Lebensmittelwarnung

Dringender Fisch-Rückruf: Krebserregender Inhaltsstoff gefunden

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Die Forelle ist neben dem Lachs ein beliebter Speisefisch. Doch nun startete eine Forellenzucht einen Rückruf für mehrere Produkte.

Kassel – Rückrufe von Lebensmitteln sorgen häufig für Beunruhigung. Die jährlichen statistischen Auswertungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigen, dass die Anzahl der Lebensmittelwarnungen zunehmen. Wie die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berichtet, wurde 2022 mit 258 Lebensmittelrückrufen sogar der bisher höchste Wert erreicht.

Lebensmittel, die gesundheitsschädlich oder falsch gekennzeichnet sind, dürfen laut Verbraucherschützer nicht in Umlauf geraten. Doch immer wieder kommt es vor, dass Produkte zurückgerufen werden, die bereits in den Supermarkt-Regalen waren. So musste erst neulich eine Fleischerei für gleich fünf Produkte einen Rückruf starten. Bei einer beliebten Chips-Marke musste das Bundesamt sogar die Rückruf-Warnung nochmals verschärfen. Gründe für einen Rückruf sind vielfältig. Häufige Rückrufgründe sind Verunreinigungen, Fremdkörper im Produkt oder Überschreitungen gesetzlicher Grenzwerte.

Im aktuellen Rückruf wurde in den Forellen, Forellenfilet, geräucherte Forellen des Herstellers Walter Dietmayer ein pharmakologisch wirksamer Stoff festgestellt.

Eiliger Forellen-Rückruf bei Forellenzucht Walter Dietmayer (Symbolbild)

Lebensmittelwarnung: Hersteller startet Rückruf wegen bedenklichem Inhaltsstoff

Neben dem Lachs zählt die Forelle zum beliebten Speisefisch der Deutschen. Doch Forellen-Liebhaber sollten ihre Einkäufe jetzt genau überprüfen. Denn wie die Forellenzucht Walter Dietmayer über das Portal produktwarnung.eu informiert, können ihre genannten Artikel bis zum Datum 22.11.2013 Leukomalachitgrün enthalten. Nach eignen Angaben wurden die Artikel jedoch nur regional über den Ladenverkauf im Ladenlokal in der Forellenzucht in 72513 Hettingen verkauft.

Malachitgrün und Leukomalachitgrün gelten aufgrund möglicher krebserregender Eigenschaften als toxikologisch bedenklich. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) informiert, kann Malachitgrün legal zur Bekämpfung von Infektionen mit Bakterien und Pilzen oder Parasitenbefall bei Zierfischen eingesetzt werden. Für den Einsatz bei Fischen, die zur Lebensmittelerzeugung gehalten werden, ist das Tierarzneimittel seit dem Jahr 2004 EU-weit jedoch nicht mehr zugelassen. Fische mit Rückständen über einer festgelegten Grenze von 2 µg/kg dürfen laut LGL demnach nicht in den Verkehr gebracht werden. Allerdings bedeute die Überschreitung des Grenzwertes nicht automatisch, dass die „betreffenden Lebensmittel als gesundheitsschädlich zu bewerten sind“, heißt es weiter.

Forellen-Rückruf: Produkte wurden nur regional über den Ladenverkauf in Hettingen verkauft

Die genauen Eckdaten zu den vom Rückruf betroffenen Produkten nochmals im Überblick:

HerstellerForellenzucht Walter Dietmayer
ProdukteForellen, Forellenfilet, gerauchte Forellen
Betroffenes MHDbis zum 22.11.2023
Verkaufregional; Ladenverkauf in der Forellenzucht in 72513 Hettingen

Alle betroffenen Artikel können nach Angaben des Herstellers gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons im Ladenlokal der Fischzuchtanlage Hettingen zurückgegeben werden. (Vivian Werg)

Rubriklistenbild: © Michael Bihlmayer/ Imago

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