Einfache Hausmittel

Wespen mit Hausmittel bekämpfen – das solltest Du niemals tun

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Wespen können einem schon mal den Sommerabend verderben. Mit manchen Tricks kann man sie jedoch loswerden. Mit anderen verschwendet man seine Zeit – und Geld.

Auch der schönste Sommer kommt mit Wespen. Früher oder später schwirren die kleinen Biester beim Grillabend um einen herum. Besonders bitter: wenn sich die stechfreudigen Insekten bei einem zuhause einnisten. Dann muss man handeln, denn das ist nicht nur unangenehm, sondern kann für Mensch und Tier sogar gefährlich werden. LUDWIGSHAFEN24 berichtet, wie man Wespen loswird – und was man besser lassen sollte.

Tier(Falten-)Wespe
Artenvielfalt4000 Arten weltweit
Wespen-Arten in DeutschlandDeutsche Wespe, die Gemeine Wespe sowie die Hornisse

Was tun gegen Wespen – und was nicht: Fallen können teuer werden

Die Anwesenheit von Wespen ist fast jedem unangenehm, vom Allergiker bis selbst zum Bienenfan. Die meisten Menschen fürchten sich vor Spinnen, Haien und Schlangen, aber auch Wespen. Doch Fallen gegen die Insekten aufstellen oder anderweitig kurzen Prozess mit ihnen machen, davon ist eher abzuraten. Zum einen kann so manches „Hausmittel“ dabei nach hinten losgehen, zum anderen stehen auch Wespen unter Naturschutz.

Das heißt, man darf den Tieren keinen Schaden zufügen, sonst macht man sich strafbar, was teuer werden kann. Das hat nicht nur den Grund, dass man Tieren generell besser nichts zuleide tut, sondern Wespen sind sogar wichtig für unser Öko-System. Sie halten Schädlinge im Zaum, die ansonsten ihrerseits ganz schnell zur Plage werden könnten. Motten, Blattläuse oder auch lästige Stechmücken stehen allesamt auf der Speisekarte der Wespen.

Schlangen, Spinnen, Spitzmaus: Die 13 giftigsten Tiere Deutschlands

Giftige Spinne in Deutschland: der Ammen-Dornfinger
10: Ammen-Dornfinger. Die aus Europa stammende Spinne ist auch in Deutschland beheimatet. Ein Biss löst starke Schmerzen aus und führt selten zu Symptomen wie Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen, Fieber oder Kreislaufversagen. © Patrick Pleul/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Gelbbauchunke
Die Gelbbauchunke zeigt, wie der Name schon sagt, ihren gelben Bauch, wenn sie sich bedroht fühlt. Ihr Gift kann unsere Schleimhäute reizen, gilt aber nicht als extrem gefährlich.  © Jochen Lübke/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: das Petermännchen
Das Petermännchen ist in Nord- und Ostsee weit verbreitet. Gefährlich: Der giftige Fisch gräbt sich gerne unter Wasser im Sand ein. Wer darauf tritt, könnte bald von Schmerzen, Schwellungen und sogar Lähmungen betroffen sein.  © Wolfgang Runge/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Spitzmaus
Auch dieser harmlos aussehende Insektenfresser findet sich in der Liste der giftigsten Tiere Deutschlands wieder. Der Speichel der Spitzmaus ist zwar nur für ihre kleine Beute giftig – doch ihr Biss kann das tödliche Borna-Virus auf Menschen übertragen. © Frank Rumpenhorst/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Kreuzotter
In Deutschland gibt es nur sehr wenige Giftschlangen-Arten – eine davon ist die Kreuzotter, deren Gift für Kinder, Kranke und Senioren lebensgefährlich sein kann.  © Sammer/dpa
Gifttiere in Deutschland: die Aspisviper
Die Aspisviper kommt in Deutschland wesentlich seltener vor als die Kreuzotter. Die Schlange setzt bei ihrem Biss etwas weniger Gift ab, die Symptome sind jedoch ähnlich.  © Roland Weihrauch/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: der Schwarzblaue Ölkäfer
So hübsch der Schwarzblaue Ölkäfer auch aussieht – das mittlerweile gefährdete Insekt sollte man nicht anfassen. In Bedrohungslagen versprüht der Käfer ein Gift, das die Schleimhaut reizen kann.  © Frank Hecker/Senckenberg/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: der Eichenprozessionsspinner
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sollten auf keinen Fall berührt werden. Ihre giftigen Härchen können viele Symptome auslösen – darunter Asthma, Ausschläge, Fieber und Schwindel.  © Soeren Stache/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: der Feuersalamander i
Der Feuersalamander sieht mit seiner grellen Farbe schon aus wie ein lebendiges Warnsignal. Sein giftiges Hautsekret löst bei Menschen leichtes Hautbrennen aus – doch wenn das Gift ins Maul eines Hundes gelangt, kann das tödlich enden.  © Boris Roessler/dpa
Giftige Tiere in Deutschland: die Gelbe Haarqualle/Feuerqualle
Die Gelbe Haarqualle ist besser bekannt als Feuerqualle. Sie kommt in Nord- und Ostsee vor. Ihr Gift kann bei Berührung nicht nur Hautausschläge sondern auch Fieber und Atemnot auslösen. © Angelika Warmuth/dpa/Symbolfoto
Spinnennetz Symbolfoto
Die Wasserspinne ist die einzige Spinnen-Art, die unter Wasser lebt. Gruselig: Sie lebt in einer Luftblase, mit der sie sich mit Sauerstoff versorgt. Ihr Biss ist für den Menschen jedoch nur wenig giftig – ähnlich wie ein Wespenstich.  © Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolfoto
Über seine Haut sondert der Froschlurch ein Gift ab, um sich vor Fressfeinden zu schützen. An sich ist dieses Gift für den Menschen ungefährlich, es sollte aber auf keinen Fall in die Augen gelangen.
Über seine Haut sondert der Froschlurch ein Gift ab, um sich vor Fressfeinden zu schützen. An sich ist dieses Gift für den Menschen ungefährlich, es sollte aber auf keinen Fall in die Augen gelangen. © IMAGO/imageBROKER/GoMaierhofer
Der Lebensraum der Gartenkreuzspinne sind meist Waldwege und Waldränder.
Ihren Lebensraum hat die Gartenkreuzspinne meist auf Waldwegen und Waldrändern. Ihre Giftklauen befinden sich vorne am Kopf, diese sind jedoch so kurz, dass sie kaum durch die menschliche Haut dringen. Ihr Gift ist für den Menschen nicht tödlich. Ihr Biss fühlt sich wie ein Mückenstich. © IMAGO/imageBROKER/Jürgen Kosten

