Optimale Pflege

Zimmerpalmen richtig gießen – in der Ruhephase ist deutlich weniger Wasser nötig

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Zimmerpalmen bringen Urlaubsflair ins Haus. Gelbe, vertrocknete Blätter passen nicht in dieses Bild, lassen sich aber mit dem richtigen Gießverhalten verhindern.

Palmen sind in unseren Breiten nicht heimisch und benötigen daher besondere Pflege. Sonst leiden die Pflanzen schnell unter Schädlingen und die Blätter, ihr einziger Schmuck, verlieren ihren Glanz und vertrocknen oder verwelken. Damit Kentia, Goldfruchtpalme und ihre palmenartigen Verwandten wie Yucca oder Drachenbaum ihre Stattlichkeit nicht einbüßen, sollten Sie mit Umsicht gießen.

Ruhe- und Wachstumsphase der Zimmerpalmen beachten

Im Winter werden Zimmerpalmen weniger gegossen.

Auch wenn für hiesige Verhältnisse und Begriffe jede Pflanze mit großen Blatt-Wedeln eine Palme ist, unterscheiden sich die exotischen Zimmerpflanzen in ihrer ursprünglichen Herkunft und ihren Bedürfnissen. So ist auch der Wasserbedarf von Art zu Art anders, ebenso von der Größe des Topfes und der Pflanze. Hinzu kommt, dass Zimmerpalmen eine Ruhe- und Wachstumsphase haben – sogar wenn sie ganzjährig im Haus stehen, muss man daher das Gießverhalten dementsprechend anpassen.

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Ob Palme oder Palmenartige – bei all der Unterschiedlichkeit der Pflanzen liegen Sie mit dem folgenden Bewässerungsplan in den meisten Fällen richtig:

  • Verwenden Sie zimmerwarmes, kalkarmes Wasser, beispielsweise Regenwasser.
  • Gießen Sie die Palmen erst, wenn die oberste Schicht ausgetrocknet ist (Fingertest machen).
  • In der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer gießt man kräftig – je höher die Temperatur, desto häufiger (etwa ein- bis zweimal wöchentlich).
  • In der Ruhephase in Herbst und Winter wird die Wassermenge stark reduziert – warten Sie, bis die oberen 5 Zentimeter des Substrats abgetrocknet sind.
  • Vermeiden Sie Staunässe unbedingt, indem Sie einen Topf mit Abzugslöchern und guter Drainage verwenden sowie überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer gleich entfernen.

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Wald-Rippenfarn (Blechnum spicant)
Der Wald-Rippenfarn (Blechnum spicant) ist eine wichtige Raupenfutterpflanze für die Smaragdeule. Er bevorzugt feuchten Boden und eine hohe Luftfeuchtigkeit. © blickwinkel/Imago
Goldschuppenfarn (Dryopteris affinis)
Der Goldschuppenfarn (Dryopteris affinis) verträgt Minustemperaturen von fast 30 Grad Celsius – mag aber keine pralle Sonne und ist in allen Teilen giftig. © agefotostock/Imago
Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
Wie aus einer anderen Welt: Wenn der Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) seine Blätter entfaltet, ahnt man seine lange Vergangenheit. © imagebroker/Imago
Pfauenradfarn (Adiantum pedatum)
Der Pfauenradfarn (Adiantum pedatum) ist mit seinen rund angeordneten Fiedern eine besondere Schönheit – wie der gleichnamige Vogel, wenn er seine Pracht zeigt. © agefotostock/Imago
Tüpfelfarn (Polypodium vulgare)
Der robuste Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) wird nur bis zu 30 Zentimeter hoch und wächst sogar in Mauerfugen. © Panthermedia/Imago
Frauenhaarfarn (Adiantum venustum)
Den Frauenhaarfarn (Adiantum venustum), auch Venushaar-Farn, kennen viele nur als Zimmerpflanze. Dabei stammt die frostharte Variante aus dem Himalaya. © agefotostock/Imago
Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)
Der leuchtend grüne Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) ist mit seinen zungenähnlichen Blättern in Deutschland unverkennbar. © imagebroker/Imago
Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes) an Mauer wachsend
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist wirklich anspruchslos und mit seinen kleinen runden Blättern sehr filigran. © agefotostock/Imago
Gelappter Schildfarn (Polystichum aculeatum)
Der Gelappte Schildfarn (Polystichum aculeatum) besticht vor allem mit seiner Eigenschaft als wintergrüne Pflanze. © blickwinkel/Imago
Bereifte Farnwedel des dekorativen Königsfarns (Osmunda regalis)
Sogar im Winter noch eine Schönheit im Garten: Der dekorative bereifte Königsfarn (Osmunda regalis) ist mit einer Höhe bis zu 150 Zentimetern einer der größten heimischen Farne. © Harald Lange/Imago

Luftfeuchtigkeit für Palmen hoch halten

Die meisten der tropischen Zimmerpalmen freuen sich vor allem bei trockener Heizungsluft über eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit. Ein regelmäßiges Besprühen mit kalkarmem Wasser beugt auch dem Schädlingsbefall vor. Eine kurze Duscheinlage gefällt den Pflanzen ebenfalls und simuliert einen Regenschauer. 

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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