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Flüssiges Waschmittel oder Pulver – wo liegt eigentlich der entscheidende Unterschied? 

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Flüssigwaschmittel und Waschpulver haben sowohl ihre Vor- als auch Nachteile. Wir zeigen die wichtigsten Unterschiede.

Die Entscheidung zwischen flüssigem Waschmittel und Waschpulver kann verwirrend sein. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, und es ist wichtig, die Unterschiede zu kennen, um die beste Wahl für Ihre Bedürfnisse zu treffen.

Vorteile von Waschpulver

Zu den Waschpulvern zählen nicht nur die pulverförmigen Varianten, sondern auch andere feste Waschmittel wie Tabs und Perlen. Waschpulver hat den Vorteil, dass es länger haltbar ist als flüssiges Waschmittel. Zudem enthalten Vollwaschmittel Bleichmittel, welches das Vergrauen weißer Wäsche verhindert sowie Flecken bleicht. Diese werden besonders bei hohen Temperaturen ab 60 Grad aktiv, was die Reinigung von stark verschmutzter Wäsche oder das Entfernen von Flecken erleichtert. Zudem enthält es keinerlei Konservierungsstoffe, was gerade für Menschen mit empfindlicher Haut von Vorteil ist.

Pulver-Waschmittel hat einige Vorteile gegenüber der flüssigen Variante.

Nachteile von Waschpulver

Ein Nachteil von Waschpulver ist, dass es manchmal weiße Rückstände auf dunkler Kleidung hinterlassen kann, besonders bei niedrigeren Waschtemperaturen. Hier hilft oft eine niedrigere Dosierung.

Woraus besteht Waschpulver?

Waschpulver setzt sich unter anderem aus folgenden chemischen Inhaltsstoffen zusammen:

Tenside zum Lösen von Fett und Schmutzpartikeln
Bleichmittel (in Voll- und Universalwaschmitteln) zum Entfernen von Flecken und Verfärbungen
Enzyme zur Fleckenentfernung
Builders / Gerüststoffe zur Verbesserung der Wirksamkeit des Waschmittels
Polymere zur Verhinderung von Schmutzrückständen
Duftstoffe zur Geruchsneutralisierung
Farbstoffe zur optischen Verbesserung
Phosphate (in einigen Waschpulvern) zur Wasserenthärtung

Es ist wichtig zu beachten, dass einige Waschmittel auch andere Inhaltsstoffe enthalten können und dass die genaue Zusammensetzung je nach Marke und Produkt unterschiedlich sein kann.

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Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus. © Fotostand/Imago
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.  © Michael Bihlmayer/Imago
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie. © CHROMORANGE/Imago
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen. © Westend61/Imago
Ein Mann nimmt Wäsche aus der Waschmaschine heraus.
Das Kurzwaschprogramm der Waschmaschine verbraucht nicht weniger, sondern sogar mehr Strom als ein normaler Waschgang. Schließlich muss mehr Energie aufgebracht werden, um in kürzerer Zeit auf das Waschergebnis zu kommen.  © Shotshop/Imago
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.  © YAY Images/Imago
Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert.
Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert. © Michael Gstettenbauer/Imago
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen.
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen. © CHROMORANGE/Imago
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist.
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist. © Gottfried Czepluch/Imago
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen.
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen. © MiS/Imago
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen.
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen. © Michael Bihlmayer/Imago

Vorteile von flüssigem Waschmittel

Flüssiges Waschmittel wird im Handel entweder in Flaschen angeboten, oder inzwischen häufig auch als Caps oder Discs. Es hat den Vorteil, dass es sich schnell im Wasser auflöst und keine Rückstände auf der Kleidung hinterlässt. Da es keine Bleichmittel enthält, ist es auch schonender für die Kleidung und kann bei niedrigeren Temperaturen verwendet werden, was Energie spart und die Umwelt schont.

Nachteile von flüssigem Waschmittel

Ein Nachteil von flüssigem Waschmittel ist, dass es schneller verderben kann als Waschpulver und muss daher schneller aufgebraucht werden. Um die Haltbarkeit zu steigern, sind zudem Konservierungsstoffe enthalten, welche bei Allergikern Hautirritationen hervorrufen kann. Flüssiges Waschmittel ist auch möglicherweise nicht so effektiv wie Waschpulver bei der Entfernung von starken Flecken, da hier keine Bleichmittel zugesetzt werden können.

Worin unterscheiden sich die Inhaltsstoffe von flüssigem und Pulver-Waschmittel?

Flüssig-Waschmittel enthält im Gegensatz zu Waschpulver keine Bleichmittel, dafür aber mehr Tenside zum Lösen von Fett und Schmutz. Zudem sind in flüssigem Waschmittel Konservierungsstoffe enthalten, welche in pulverförmigem Waschmittel nicht benötig werden.

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Welches Waschmittel besser ist, hängt von den eigenen Bedürfnissen ab

Beide Arten von Waschmitteln haben ihre Vor- und Nachteile, und die Wahl hängt von Ihren spezifischen Bedürfnissen ab. Wenn Sie Kleidung bei höheren Temperaturen waschen müssen oder starke Flecken entfernen müssen, ist Waschpulver möglicherweise die bessere Wahl. Wenn Sie jedoch empfindliche Haut haben, beim Waschen Energie sparen möchten oder Kleidung bei niedrigeren Temperaturen waschen, ist flüssiges Waschmittel möglicherweise besser.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass jede Marke von Waschmittel unterschiedliche Inhaltsstoffe und Eigenschaften aufweisen kann, die sich auf die Leistung auswirken können. Es lohnt sich, verschiedene Marken auszuprobieren und zu sehen, welche am besten für Ihre Bedürfnisse geeignet ist.

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Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Andrea Stettner sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Joko/Imago

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