Zuckerhaushalt regulieren

Diabetes-Vorstufe rechtzeitig erkennen: Neun Risikofaktoren für Prä-Diabetes

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Prädiabetes ist eine Vorstufe von Diabetes – und im Gegensatz dazu noch umkehrbar. Achten Sie deshalb auf seine typischen Risikofaktoren.

Jeder Fünfte in Deutschland (in der Altersgruppe von 18 bis 79 Jahren) leidet nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) unter einem sogenannten Prädiabetes. Laut Informationen des AOK Gesundheitsmagazins handelt es sich dabei um eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Dabei haben Betroffene nicht nur ein höheres Risiko für einen Typ-2-Diabetes, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um die Entwicklung eines Diabetes zu verhindern, sollten die Risikofaktoren seines meist symptomlosen Vorboten – dem Prädiabetes – vermieden werden.

Diabetes vorbeugen: So erkennen Sie rechtzeitig, ob sie unter Prädiabetes leiden

Treffen einige der Risikofaktoren von Prädiabetes auf Sie zu, sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.

Bei einem Prädiabetes handelt es sich laut diabinfo – Das Diabetesinformationsportal vom Helmholtz Zentrum München um eine Stoffwechselstörung, die sich über Jahre ohne begleitende Symptome entwickeln kann. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Blutzuckerwerte bereits erhöht sind. Allerdings sind diese noch nicht so hoch, dass man von einem Typ-2-Diabetes sprechen kann. Zudem gibt es neben nachweisbar erhöhten Blutzuckerwerten keine weiteren spürbaren Anzeichen, welche eindeutig auf Prädiabetes hindeuten. Betroffene haben stattdessen in der Regel überhaupt keine Symptome. Umso wichtiger ist es, folgende Risikofaktoren zu kennen, die einen Prädiabetes begünstigen:

  • Übergewicht
  • geringe körperliche Aktivtität und Bewegung
  • großer Taillenumfang
  • Rauchen
  • fleischlastige Ernährung
  • zuckerreiche Ernährungsweise
  • fortgeschrittenes Alter (über 45 Jahren)
  • Schlafapnoe
  • Typ-2-Diabetes im engeren Familienumfeld (Eltern, Geschwister)

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Diabetes vorbeugen: Prädiabetes ist oft noch umkehrbar

Eine bereits bestehende Diabetes-Typ-2-Erkrankung ist nicht mehr umkehrbar. Anders sieht es da bei einem Prädiabetes aus. Um einem möglichen Prädiabetes entgegensteuern zu können, sollte er rechtzeitig erkannt werden. Daher ist es wichtig, sich von einem Arzt beraten zu lassen, falls einige der Risikofaktoren auf einen selbst zutreffen.

Erste Anzeichen von Diabetes: Zehn Symptome können ein Warnzeichen sein

Frau trinkt Wasser
Diabetes ist im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bekannt. Wer zu hohe Blutzuckerwerte mit einem angehenden Diabetes hat, ist verstärkt durstig. Die Niere versucht, den überschüssigen Zucker (Glukose) im Körper auszuscheiden, indem Wasser gebunden wird und somit Flüssigkeit entzogen wird. Die Folge: ein starkes Durstgefühl. © BRUNO / IMAGE POINT FR / BSIP / Imago
Toilette
Wer vermehrt Harndrang verspürt, insbesondere nachts, sollte seine Blutzuckerwerte überprüfen lassen: Übersteigt der Glukosespiegel im Blut die Kapazität der Nieren, versucht der Körper über die Blase den überschüssigen Zucker loszuwerden. Das führt zu häufigem Wasserlassen. © sasirin pamai/Imago
Frau im Sitzen mit Schmerzen im Unterleib
In der Regel sind vor allem Frauen von ständigem Harndrang und Blasenentzündungen betroffen, auch bei Diabetes. Der überschüssige Blutzucker wird über die Niere in den Urin abgegeben, sodass er einen zusätzlichen Nährboden für Bakterien bietet. © Alla Rudenko/Imago
Frau mit Wadenkrampf
Ein Diabetes kann sich bei Betroffenen durch verstärkte und regelmäßige Muskelkrämpfe bemerkbar machen, insbesondere in den Waden oder Füßen. Diese Krämpfe sind ein Hinweis für einen gestörten Mineralstoffhaushalt aufgrund des Flüssigkeitsverlusts. Bei einer fortgeschrittenen Zuckerkrankheit können Muskelkrämpfe auf Nervenschäden hindeuten, so die „Apotheken Umschau“. © YAY Images/Imago
Schläfriger Mann am Steuer
Zu den ersten Anzeichen eines Diabetes zählt starke und anhaltende Müdigkeit. Der überschüssige Zucker im Körper hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Energieversorgung, was zum Teil bleierne Erschöpfung zur Folge hat. © imageBROKER/Isai Hernandez/Imago
Augen eines Mannes
Ein charakteristisches Anzeichen von Diabetes ist verschwommenes Sehen, verbunden mit einer Sehverschlechterung und wechselnden Sehstärke. Insbesondere wenn jemand Menschen morgens verschwommen und nachmittags eher scharf sieht, kann das auf einen noch nicht entdeckten Diabetes mellitus hindeuten. Die schnellen Veränderungen der Sehschärfe sind auf die Blutzuckerschwankungen zurückzuführen, wie es die „Pharmazeutische Zeitung“ erläutert. © MBtoo/Imago
Frau juckt sich am Handgelenk
Der Wasserverlust, auch bedingt durch den Harndrang, hat Auswirkungen auf die Haut, die nicht mehr richtig mit Flüssigkeit versorgt wird. Menschen mit Diabetes leiden häufig unter trockener, rissiger und für Verletzungen anfällige Haut. © BRUNO / IMAGE POINT FR / BSIP / Imago
Fuß mit eingebundenem Zeh
Menschen mit Diabetes haben zusehends eine empfindsame Haut, die zu Rissen und Wunden neigt, insbesondere an den Füßen (sogenannter „Diabetischer Fuß“). Durch die Zuckerkrankheit ist die Funktion der Nerven geschädigt und der Blutfluss gestört, was Druckstellen und Verletzungen begünstigt. © ninun/Imago
Frau mit Schwindel
Bei einem Diabetes kommt es nicht selten zu einem zuckerbedingten Schwindel, was auf neuronale Störungen vor allem in den Füßen zurückzuführen ist. Dadurch fällt es Betroffenen schwer, gleichmäßig zu laufen, so die „Apotheken Umschau“. © Science Photo Library/Imago
Frau mit Keksen
Hungergefühl und Appetitlosigkeit im Wechsel zählen zu typischen Symptomen, die mit einem Diabetes und dem schwankenden Insulinspiegel einhergehen. Ein abfallender Blutzuckerspiegel fördert den Appetit, wohingegen ein hoher Zuckerspiegel im Blut die Insulinausschüttung anregt und das Sättigungsgefühl beeinflusst. © FlotJet/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Kasper Ravlo/IMAGO

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