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Wäsche im Winter clever trocknen: Simpler Trick spart Zeit und Geld

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Wäsche im Winter zu trocknen, kann zu einem Problem werden. Ein einfacher Trick ist die Lösung. Er hat etwas mit einem wissenschaftlichen Phänomen zu tun.

Hamm – Im Winter die dreckige Wäsche zu waschen kann ziemlich nervig sein. Wie soll man die Kleidung bei diesem Wetter nur trocken bekommen? Die Sonne scheint nur selten, von hohen Temperaturen müssen wir gar nicht erst anfangen. Es ist kalt, vielleicht friert es sogar. Doch genau dort kommt ein genialer Trick ins Spiel, der beim Wäschetrocknen im Winter viel Zeit und Geld sparen kann.

Wäsche im Winter trocknen: Genialer Trick spart Zeit und Geld

Ist es draußen richtig bitterkalt, dann sollte man nämlich auch seine frisch gewaschene Wäsche nach draußen hängen. Was zunächst komplett falsch klingt, hat einen wissenschaftlichen Hintergrund.

„Man nennt dieses Phänomen Sublimation“, wurde Professor Weerd Ohling von der Fachhochschule Bingen bereits vor einigen Jahren vom Spiegel zitiert. „Die Wäsche trocknet, indem das Wasser zunächst gefriert und dann verdunstet, ohne zuvor nochmals flüssig zu werden“, erklärte der Professor für Verfahrenstechnik. Geändert hat sich daran nichts.

Die Wäsche draußen im Winter zu trocknen, scheint kontraproduktiv. Doch eine wissenschaftliche Erklärung beweist das Gegenteil.

Bei Minustemperaturen kann es sich also echt bezahlt machen, die Wäsche in den Garten, auf die Terrasse oder den Balkon zu hängen. Noch besser ist es, wenn es sich um eine „trockene Kälte“ handelt und nur eine geringe Luftfeuchtigkeit vorhanden ist.

Die Wäsche im Winter draußen zu trocknen ist dadurch noch immer ein genialer Trick, der Zeit und Geld spart – und einen weiteren Vorteil bietet.

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Frau legt Wäsche in Waschmaschine. Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Hausmittel zum Wäsche waschen, die Ihnen Ihre Großmutter ans Herz gelegt hat. Aber wie nützlich sind diese Wäsche-Tipps wirklich? © Shotshop/Imago
Kirschen. Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel. © Jakub Porzycki/Imago
Wäscheständer. Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie unbedingt beherzigen.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig. © Joko/Imgo
Ein Teebeutel in einer Tasse Tee. Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden. © Petra Schneider/Imago
Hotdog mit Senf. Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel. © Shotshop/Imago
Eine Frau bügelt. Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Feuchten Sie die Bürste einfach nur mit Wasser leicht an.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet.Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung. © Shotshop/Imago
Erloschene Kerzen. Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine. ©  YAY Images/Imago
Kugelschreiber. Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt!
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche. © YAY Images/Imago
Wäschekorb vor einer Waschmaschine. Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche... © Kirchner-Media/Imago
Defekte Waschmaschine steht auf einem Gehweg. Essig kann zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift.
... doch Essig kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler. © Frank Sorge/Imago

Wäsche sollte man nicht in der Wohnung zum Trocknen aufhängen

Wer die Wäsche in der Wohnung zum Trocknen aufhängt, könnte nämlich schnell Probleme mit Feuchtigkeit bekommen. Nasse Fenster am Morgen wären ein erstes Warnzeichen, schnell würde sich Schimmel bilden – richtiges Heizen und Lüften ist angesagt. Die frische Wäsche gibt ihre Feuchtigkeit schließlich „an den Raum ab“. Gut ist das nicht.

Eine Alternative wäre es, einen Trockner zu benutzen. Hier sollten aber Sparfüchse und umweltbewusste Menschen hellhörig werden. Diese Geräte sind oft echte Stromfresser – und nicht jedes Kleidungsstück sollte in den Trockner geworfen werden, es könnte beschädigt werden und/oder einlaufen. Das will nun wirklich niemand.

Putztricks, mit denen Ihr Zuhause sauber wird

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Die Wäsche im Winter draußen zum Trocknen aufzuhängen, scheint also der Königsweg zu sein. Wer dazu keine Möglichkeit hat oder gerade Pech mit viel Regen hat, dem bleibt noch eine andere Lösung: Die Wäsche in einem Waschkeller oder auch dem Dachboden aufzuhängen – auch hier sollte man aber auf eine vernünftige Belüftung achten.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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