung gebe es aber nicht, betonte Vodafone in einem Twitter-Thread. Der Aufpreis hänge „stark vom jeweiligen Alt-Tarif und den damit verbundenen monatlichen Kosten ab“.

Überraschend kommt die aktuelle Entwicklung nicht, betonte Jens-Uwe Theumer von Verivox. „Auch Vodafone sieht sich mit gestiegenen Netzausbaukosten und hoher Inflation konfrontiert.“ Andere Anbieter könnten sich dem Vorstoß anschließen. (kas mit afp)

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