Heißhunger in der kalten Jahreszeit

Warum fressen Katzen im Winter mehr? Und wie viel mehr ist noch normal?

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Wenn die Katze im Winter mehr frisst, muss das nichts Schlimmes bedeuten. Wichtig ist jedoch das Maß. Doch warum fressen Katzen im Winter mehr?

Wenn nicht nur Frauchen und Herrchen in der Weihnachtszeit ein paar Pfunde zulegen, sondern auch die Katze im Haus plötzlich etwas moppeliger daherkommt, könnte es daran liegen, dass der Stubentiger ebenfalls mehr beim Futter reinhaut. Doch warum ist das so? Und wie viel ist normal, wie viel vielleicht sogar wichtig und wann wird es ungesund? Das alles verrät LUDWIGSHAFEN24.

So alt ist deine Katze in Menschenjahren:

KatzenjahreMenschenjahre
1 Jahr15 Jahre
3 Jahre28 Jahre
8 Jahre48 Jahre
14 Jahre 72 Jahre
20 Jahre 96 Jahre

Ist es normal, dass Katzen im Winter so viel fressen?

Die Weihnachtsleckereien können – oder sollten – wohl kaum der Grund dafür sein, dass Miezi sich plötzlich besonders gern das Bäuchlein vollschlägt. Süßes Gebäck und stark gewürzte Festmähler gehören generell nicht zu den Dingen, die Katzen essen können. Stattdessen kniet sich die Katze plötzlich förmlich in ihren Napf mit Katzenfutter.

Keine Sorge – das ist bis zu einem gewissen Maß völlig normal. Gerade, dass Katzen statt der ein, zwei großen Mahlzeiten lieber viele kleine Snacks über den ganzen Tag verteilt essen, ist komplett natürlich. In der freien Wildbahn leben die Tiere immerhin auch nur von kleinen Tieren, die sie hier und da erbeuten.

Warum fressen Katzen im Winter mehr?

Wenn die Katze im Winter plötzlich größere oder mehr Portionen braucht, um satt zu werden, kann das auch an der Jahreszeit liegen. Das kommt daher, dass sie sich buchstäblich ein dickes Fell gegen die Kälte anfuttern will. Damit hält sie draußen besser und länger durch.

Nicht nur, dass der Winterspeck sie warm hält, die zusätzlichen Kalorien geben ihrem Körper die Energie, die Temperatur trotzdem oben zu halten und sich auch in der rauen Jahreszeit draußen zu bewegen.

Um wie diese getigerte Katze in der Winterkälte so durch den Schnee spazieren zu können, brauchen sie ein dickes Fell. Dafür fressen sie in der kalten Jahreszeit besonders viel.

Katze hat ständig Hunger – was bedeutet es?

Bedenklich wird es erst, wenn der Hunger auch mit Snacks anscheinend gar nicht gestillt werden kann. Schreit sie auch nach dem Essen unablässig nach Futter und kann keinen Krümel liegen lassen, können auch psychische Probleme oder Krankheiten dahinterstecken.

Wirklich wahr: Auch Katzen können wegen Frust essen. Wenn Kater Mikesch also futtert, als gäbe es kein Morgen, fühlt er sich möglicherweise einfach einsam oder gelangweilt. Doch auch ernste Depressionen, Krankheiten und Parasiten, wie Fadenwürmer, können die Ursache sein. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist eine mangelnde Nährstoffzufuhr durch das falsche Futter.

Kann es sein, dass Hauskatzen im Winter weniger essen?

Wer sich jetzt wundert, weil seine Katze im Winter ja viel weniger frisst, statt mehr, hat dennoch keinen Grund zur Sorge. Tatsächlich gibt es auch das. Der entscheidende Unterschied im Fressverhalten ergibt sich höchstwahrscheinlich daraus, ob es sich bei dem Tier um eine reine Hauskatze handelt, die nur drinnen bleibt, oder ob sie auch Freigang bekommt.

Geht die Katze raus in den Schneesturm, wird sie wahrscheinlich häufiger mit Heißhunger zurückkommen. Bleibt sie stattdessen drin, wird sie in der dunklen Jahreszeit mehr schlafen und sich weniger bewegen, was auch dazu führt, dass sie weniger Hunger bekommt. Ob die Hauskatze auch über Nacht draußen bleiben kann, hängt von ein paar Faktoren ab.

Wie viel essen Katzen im Winter?

Dafür, wie viel Futter für die Katze gesund ist, gibt es sogar eine mathematische Formel, jedoch auch Tabellen, an denen man sich orientieren kann. Entsprechend der Mengen, die man seiner Katze regulär geben würde, kann man dann die Kalorienanzahl portionsweise etwas anpassen.

Dazu rät es sich auch, das Gewicht der Katze im Blick zu behalten. Eine leichte Zunahme im Winter, die im Frühling wieder verschwindet, ist gar kein Problem. Ein Gewichtsverlust sollte jedoch beobachtet werden. Beim reinen Stubentiger kann man die Futterportion also möglicherweise etwas verkleinern. Beim Freigänger kann man getrost etwas mehr geben.

Was fressen Katzen im Winter? Was mögen Katzen im Winter?

Auch im Winter ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung für Katzen das A und O. Eine gesunde Katze, die keine außergewöhnlichen Ernährungsbedürfnisse hat, ist mit einer Kombination aus Nass- und Trockenfutter gut versorgt. Dabei ist weder das eine noch das andere Futter besser – die Mischung macht‘s.

Was die Katze gern mag, muss sie jedoch auch selbst mitentscheiden, immerhin hängt es am Ende an ihr, den Napf auch leerzuputzen. Die Inhaltsstoffe dagegen kann man als Halter im Blick behalten. Katzen brauchen tierisches Eiweiß und Fett, doch auch die Vitamine A, B, C, D, E und K und Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Zink und Jod. Was laut Tests das beste Katzenfutter ist, erfahren Sie hier. (paw)

Rubriklistenbild: © Sven-Erik Arndt/alimdi/Arterra/imageBROKER/IMAGO

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