Verbraucherzentrale warnt

PayPal-Betrug: Kriminelle verschicken falsche Mails – daran erkennt man die Fake-Nachricht

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PayPal-Konten geraten immer wieder in den Fokus von Cyberkriminellen. Derzeit wird vor einer dreisten Betrugsmasche per Phishing-Mail gewarnt.

München – Ob das Abwickeln von Bankgeschäften, Hotel- und Flugbuchungen oder Einkäufen – viel Deutsche erledigen das gerne online. Es ist unkompliziert, spart Zeit und geht schnell. Doch das ruft oftmals auch dreiste Betrüger auf den Plan. Immer wieder versuchen sie mit perfiden Betrugsmaschen wie Quishing oder Phishing an das Geld, die Zugangsdaten oder andere Informationen ihrer Opfer zu kommen. Ihre Methoden werden immer ausgefeilter.

Betrugsversuch bei PayPal: Mit Phishing-Mail werden Daten und Geld geklaut

Aktuell warnt die Verbraucherzentrale vor betrügerischen E-Mails bei PayPal, dem am häufigsten genutzten Online-Bezahldienst in Deutschland. PayPal gilt grundsätzlich als einer der sichersten Bezahldienste, wenn es um Geldüberweisungen im Internet geht. „Von der Technik her ist es ein sicheres System“, zitiert der Deutschlandfunk David Riechmann, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Doch es gibt immer wieder Betrüger, „die sich das System dahinter zunutze machen, Konten übernehmen oder mit geklauten Kontodaten Missbrauch betreiben“, so der Experte.

Die aktuelle Betrugsmasche ist zwar nicht neu, aber nach wie vor gefährlich für Verbraucherinnen und Verbraucher. Einmal mehr sind Phing-Mails im Umlauf, durch die Betrüger auf illegale Weise an Verbraucherdaten kommen wollen. Die Kriminellen verschicken E-Mails, die sollen angeblich von PayPal stammen, bergen aber in Wahrheit Betrugsgefahr, wie die Verbraucherzentrale warnt. Mit der PayPal-Fake-Nachricht versuchen Kriminelle nicht nur die Daten, sondern auch das Geld ihrer Opfer zu stehlen. Wer die falsche Mail bekommt, sollte bloß nicht auf die darin enthaltenen Links oder Schaltflächen klicken.

Auch der Onlinebezahldienst PayPal ist in den Fokus von Phising-Kriminellen gerückt.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale werden aktuell E-Mails verschickt, in denen Empfängerinnen und Empfänger darüber informiert werden, dass es bei PayPal angeblich „unautorisierte Aktivitäten in der mit ihrem Konto verknüpften Zahlungsmethode“ gegeben hätte. Man müsse umgehend handeln, um eine dauerhafte Kontoschließung zu verhindern, heißt es in der Betrugsmail weiter. Dafür sei es angeblich notwendig, alle sensiblen Daten innerhalb eines Tages „über die Schaltfläche unten“, also einen Link innerhalb der Mail, zu bestätigen. Doch Vorsicht, ein Klick auf besagte Schaltfläche kann üble Folgen haben.

Laut Verbraucherzentrale werden zudem PayPal-Kundinnen und -Kunden aufgefordert, eine sogenannte „Finanztransaktion“ innerhalb des verknüpften Kontos zu autorisieren. Spätestens dann sollten bei Verbraucherinnen und Verbrauchern alle Alarmglocken klingeln.

Fake-Mail bei PayPal: An diesen Merkmalen erkennen Sie den Betrug

Erhalten Sie eine solche Fake-Nachricht, rät die Verbraucherzentrale davon ab, darauf zu reagieren oder auf einen Link zu klicken. Verschieben Sie die Benachrichtigung einfach unbeantwortet in den Spam-Ordner. Keinesfalls sollten Sie Daten preisgeben oder fremde Zahlungen autorisieren.

An folgenden Merkmalen erkennen Sie die aktuell kursierende falsche PayPal-Nachricht:

  • Betreffzeile besteht aus wahllos zusammengestellter Zahlenkombination
  • Anrede fehlt zu Textbeginn
  • 24-Stunden-Frist für Reaktion (charakteristisch für Phishing-Mails)
  • Kundinnen und Kunden sollen eine Finanztransaktion bestätigen

Die Sicherheitsverfahren von Banken und Online-Bezahldiensten sind über die Jahre immer besser geworden, beispielsweise durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dennoch gelingt es gut organisierten Kriminellen immer wieder, mit raffinierten Betrugsmaschen Zugriff auf Daten und Bankkonten zu erhalten. Unbedachte Klicks können sehr teuer werden – daher sollten Sie bei E-Mails oder SMS immer auf Auffälligkeiten achten und im Zweifel keine enthaltenen Links anklicken. (vw)

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/ Imago

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