VW-Manager spricht Klartext: Günstiges Elektroauto wird es nicht geben
VonMarcus Efler
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Ein Elektroauto für 20.000 Euro wäre der Traum vieler VW-Fahrer mit schmalem Budget. Ein hochrangiger Manager zerstört die Hoffnung – lässt aber eine Hintertür offen.
Doch wie ergeht es dem Elektroauto in den nächsten fünf bis zehn Jahren? Und werden sich danach noch so viele Menschen ein eigenes Auto leisten können wie zur Verbrenner-Ära? Die Antwort auf diese beiden Fragen hängt ganz maßgeblich von einer Eigenschaft der Autos ab, die mit Akkus oder Wasserstoff fahren: ihrem Preis. Wie sensibel Autokäufer auf den reagieren, zeigt der Einbruch der Zulassungszahlen nach der Reduzierung der Umweltprämie. Experten befürchten, dass es sich hier um eine länger anhaltende Delle handelt.
VW-Manager spricht Klartext: Günstiges Elektroauto wird es nicht geben
VW-Finanzchef Arno Antlitz erteilte einem E-Mobil für Einsteiger, das deutlich günstiger zu haben ist als heutige Stromer, eine klare Absage: „Wir müssen profitabel arbeiten. Deshalb ist unterhalb eines ID.2 zu den heutigen Kosten der Batterie und der Rohstoffe zum aktuellen Zeitpunkt ein noch günstigeres Modell nicht darstellbar“, sagte Manager in der Süddeutschen Zeitung.
VW-Manager spricht Klartext: ID.1 ist nicht zu erwarten
Der ID.2 wird der Nachfolger des City-Flitzers VW e-up: Obwohl technisch mittlerweile veraltet und mit knapp 30.000 Euro recht teuer, ist dieser zeitweise immer mal wieder ausverkauft. Als Alternative bieten sich nur wenige Autos, etwa der aktuelle, ausschließlich als E-Mobil gebaute Fiat 500 für knapp 31.000 Euro – oder der Dacia Spring, mit 22.750 Euro derzeit günstigstes E-Auto in Deutschland.
Neun Mikro-Elektroautos, die perfekt für die Stadt sind
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Hoffnungen, dass VW in der 20.000-Euro-Klasse künftig mit einem ID.1 mitmischt, werden sich also nicht erfüllen. Ganz wollte der VW-Finanzchef die Hoffnung auf einen Spar-Stromer aus dem Konzern freilich nicht zerstören: Man arbeite „intensiv an einer Lösung“. Möglich ist daher etwa, dass irgendwann ein Modell der tschechischen Tochter Škoda das Preisgefüge nach unten abrundet.