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Welche Ernährung vor Arterienverkalkung und Schlaganfall schützt: Durch acht Lebensmittel vorbeugen

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Eine Ernährungsumstellung kann dazu beitragen, das Risiko für Schlaganfälle zu reduzieren. Bestimmte Lebensmittel können gefährlichen Gefäßablagerungen vorbeugen.

Arteriosklerose ist durch sogenannte Plaques in den Arterien gekennzeichnet, die durch Fett- und Kalkablagerungen entstehen. Diese Ablagerungen beeinträchtigen den Blutfluss und erhöhen das Risiko von Durchblutungsstörungen. Bei Blutstau besteht die Gefahr der Bildung eines Thrombus, einem Blutpfropf aus Blutplättchen. Wenn dieser nicht von selbst aufgelöst wird und unbemerkt bleibt, kann ein vollständiger Gefäßverschluss eintreten, was zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Die Verhinderung von Arteriosklerose ist entscheidend für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mediterrane Ernährung beugt einer Arterienverkalkung und Folgeerkrankung vor

Oliven sind reich an Mikronährstoffen wie Eisen, Phosphor, Kalzium, Natrium und Vitamin B1, B2, B6, B9 (Folsäure), C und E sowie dem Provitamin A.

Mediterrane Ernährung hat nachweislich positive Effekte auf die Prävention von Arteriosklerose, wobei insbesondere Olivenöl einen Beitrag leisten kann, um Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu verhindern.

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Lebensmittel mit Nährstoffen, die vorbeugend wirken, sind:

  • Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung trägt Olivenöl nachweislich dazu bei, das schädliche LDL-Cholesterin im Blut zu senken. Dies führt zu einer Verringerung des Risikos für Ablagerungen und in Folge für Herzkranzgefäßerkrankungen.
  • Nüsse sind bekannt dafür, die Arterienverkalkung zu verlangsamen. Sie liefern eine Vielzahl von Nährstoffen wie Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien. Insbesondere Mandeln, Haselnüsse und Erdnüsse sind reich an Vitamin E, welches die Aufnahme schädlicher LDL-Fettpartikel im Blut verhindern kann.
  • Spinat zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an Folsäure aus, die vor Arterienverkalkung schützt. Darüber hinaus enthält Spinat reichlich Vitamin D und E. Diese Vitamine spielen eine entscheidende Rolle, um die Aufnahme von schädlichem LDL-Cholesterin zu verhindern. Durch diese Wirkung kommt es zu weniger schädlichen Ablagerungen in den Gefäßen.
  • Zwiebeln und Knoblauch verleihen nicht nur Gerichten den nötigen Geschmack, sie dienen auch als natürliche Gefäßreiniger und können einer Arteriosklerose vorbeugen. Besonders Knoblauch spielt eine positive Rolle für die Herzgesundheit: Die Knolle stimuliert die Stickstoffproduktion im Körper, was wiederum die Dehnbarkeit und Elastizität der Arterien verbessern kann.
  • Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Zellen elastisch zu halten und das Verstopfen der Arterien zu verhindern.
  • Die reichhaltigen Omega-3-Fettsäuren von sowohl Zucht- als auch Wildlachs können die Bildung von Blutgerinnseln hemmen und der Entstehung von Plaques an den Arterienwänden und demnach Folgeerkrankungen vorbeugen.
  • Besonders Sorten wie Red Delicious- oder Granny-Smith-Äpfel enthalten Procyanidine – Substanzen, die dazu neigen, die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Zusätzlich dazu können sie die Elastizität der Arterien fördern und deren Festigkeit stärken.
  • Blaubeeren enthalten sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, die dazu beitragen, freie Radikale im Körper unschädlich zu machen. Wirkstoffe in der Heidelbeere, bekannt als Anthocyane, sollen Entzündungen im Körper hemmen, die Elastizität der Gefäße fördern und somit vor Arteriosklerose schützen.

