VonVivian Wergschließen
Bei Weihnachtsfeiern sind saure Naschereien beliebte Süßigkeiten-Knaller. Jetzt sind ausgerechnet kleine, mit Brause gefüllten Oblaten vom Rückruf betroffen.
Kassel – Fast jeder nascht ab und an gerne Süßigkeiten – egal, wie viel Zucker sie enthalten. Wie das Portal Deutschland Test berichtet, gaben in einer Verbraucherbefragung aus dem Jahr 2020 31 Prozent der Befragten an, eher „süße Snacker zu sein“. Daher werden gerade bei Weihnachtsfeiern süße Naschereien gerne angeboten. In deutschen Supermarktregalen wie Rewe und Edeka sowie Discountern wie Aldi und Lidl ist die Vielfalt an Schokolade, Gummibärchen und Co. nahezu grenzenlos. Doch bei einer Sorte ist jetzt besondere Vorsicht geboten.
Wie das Portal produktwarnung.eu informiert, können bei einem Süßwarenartikel des Herstellers Frisia harte Kunststoffstücke enthalten sein. Von dem Verzehr des betroffenen Artikels wird dringend abgeraten.
Süßigkeiten-Rückruf: Das Produkt gab es in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu kaufen
Seit 1899 sind bei dem Hersteller Süßigkeiten Programm. Zu den Klassikern gehören die beliebten Brause-Ufos: buntes Esspapier in Ufo-Form mit Brause gefüllt. Die Süßigkeit hat Kultstatus und ruft häufig noch den Geschmack der eigenen Kindheit wach. Und gerade diese Retro-Süßigkeit ist derzeit vom Rückruf betroffen.
Wie Astra Sweets NV in einer Pressemitteilung mitteilt, werden die betroffenen Frisia Süßwarenartikel in der 375 Gramm Box mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 03/2025 via Norma in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aufgrund von Kunststoffstücken zurückgerufen. Nach eigenen Angaben werden Kunden gebeten, das Produkt nicht zu verzehren. Ein Tiefkühlpizzahersteller rief sogar vorsorglich sein Produkt zurück und warnte vor dem Verzehr – die Pizza könnte Draht enthalten.
Hersteller startet Rückruf: Der Verzehr der Süßigkeit kann zu inneren Verletzungen führen
Metallische Fremdkörper, Glasscherben oder Glassplitter, Holz- und Kunststoffsplitter können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen. Bei Aldi wurde im Februar ein Gratin-Käse wegen Kunststofffremdkörper zurückgerufen. Auch beliebte Veggie-Produkte mussten in der Vergangenheit wegen schwarzer Kunststofffremdkörper aus den Rewe-Regalen und anderen Vertriebsstellen genommen werden.
Verbraucher haben nach Angaben der Verbraucherzentrale grundsätzlich das Recht auf einwandfreie Produkte. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass Lebensmittel zurückgerufen werden müssen, die bereits in Supermarkt-Regalen waren. Die Gründe für einen Rückruf sind vielfältig. Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind Verunreinigungen, Fremdkörper im Produkt, fehlerhafte Kennzeichnung oder Überschreitung gesetzlicher Grenzwerte häufige Rückrufgründe.
Rückruf für Süßigkeit: Dieser Artikel ist vom Rückruf betroffen
Die genauen Eckdaten zu dem vom Rückruf betroffenen Produkt nochmals im Überblick:
| Hersteller | Frisia |
|---|---|
| Produkt | Frisia Ufonauten |
| Verpackungseinheit | 375 g – transparente Plastikdose |
| Verkaufszeitraum | 28.09.2023 bis 15.12.2023 |
| Betroffenes MHD | 03/2025 |
| Los-Kennzeichnung | LT23254P |
| Betroffene Bundesländer | Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz |
Die betroffene Süßigkeit kann auch ohne Kassenbon in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet. Vor kurzem musste ein beliebter Smoothie-Hersteller einen bundesweiten Rückruf starten, da der Verzehr einer Sonder-Edition für manche Menschen gesundheitsgefährdend sein könnte. (Vivian Werg)
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