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Klein, lästig und vor allem eins: gefräßig. Schnecken haben nicht den besten Ruf. Doch das Töten spezieller Arten kann Sie bis zu 65.000 Euro Bußgeld kosten.
Schnecken gehören wohl nicht gerade zu den beliebtesten Tieren im Garten. Das liegt aber nicht nur an ihrem wenig einladenden Äußeren, sondern vielmehr an der Tatsache, dass viele dieser Weichtiere Schaden anrichten. Deshalb werden Sie mit bestimmten Pflanzen vertrieben oder noch rabiater, getötet. Doch das kann teure Konsequenzen haben.
Schnecke ist nicht gleich Schnecke
Sie tummeln sich da, wo es wächst und gedeiht: Im Beet, auf Wegen, aber auch dort, wo Wildkräuter und Triebe liegen, denn sie mögen leckere Pflanzenkost, sowohl frisch als auch verwelkt.
Während die meisten Nacktschnecken im Garten böse beäugt werden, da sie tatsächlich Schaden anrichten und sich von gesunden Salaten und Gemüsesorten ernähren, können Gärtnerinnen und Gärtner Gehäuseschnecken etwas entspannter entgegenblicken. Sie fressen unter anderem Eier von Nacktschnecken auf.
Zu den Gehäuseschnecken zählen etwa Hain-Bänderschnecke, Glanzschnecken und Weinbergschnecken. Auch, wenn letztere in Frankreich oder Italien als Delikatesse gelten, hierzulande stehen die Weichtiere unter Naturschutz. Schnecken mit Haus sind wie die meisten Schnegelarten sogar nützlich. Bänder- und Weinbergschnecken ernähren sich nämlich überwiegend von weichen, welken Pflanzenteilen, Moosen, Pilzen und Algen.
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Wie Ökotest berichtet, ist das Töten von Weinbergschnecken eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 65.000 Euro geahndet wird.
Schnecken töten: Das müssen Sie wissen
- In den meisten deutschen Bundesländern sind bis zu 50.000 Euro fällig, wenn Sie eine Schnecke töten, die unter Artenschutz steht.
- In Brandenburg können Sie sogar bis zu 65.000 Euro zahlen, während es in Rheinland-Pfalz und dem Saarland nur zwischen 5 und 10.000 Euro sind.
In Deutschland steht laut Bußgeldkatalog.de auch die Nordische Purpurschnecke unter Naturschutz. Wenn Sie eine solche Schnecke töten, kann ebenfalls ein Bußgeld drohen. Auch bei Insekten wie Wespen sollten Sie vorsichtig sein, denn auch das kann teuer werden.
Rubriklistenbild: © M. Wuchenauer/Imago