Gefahr für einen Herzinfarkt: Sieben Angewohnheiten erhöhen Ihr Risiko

Frau am Computer unter Stress mit Kopfschmerzen
Stress ist ein nicht zu vernachlässigender Auslöser für einen Herzinfarkt. Steht ein Mensch unter psychischer Belastung und fühlt sich permanent gestresst, aufgrund von Arbeit, der Familie oder Partnerschaft, steigt der Blutdruck an. Ein hoher Blutdruck stellt einen Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall dar. Reagiert der Körper kurzzeitig mit diesen Symptomen auf Stress, muss dadurch nicht zwangsläufig eine gesundheitliche Gefahr verbunden sein. Hält der Stresspegel jedoch an und wird chronisch, hat dies dauerhaft Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen, den Blutdruck und das Immunsystem. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ein Herzinfarkt sind nicht selten die Folge, laut Deutsche Herzstiftung. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago
Frau mit Schlafproblemen
Schlafmangel erschöpft nicht nur enorm, es wirkt sich auch negativ auf die Konzentration, das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System aus. Wer dauerhaft zu wenig schläft, schüttet vermehrt Stresshormone aus, die den Körper belasten und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt begünstigen können. Zu spätes Zubettgehen, ausgedehnte, abendliche Zeit am Smartphone, Konfliktgespräche oder aufwühlende Spielfilme vor dem Schlafengehen können zu Einschlafproblemen und unruhigen Nächte führen. Laut Studien erhöht sich dadurch das Risiko für die Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen um über 45 Prozent. Ein erholsamer Schlaf von im Durchschnitt sieben bis acht Stunden ist für einen gesunden Körper und das Herz unabdingbar. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Frau greift nach Hamburger
Die Ernährung ist tatsächlich ein wesentlicher Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Für Menschen, die sehr fett- und kalorienreich essen, erhöht sich die Gefahr für Übergewicht, was wiederum ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarkts ist. Durch eine Anpassung der Ernährung mit Fokus auf mehr sekundäre Pflanzenstoffe in Obst, Gemüse, Kaffee und Tee sowie regelmäßig Vollkorn und Eiweiß auf dem Speiseplan, sinkt die Gefahr für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt signifikant. (Symbolbild) © NomadSoul/Imago
Rinderbraten mit Gemüse und Kartoffeln
Mahlzeiten wie ein herzhaftes Roastbeef, mit Gemüse und Kartoffeln in Butter geschwenkt, bedeuten ebenfalls ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt. Je regelmäßiger Sie gesättigte Fette wie in tierischen Lebensmitteln zu sich nehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr LDL-Cholesterinspiegel erhöht. Damit verbunden ist die Gefahr von Gefäßablagerungen durch das überschüssige Blutfett, ein erhöhtes Risiko für eine Arteriosklerose, Thrombosen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. © Monkey Business/Imago
Mann mit Übergewicht auf der Couch mit Chips
Wer sich kaum bewegt, viel Zeit im Sitzen oder Liegen verbringt und wenig an die frische Luft geht, setzt sich einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Kommt dann noch eine ungesunde Ernährung mit fettem und süßem Essen sowie Arteriosklerose hinzu, steigt die Gefahr für beispielsweise einen Herzinfarkt noch zusätzlich. Je weniger sich jemand bewegt, desto eher kann es zu Übergewicht und den damit verbundenen Folgeerkrankungen wie Diabetes, hoher Blutdruck und Herzschwäche kommen. Wer regelmäßig Sport treibt, kann das eigene kardiovaskuläre Risikoprofil für koronare Herzkrankheiten um fast 50 Prozent reduzieren. (Symbolbild) © Monkey Business 2/Imago
Rauchen erhöht das Risiko für viele Krankheiten.
Auch Rauchen gilt als Risikofaktor für die Entstehung eines Myokardinfarkts. Laut einer Studie steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, mit jeder weiteren Zigarette um über sechs Prozent. Regelmäßiger Tabakkonsum fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Symbolbild) © dpa/(Symbolbild)
Alkohl
Bereits geringe Mengen an Alkohol können zu Herzrhythmusstörungen führen, wie eine Studie des Herz- und Gefäßzentrums am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) belegt. Schon ein kleines Glas Wein oder ein Bier pro Tag können Vorhofflimmern auflösen. Zudem führt Alkohol im Körper dazu, dass der Blutdruck ansteigt, was bei regelmäßigem Konsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt erhöht. © Ezequiel Gimà nez/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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