Auf Nahrungssuche

Vögel anlocken im Herbst: Einfach mal den Garten in Ruhe lassen

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Vögel haben es hierzulande schwer, geeignete Verstecke zu finden, wo sie sich wohlfühlen. Es gibt aber einige Maßnahmen, um es ihnen zu erleichtern.

Vogelgezwitscher im Garten: Für viele Hobbygärtner ist das wie Musik in den Ohren. Wenn es besonders viele sind, ist das ein gutes Zeichen. Offenbar fühlen sich die Piepmatze bei Ihnen im heimischen Grün besonders wohl. Doch wer mehr Vögel in seinem Garten möchte, kann sich auch an einigen Strategien bedienen, um sie anzulocken.

Vögel anlocken im Herbst: Einfach mal den Garten in Ruhe lassen

Schließlich ziehen sich viele von ihnen immer mehr zurück, da weite Betonflächen, Landwirtschaft und auch der Klimawandel dafür sorgen, dass sich Rotkehlchen und Co. immer weiter aus ihren einstigen Revieren verdrängt werden. Der Grund dafür ist, dass sie einfach keine Nahrung mehr finden. Doch hier können Gartenbesitzer Abhilfe schaffen.

Die Zufütterung durch den Menschen wird von heimischen Singvögeln gerne angenommen, doch Meisenknödel im Netz sind gefährlich.

Ein Vogelhäuschen, ein Futterspender oder eine Wasserstelle sind zwar löblich und bereits ein erster wichtiger Schritt. Dennoch ist es auch wichtig, den Vögeln einen Lebensraum zu schaffen, der möglichst natürlich geblieben ist. Sonja Dölfel vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern rät daher Gartenbesitzern zu folgendem: „Einfach mal gar nichts tun und den Garten selbst machen lassen – das ist schon ein erster Schritt.“

Vögel anlocken im Herbst: Meisenknödel können gefährlich sein

Auch bei den beliebten Meisenknödeln an Bäumen gibt es einiges zu beachten. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sollte das Netz, in dem sich das Futter befindet, nicht aus Plastik bestehen. Der Grund dafür ist einfach: Die dünnen Beinchen und Krallen der Vögel sollen sich darin leichter verheddern und sich diese am Ende sogar verletzen können. Besonders gerne verspeisen die Piepmatze Sonnenblumenkerne. Achten Sie aber darauf, dass der Meisenknödel nicht im Freien so hängt, dass er schnell nass wird. Schließlich kann sich dadurch Schimmel bilden und Meisen und Co. krank machen. Im besten Falle hängen sie ihn unter einer Bedachung auf.

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Abschließend sollten Sie dafür sorgen, dass die Vögel im Herumtoben in Ihrem Garten nicht gegen ein Fenster prallen. Um Vogelschlag zu verhindern, sollten Sie daher am besten Musterfolien an die Scheiben kleben. Am besten sind vertikale oder horizontale Striche sowie Linien, die Sie mit wenig Zentimeter Abstand anbringen.

Zugvögel: Zehn Arten, die im Herbst in den Süden ziehen

Ein Wespenbussard auf einem Baumstumpf.
Der Wespenbussard gehört zu den Greifvögeln. Er überwintert in Afrika.  © Reiner Bernhardt/Imago
Weißstörche (Ciconia ciconia) in Griechenland.
Der Weißstorch ist einer der bekanntesten Zugvögel des Landes.  © Leonidas Tzekas/Imago
Ein Kranich (Grus grus) in seinem natürlichen Lebensraum.
Schmalfrontzieher wie der Kranich haben klar abgegrenzte Zugrouten.  © Bernd Lamm/Imago
Ein Kuckuck (Cuculus canorus), der auf einem Ast sitzt.
Der Kuckuck gehört mit den 8.000 und 12.000 Kilometern, die er hin und zurück fliegt, zu den Langstreckenziehern unter den Zugvögeln.  © R. Mueller/Imago
Ein Mauersegler in der Luft.
Auch wenn der Mauersegler den Schwalben ähnlich sieht, so ist er nicht mit ihnen verwandt.  © Stock&people/Imago
Eine Nahaufnahme einer Singdrossel.
Die Singdrossel ist klein, legt aber weite Strecken zurück.  © Imago
Ein Fitis auf einem Zweig.
Der Fitis ist ein Zugvogel, der südlich der Sahara überwintert und somit mehrere tausend Kilometer nur für einen Weg zurücklegt. © R. Martin/Imago
Eine Nachtigall (Luscinia megarhynchos) in einem Baum.
Die Nachtigall gehört zu den Sperlingsvögeln und überwintert in Afrika, nördlich des Äquators. © Christian Naumann/Imago
Eine Feldlerche, die in einem Weizenfeld sitzt.
Die Feldlerche gehört zu den Kurzstreckenziehern und überwintert in Spanien oder Südfrankreich. © M. Kuehn/Imago
Ein brütender Kiebitz.
Der Kiebitz zählt zu den Kurzstreckenziehern, die nur in den Mittelmeerraum ziehen.  © Stock&people/Imago

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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