- VonTeresa Knollschließen
Wer einen Garten hat, möchte sicher auch, dass die Pflanzen darin optimal wachsen. Welche Erde am besten geeignet ist für Blumen und Co.:
Jeder Hobbygärtner freut sich, wenn er seinen Garten zum Blühen und Gedeihen bringt. Doch Erde ist nicht gleich Erde und unterschiedliche Pflanzen haben auch andere Ansprüche an den Boden, in dem sie wachsen. Und manchmal muss man nachbessern, sodass Blumen und Co. optimal gedeihen können. Welche die beste Erde für den Garten ist und wie Sie den Boden für Ihre Pflanzen verbessern, verrät LUDWIGSHAFEN24:
Wie kann ich meine Gartenerde verbessern?
Nicht jede Pflanze fühlt sich in derselben Erde wohl. Doch wer „schlechten“ Boden hat, kann mit ein paar einfachen Tricks die Qualität verbessern. Selbst „Abfallprodukte“ können als Dünger für den Garten genutzt werden. Laut gartenjournal.net hat gute Gartenerde folgende Eigenschaften:
- Lockere, feinkrümelige und strukturstabile Qualität
- Reich an wichtigen Nährstoffen
- Tiefgründig und gut durchlässig für ungehinderten Wasserabzug
- Frisch-feucht bis mäßig-trocken, keine Staunässe
- Optimaler pH-Wert: 5,5 bis 7,5
In einer ausgewogenen Mischung aus Lehm, Ton, Sand und Humus können viele Nutz- und Zierpflanzen gedeihen. Ist die Erde zu sandig, kann sie mit Komposterde oder Rindenhumus verbessert werden. Tonerde wird mit je einem Drittel Kompost und Quarzsand aufgelockert. Staunasse Lehmerde sollte umgegraben werden, dann wird Kompost und Sand beigemischt. Liegt der pH-Wert unter 5,5 sollte Kalk zugefügt werden.
Woher bekomme ich günstige Erde für den Garten?
Am günstigsten ist, wie so oft, die selbstgemachte Variante. Den größten Teil sollte Erde aus dem Garten ausmachen. Darunter werden zu etwa gleichen Teilen Kompost und Rindenhumus gemischt. Bessere Wasserdurchlässigkeit bekommt das Gemisch durch Perlit oder Sand.
Damit Sporen abgetötet werden, können Sie den Kompost zuvor im Backofen erhitzen. Natürlich kommt es immer auf die Pflanze selbst an: Tomaten, Gemüse und Zierpflanzen mögen lockere Erde mit Kokosfasern und lehmiger Gartenerde, wie gartenjournal.net berichtet.
Was ist der Unterschied zwischen Gartenerde und Blumenerde?
Die Bestandteile von beiden Erdsorten sind ähnlich, variieren aber in der Zusammensetzung. Gartenerde wird zur Freilandpflanzung verwendet und kann grob in folgende Arten eingeteilt werden:
- leichte, wasserdurchlässige Sandböden
- Schluff- und Lehmböden, idealer Gartenboden, enthält zu gleichen Teilen Ton, Sand und Schluff
- nährstoffreiche Tonböden, neigen zu Staunässe und werden in Trockenzeiten spröde
Daneben gibt es viele spezielle Erden für einzelne Gewächse. Blumenerde ist für Pflanzen gedacht, die weniger Platz haben und eine erhöhte Wasser- und Luftdurchlässigkeit erfordern. Blumenerde wird deswegen für Pflanzen im Balkon und im Topf oder für Beete verwendet.
Kann man Blumenerde im Garten verwenden?
Für fast alle Pflanzen kann eine mäßig gedüngte Blumenerde verwendet werden, wie gartendialog.de berichtet. Blumenerde hält sich im geschlossenen Beutel auch ein Jahr lang. Ist die Verpackung allerdings schon geöffnet und liegt die ganze Zeit im Freien, trocknet sie schnell aus.
Dann sollte die Erde nur noch für unempfindliche Pflanzen verwendet werden. Auch kann sie zur Verbesserung unter Gartenerde gemischt oder zum Mulchen verwendet werden. Wird sie für Topfpflanzen genutzt, sollte sie im Verhältnis 1:1 mit frischer Erde gemischt werden, damit sie feucht genug ist.
Was ist der Unterschied zwischen Mutterboden und Gartenerde?
Um einen Garten anzulegen, braucht es Mutterboden für die Grundlage. Trotzdem sind die beiden Erdarten nicht dasselbe. Mutterboden ist gewachsene Erde. Das heißt, dass hier Steine, Samen und kleine Tiere enthalten sein können. Gartenerde wurde gesiebt und ist meist mit Dünger versetzt. Sie unterstützt bei Neupflanzungen, ersetzt aber nicht den Mutterboden, wie samenhaus.de erklärt.
Mutterboden ist fruchtbar und nährstoffreich. Durch ihn wird Regenwasser gefiltert, bevor es in das Grundwasser gelangt. Ist der Boden zum Beispiel durch Dünger und Pflanzenschutzmittel über die Zeit ausgelaugt, kann er durch Zusätze wieder fruchtbar gemacht werden. Dafür eignen sich Kompost oder Hornspäne, ein fast reiner Stickstoffdünger. Wie Sie günstig an fruchtbaren Mutterboden kommen, erfahren Sie hier. (resa)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Zoonar/Shotshop; Montage HEADLINE24