Kein Model 2

„Völlig im Widerspruch zu dem, woran wir glauben“: Elon Musk vernichtet Träume von günstigem Tesla

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Die Träume von einem bezahlbaren Tesla sind zunichte gemacht. Elon Musk bezeichnet das Konzept als „sinnlos und albern“. Seine Äußerungen widersprechen früheren Zusagen.

Für den Erfolg der Elektromobilität sind günstige Modelle wichtig. Entsprechend arbeitet die Automobilindustrie an günstigen Elektroautos mit einer guten Reichweite. Die ganze Autoindustrie? Nein, der Elektro-Pionier Tesla hat seine Pläne für das günstige Model 2 komplett verworfen.

Seit Jahren wurde über einen solchen Billig-Tesla spekuliert. Doch nun hat Elon Musk diese Hoffnungen zerstört, wie Auto, Motor und Sport berichtet. Während einer Telefon-Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen des dritten Quartals 2024 erklärte der Tesla-Chef: „Ein reguläres 25.000-Dollar-Modell wäre sinnlos und albern. Es würde völlig im Widerspruch zu dem stehen, woran wir glauben.“

Kein Einstiegs-Stromer: Tesla setzt auf autonome Fahrzeuge

Völlig überraschend kommt diese Entscheidung allerdings nicht. Spätestens nach dem We, Robot-Event auf dem das Cybertaxi und der Cybervan präsentiert wurden, war klar: Tesla setzt auf autonome Fahrzeuge. „Ich denke, wir haben sehr deutlich gemacht, dass die Zukunft autonom ist“, macht auch Musk in der Telefon-Pressekonferenz deutlich.

Auch die Zukunft des Tesla Roadster ist unklar.

Interessanterweise widerspricht Musk mit seinen aktuellen Aussagen seinen früheren Versprechen, über das die Nachrichtenagentur Reuters im Januar 2024 berichtet hatte. So soll er angekündigt haben, dass ein erschwingliches Modell in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 produziert werden soll. Dieses Model 2 sollte bei einem Einstiegspreis von 25.000 US-Dollar liegen und zur jährlichen Produktion von bis zu 20 Millionen Fahrzeugen beitragen. Produziert werden sollte der Einsteiger-Tesla wohl in Grünheide. Doch Musk widersprach den Gerüchten auf X sehr deutlich: „Reuters lügt (schon wieder)!“

Darauf fährt Deutschland ab: Die beliebtesten Automarken im Jahr 2024

Fahraufnahme eines Ford Explorer
Platz 10: Ford. Gerade so hat es der Autobauer Ford in die Top-10 des Rankings geschafft – mit 12,1 Punkten landete die Marke auf Rang 10. Das Foto zeigt einen Ford Explorer. © Ford
Fahraufnahme eines Opel Corsa
Platz 9: Opel. Die Rüsselsheimer landeten mit 12,3 Punkten ebenfalls unter den zehn beliebtesten Automarken der Deutschen. Das Foto zeigt einen Opel Corsa. © Opel
Fahraufnahme eines Porsche Taycan Turbo GT
Platz 8: Porsche. Die Stuttgarter landeten im YouGov-Ranking auf dem achten Platz, sie erreichten 14,8 Punkte. Das Bild zeigt einen Porsche Taycan Turbo GT. © Porsche
Fahraufnahme eines Volvo EX90.
Platz 7: Volvo. Schon lange ist der schwedische Autobauer in Händen des chinesischen Herstellers Geely – dennoch bleibt Marke in Deutschland beliebt. Volvo landete mit 14,7 Punkten auf dem siebten Platz. Das Foto zeigt einen Volvo EX90. © Volvo
Fahraufnahme eines Toyota Yaris
Platz 6: Toyota. Für die Top-5 hat es für die Japaner nicht ganz gereicht – dennoch sicherte sich die Importmarke im Ranking den sechsten Rang. Das Foto zeigt einen Toyota Yaris. © Toyota
Fahraufnahme eines Skoda Kodiaq
Platz 5: Skoda. In Deutschland ist die tschechische Marke längst sehr beliebt – das unterstreicht auch der fünfte Platz im Ranking (16,1 Punkte). Das Foto zeigt einen Skoda Kodiaq. © Skoda
Fahraufnahme eines BMW M5
Platz 4: BMW. Nur knapp verpassten die Münchner den Sprung aufs Treppchen – mit 24,3 Punkten landeten sie auf dem vierten Platz. Das Foto zeigt einen BMW M5. © BMW
Fahraufnehme eines VW Golf GTI
Platz 3: Volkswagen. Auch die „Ikone Golf“ hat sicherlich dazu beitragen, dass sich Volkswagen im Ranking den dritten Platz sichern konnte (24,4 Punkte). Das Foto zeigt einen VW Golf GTI. © VW
Fahraufnahme eines Mercedes-AMG SL 63 S E-Performance
Platz 2: Mercedes-Benz. Für die Spitze hat es nicht ganz gereicht – dennoch sicherten sich die Stuttgarter in der YouGov-Auswertung mit 24,7 Punkten Rang zwei. Das Bild zeigt einen Mercedes-AMG SL 63 S E-Performance. © Mercedes
Fahraufnahme eines Audi e-tron GT
Platz 1: Audi. Die Ingolstädter haben im Ranking mit 25,7 Punkten die Nase vorn. Das Foto zeigt den facegelifteten Audi e-tron GT. © Audi

Cybercab statt Model 2: Teslas Robotaxi kommt 2026 – behauptet Musk

Allerdings versprach der streitbare Milliardär im Oktober 2023 auf einer Investorenkonferenz auch zwei neue Volumenmodelle. Gut möglich, dass er damit die nun präsentierten Robotaxis meinte und keine günstigen Elektroautos. In typischer Musk Manier nannte er dabei ein sehr ehrgeiziges Datum für die Markteinführung: Schon 2026 soll es so weit sein. Erste Fahrten mit dem Robotaxi soll es bereits im kommenden Jahr geben, wie Der Standard berichtet.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Ob das wirklich klappt, wird sich zeigen – immerhin verspricht Musk seit Jahren immer wieder voll autonome Autos für das nächste Jahr. Und auch beim Cybertruck kam es mehrfach zu Verzögerungen, ehe Tesla ihn Ende 2023 ausliefern konnte. Dann wäre da auch noch der 2017 vorgestellte Tesla Roadster, der ebenfalls noch nicht auf der Straße ist. Auf die Frage, wann damit zu rechnen sei, lachte Musk übrigens nur und antwortete: „Nun, ich möchte unseren leidgeprüften Vorbestellern des Tesla Roadster danken.“ Auch dieses Modell dürfte wohl vorerst nicht kommen.

Rubriklistenbild: © UPI Photo/Imago

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