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Auflaufform als Ölwanne: Polizei stoppt VW mit kurioser Konstruktion

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In Darmstadt hat die Polizei einen VW mit einer kuriosen Behelfs-Reparatur gestoppt: Unter dem Oldtimer hing eine als Ölwanne dienende Auflaufform.

Als Polizist ist man so einiges gewohnt – gerade bei Fahrzeugkontrollen. Doch manchmal müssen selbst gestandene Beamte staunen: So zogen sie kürzlich in Nordrhein-Westfalen einen VW aus dem Verkehr, dessen Fahrersitz durch einen Holzschemel ersetzt worden war. Und in Thüringen flitzten zwei 19-Jährige auf motorisierten Cola-Kisten umher. Nun ging der Polizei in Hessen eine ziemlich kuriose Konstruktion ins Netz: Eine gewagte Behelfs-Lösung an einem Volkswagen.

In Darmstadt stoppte die Polizei einen VW unter dem mit Draht eine Auflaufform als Ölwanne befestigt war.

Auflaufform als Ölwanne: Polizei stoppt VW mit kurioser Konstruktion

Aufgefallen war die Konstruktion bei der Kontrolle eines VW-Oldtimers in Darmstadt. Laut Polizeibericht trauten die Ordnungshüter „kaum ihren Augen“. Unter dem 52 Jahre alten Fahrzeug war mittels einiger Drähte eine Auflaufform als „Ölwanne“ angebracht worden. So sollten auslaufende Betriebsstoffe offenbar halbwegs zuverlässig aufgefangen werden.

Auflaufform als Ölwanne: Gewisse „Heiterkeit“ bei den Kontrolleuren

Wie die Polizei berichtet, konnten zwar die kontrollierenden Beamte eine gewisse „Heiterkeit“ ob der kuriosen Konstruktion nicht verbergen. Dennoch ist so eine Draht-Lösung durchaus gefährlich. Denn falls die Auflaufform während der Fahrt abfällt, kann das natürlich für den nachfolgenden Verkehr böse Folgen haben – etwa, wenn ein Motorradfahrer darüber fährt. Aber auch für die Umwelt ist auslaufendes Öl selbstverständlich alles andere als gut. Immer wieder zieht die Polizei gewagte Konstruktionen aus dem Verkehr – wie etwa kürzlich einen Mercedes-Pritschenwagen Marke Eigenbau.

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

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Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
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Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
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Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
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Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
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Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
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Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
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Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
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Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
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Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
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ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
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Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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Die Polizisten klärten den Oldtimer-Fahrer über die möglichen Konsequenzen auf. Er muss in den nächsten Tagen die Beseitigung der Mängel nachweisen. Dennoch gestatteten die Beamten dem VW die Weiterfahrt – allerdings nur bis an die „in der Nähe befindliche“ heimische Adresse.

Rubriklistenbild: © Polizei Südhessen

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