Beliebte Zimmerpflanze

Orchideen düngen: Im Winter ist weniger mehr

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Als Zimmerpflanze sind Orchideen sehr beliebt. Da die meisten Orchideen in den Wintermonaten blühen, ist es wichtig, richtig zu düngen.

Wer weiß, wie er mit seinen Orchideen umzugehen hat, der kann mehrere Jahre von den besonderen Pflanzen profitieren und sich immer wieder an deren Blüte erfreuen. Denn Orchideen gelten zwar als etwas empfindlichere Zimmerpflanzen, mit der richtigen Pflege können sie aber zu absoluten Lieblingen in der Wohnung werden. Besonders beim Düngen und Gießen sind daher ein paar Dinge zu beachten.

Bei zu viel Wasser streikt die Pflanze

Orchideen sollten im Winter besser wenig gedüngt werden.

Ähnlich wie bei anderen Zimmerpflanzen, die ihre Heimat im Regenwald haben, brauchen Orchideen zwar regelmäßig, aber nicht übermäßig viel Wasser. Es reicht aus, wenn Sie die Pflanze einmal pro Woche aus ihrem Übertopf herausnehmen und in ein Wasserbad stellen. Kalkreiches Wasser vertragen Orchideen schlecht, weswegen es sich lohnt, das Leitungswasser abzukochen und eine Weile stehenzulassen. So sinkt der Kalk nach unten ab. Besonders gut eignet sich auch aufgefangenes Regenwasser zum Gießen.

Dünger brauchen Orchideen nur von Zeit zu Zeit

Damit Ihre Orchideen mit den richtigen Nährstoffen versorgt sind, sollten Sie das Gießen von Zeit zu Zeit mit dem Düngen verbinden. Dafür geben Sie laut kraut&rüben herkömmlichen Pflanzendünger ins Wasser hinzu, beachten dabei allerdings das Mischverhältnis von 1:10. Sonst besteht die Gefahr, dass die Pflanze unter der großen Nährstoffmenge eingeht.

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Trockenhefe kann ebenfalls helfen

Wer keinen gekauften Dünger nutzen möchte, kann sich auch selbst welchen zusammenmischen. Dafür brauchen Sie laut utopia nur ein Päckchen Trockenhefe. Geben Sie die Trockenhefe in eine große Schüssel und übergießen Sie die Hefe mit 100 Millilitern heißem Wasser. Danach müssen noch zwei weitere Liter Wasser, dieses Mal aber kalte, in die Schüssel hinein. Alles gründlich umrühren und vollständig abkühlen lassen. In dieses angereicherte Wasser stellen Sie dann die Orchideen, damit sie Wasser aufnehmen können.

Aber Vorsicht: Mit Hefe lassen sich nur terrestrische Orchideenarten düngen. Terrestrische Orchideen wachsen im Boden und nicht zum Beispiel auf Ästen. Dazu gehören laut der Deutschen Orchideen-Gesellschaft zum Beispiel:

  • Phalaenopsis (Gattung, umfasst 70 Arten)
  • Vanda-Orchideen (Gattung, umfasst etwa 50 Arten)
  • Cambria-Orchideen (große Gruppe gattungsübergreifender Zuchtorchideen)

In der Regel zählen die meisten Orchideen, die sich als Zimmerpflanzen halten lassen, zu den terrestrischen Arten.

Zimmerpflanzen für den Schatten: Die 10 schönsten

Nahaufnahme von einem Gummibaum samt Blüte.
Hat ein Gummibaum buntes Laub, benötigt er weniger Licht als ein grüner Gummibaum. © Imago
Ein Mann hält einen Bogenhanf in einem Stofftopf.
Bogenhanf bevorzugt weniger helle Plätze in der Wohnung. © Eva Blanco/Imago
Nahaufnahme von einem Schwertfarn.
Der perfekte Standort für Farne sind Nordfenster.  © Mint Images/Imago
Eine Grünlilie vor einer Holzwand.
Zu viel Sonne führt bei der Grünlilie zu verbrannten Blättern. © Teresinagoia/Imago
Eine Calathea „Goldstar“ in einer Wohnung.
Direkte Sonneneinstrahlung führt bei der Calathea zu Verbennungen.  © GWI/Floramedia/Imago
Eine Monstera vor einem dunklen Vorhang.
Das Fensterblatt (Monstera) benötigt nur mindestens 500 Lux. © Julie Berthelemy/Imago
Das Blatt einer weißen Friedenslilie.
Die Friedenslilie (Spathiphyllum) braucht relativ viel Wasser und dafür nur wenig Sonne. © CSP_iperl/Imago
Verschiedene Kakteen auf einem Tablett.
Die Kakteensorten Mammillaria oder Cephalocereus können auch mit wenig Licht zurechtkommen. Anders sieht es bei den meisten anderen Kakteen aus: Sie brauchen mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung. © Nalinratana Phiyanalinmat/Imago
Nahaufnahme eines Bubikopfes.
Direkte Sonne mag der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) nicht. Auch auf zu viel Wärme reagiert das hübsche Gewächs empfindlich. © Pablo Galán Cela/Imago
Ein Drachenbaum vor einer weißen Wand.
Drachenbäume sind der Klassiker unter den Zimmerpflanzen, da sie mit wenig Wasser und relativ wenig Licht auskommen. Ganz dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. Praktisch: Drachenbäume reinigen die Luft. © McPhoto/Imago

Am besten düngen Sie bei jedem dritten Gießbad. Wichtig ist, dass Sie das nur im Frühjahr und im Herbst machen. Im Winter braucht die Pflanze keinen Extra-Dünger. In der kalten Jahreszeit haben Sie also weniger Arbeit mit der Zimmerpflanze.

Rubriklistenbild: © Panthertubi/Imago

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