- VonPauline Wyderkaschließen
Wespen können einem schon mal den Sommerabend verderben. Mit manchen Tricks kann man sie jedoch loswerden. Mit anderen verschwendet man seine Zeit – und Geld.
Auch der schönste Sommer kommt mit Wespen. Früher oder später schwirren die kleinen Biester beim Grillabend um einen herum. Besonders bitter: wenn sich die stechfreudigen Insekten bei einem zuhause einnisten. Dann muss man handeln, denn das ist nicht nur unangenehm, sondern kann für Mensch und Tier sogar gefährlich werden. LUDWIGSHAFEN24 berichtet, wie man Wespen loswird – und was man besser lassen sollte.
| Tier | (Falten-)Wespe |
| Artenvielfalt | 4000 Arten weltweit |
| Wespen-Arten in Deutschland | Deutsche Wespe, die Gemeine Wespe sowie die Hornisse |
Was tun gegen Wespen – und was nicht: Fallen können teuer werden
Die Anwesenheit von Wespen ist fast jedem unangenehm, vom Allergiker bis selbst zum Bienenfan. Die meisten Menschen fürchten sich vor Spinnen, Haien und Schlangen, aber auch Wespen. Doch Fallen gegen die Insekten aufstellen oder anderweitig kurzen Prozess mit ihnen machen, davon ist eher abzuraten. Zum einen kann so manches „Hausmittel“ dabei nach hinten losgehen, zum anderen stehen auch Wespen unter Naturschutz.
Das heißt, man darf den Tieren keinen Schaden zufügen, sonst macht man sich strafbar, was teuer werden kann. Das hat nicht nur den Grund, dass man Tieren generell besser nichts zuleide tut, sondern Wespen sind sogar wichtig für unser Öko-System. Sie halten Schädlinge im Zaum, die ansonsten ihrerseits ganz schnell zur Plage werden könnten. Motten, Blattläuse oder auch lästige Stechmücken stehen allesamt auf der Speisekarte der Wespen.
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Wespen mit Hausmittel bekämpfen – Basilikum und Knoblauch
Um zu verhindern, dass die Wespen einem beim Grillabend um das Steak schwirren, kann schon Wasser in der Sprühflasche ausreichend sein. Besprüht man die Insekten damit, denken sie, dass es regnet und suchen Schutz in ihrem Nest. Allerdings kann dieses Hausmittel je nach Wespenandrang und -aggressivität schon auch mal versagen.
Stattdessen kann man die Wespen auch versuchen, mit Zutaten, die sich ohnehin gut am Essenstisch machen, zu vertreiben: Frischer Basilikum und geschnittener Knoblauch schrecken die gelb gestreiften Kostverächter mit ihrem Duft ab.
Wespen mit Hausmittel fernhalten – mit Zitronen und Pfefferminze
Auch säurehaltige Früchte wie Zitronen und Orangen können Wespen wohl nicht ab. Darum kann es schon reichen, eine aufgeschnittene Zitrone oder Orange auf den Tisch zu legen. Für einen noch größeren Effekt am besten noch Duft-Nelken dazu legen. Auch diese sind ein echter Wespen-Schreck.
Zu weiteren Gerüchen, die Wespen furchtbar finden, gehören die ätherischen Öle von Pfefferminze, Lavendel oder auch Teebaumöl.
Was nicht gegen Wespen hilft – Mythen in der Bekämpfung
Die Effektivität mancher anderer Tricks ist eher fraglich. Rauch mögen Wespen zwar nicht – finden sie einen Weg außen herum, gehen sie aber trotzdem ungehindert an die Nahrungsquelle, die sie ausfindig gemacht haben. Das beweist jedes Grillfest mit ungeladenen Wespengästen. Auch Wespennest-Attrappen sollen die Tiere fernhalten. Dafür soll es angeblich schon reichen, eine Papiertüte aufzuhängen.
Die soll aussehen, wie ein Nest anderer Wespen, die mögliche Neuankömmlinge dann abschrecken. Nicht immer lassen sich andere Wespen allerdings dadurch beeindrucken. Die Wirkung von Kupfermünzen auf Wespen ist ebenfalls unbestätigt. Und auch auf bunte Kleidung zu verzichten ist sinnlos. Schließlich ist den Wespen auch egal, welche Farben und Muster man trägt. Sie lassen sich nur vom Geruch anlocken.
Wespennest entdeckt – das sollte man auf keinen Fall tun
Hat man ganz großes Pech, bauen sich die Wespen ein Nest direkt da, wo wir eigentlich wohnen. Beliebte Orte sind dafür unter anderem dunkle Hohlräume auf Dachböden, in Schuppen oder auch gerne mal im Rollladenkasten. Diese Nester sollte man auf keinen Fall versuchen, selbst zu entfernen.
Nicht nur, dass die Tiere unter Naturschutz stehen. Werden die Tiere aggressiv, kann es gefährlich werden. Darum sollte man lieber nur Experten die Nester entfernen lassen. Doch auch das geht nicht so ohne Weiteres.
Wespennest richtig entfernen
Stattdessen muss man einen Antrag bei der zuständigen Naturschutzbehörde stellen. Dabei reicht nicht aus, wenn man sich durch die Wespen nur gestört fühlt. Damit ein Grund vorliegt, das Nest zu entfernen, müssen Menschen oder Tiere bedroht sein, zum Beispiel, wenn sich Kinder oder Allergiker in der Nähe aufhalten.
Liegt ein triftiger Grund vor, dann wird das Nest in der Regel umgesiedelt. Das nimmt dann entweder ein Imker mit einer speziellen Ausbildung zum Umgang mit Wespennestern, die Schädlingsbekämpfung oder in akuten Fällen auch die Feuerwehr vor.
Wespennest entdeckt – so verhält man sich richtig
Gibt es keine Möglichkeit, das Nest umzusiedeln, besteht zunächst kein Grund zur Panik. Richtig aktiv werden die meisten Wespen erst im Spätsommer. Im Herbst sterben die Tiere dann schon wieder und die Königin verlässt das Nest, um im nächsten Jahr einen neuen Nistplatz zu suchen.
In der Nähe von Wespennestern ist angesagt: Abstand halten und langsam bewegen, um die Tiere nicht zu reizen. Darüber hinaus kann man Wespen mit Fliegengittern draußen halten. Lebensmittel sollte man im Freien abdecken und Reste schnell wegräumen. Wird man einmal von der Wespe gestochen, sollte man aus diesem Grund sofort die Flucht ergreifen. (paw)
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