Wespen mit Hausmittel bekämpfen – Basilikum und Knoblauch

Um zu verhindern, dass die Wespen einem beim Grillabend um das Steak schwirren, kann schon Wasser in der Sprühflasche ausreichend sein. Besprüht man die Insekten damit, denken sie, dass es regnet und suchen Schutz in ihrem Nest. Allerdings kann dieses Hausmittel je nach Wespenandrang und -aggressivität schon auch mal versagen.

Stattdessen kann man die Wespen auch versuchen, mit Zutaten, die sich ohnehin gut am Essenstisch machen, zu vertreiben: Frischer Basilikum und geschnittener Knoblauch schrecken die gelb gestreiften Kostverächter mit ihrem Duft ab.

Wespen mit Hausmittel fernhalten – mit Zitronen und Pfefferminze

Auch säurehaltige Früchte wie Zitronen und Orangen können Wespen wohl nicht ab. Darum kann es schon reichen, eine aufgeschnittene Zitrone oder Orange auf den Tisch zu legen. Für einen noch größeren Effekt am besten noch Duft-Nelken dazu legen. Auch diese sind ein echter Wespen-Schreck.

Zu weiteren Gerüchen, die Wespen furchtbar finden, gehören die ätherischen Öle von Pfefferminze, Lavendel oder auch Teebaumöl.

Was nicht gegen Wespen hilft – Mythen in der Bekämpfung

Die Effektivität mancher anderer Tricks ist eher fraglich. Rauch mögen Wespen zwar nicht – finden sie einen Weg außen herum, gehen sie aber trotzdem ungehindert an die Nahrungsquelle, die sie ausfindig gemacht haben. Das beweist jedes Grillfest mit ungeladenen Wespengästen. Auch Wespennest-Attrappen sollen die Tiere fernhalten. Dafür soll es angeblich schon reichen, eine Papiertüte aufzuhängen.

Die soll aussehen, wie ein Nest anderer Wespen, die mögliche Neuankömmlinge dann abschrecken. Nicht immer lassen sich andere Wespen allerdings dadurch beeindrucken. Die Wirkung von Kupfermünzen auf Wespen ist ebenfalls unbestätigt. Und auch auf bunte Kleidung zu verzichten ist sinnlos. Schließlich ist den Wespen auch egal, welche Farben und Muster man trägt. Sie lassen sich nur vom Geruch anlocken.

Wespennest entdeckt – das sollte man auf keinen Fall tun

Hat man ganz großes Pech, bauen sich die Wespen ein Nest direkt da, wo wir eigentlich wohnen. Beliebte Orte sind dafür unter anderem dunkle Hohlräume auf Dachböden, in Schuppen oder auch gerne mal im Rollladenkasten. Diese Nester sollte man auf keinen Fall versuchen, selbst zu entfernen.

Nicht nur, dass die Tiere unter Naturschutz stehen. Werden die Tiere aggressiv, kann es gefährlich werden. Darum sollte man lieber nur Experten die Nester entfernen lassen. Doch auch das geht nicht so ohne Weiteres.

Wespennest richtig entfernen

Stattdessen muss man einen Antrag bei der zuständigen Naturschutzbehörde stellen. Dabei reicht nicht aus, wenn man sich durch die Wespen nur gestört fühlt. Damit ein Grund vorliegt, das Nest zu entfernen, müssen Menschen oder Tiere bedroht sein, zum Beispiel, wenn sich Kinder oder Allergiker in der Nähe aufhalten.

Liegt ein triftiger Grund vor, dann wird das Nest in der Regel umgesiedelt. Das nimmt dann entweder ein Imker mit einer speziellen Ausbildung zum Umgang mit Wespennestern, die Schädlingsbekämpfung oder in akuten Fällen auch die Feuerwehr vor.

Wespennest entdeckt – so verhält man sich richtig

Gibt es keine Möglichkeit, das Nest umzusiedeln, besteht zunächst kein Grund zur Panik. Richtig aktiv werden die meisten Wespen erst im Spätsommer. Im Herbst sterben die Tiere dann schon wieder und die Königin verlässt das Nest, um im nächsten Jahr einen neuen Nistplatz zu suchen.

In der Nähe von Wespennestern ist angesagt: Abstand halten und langsam bewegen, um die Tiere nicht zu reizen. Darüber hinaus kann man Wespen mit Fliegengittern draußen halten. Lebensmittel sollte man im Freien abdecken und Reste schnell wegräumen. Wird man einmal von der Wespe gestochen, sollte man aus diesem Grund sofort die Flucht ergreifen. (paw)

Rubriklistenbild: © alimdi/IMAGO

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