VonJuliane Reyleschließen
Ein „Batterie-Regen“ kann auch Deutschland treffen. Doch wer bezahlt eigentlich, wenn es durch Weltraumschrott zu Schäden am Auto kommt?
Ein Batterieblock der ISS stürzte vor wenigen Tagen in Richtung Erde. Auch Deutschland und Baden-Württemberg hätten von herabfallendem Weltraumschrott getroffen werden können. Doch was passiert eigentlich, wenn das Auto beschädigt wird? Wer zahlt den Schaden? echo24.de berichtet, wer für Schäden durch Weltraumschrott haftet, was die Versicherung im Fall eines Meteoriteneinschlags leistet und ob das Auto in die Garage gefahren werden sollte.
Weltraumschrott beschädigt Auto: Haftung und Versicherung ist geregelt
Das Land, das den Satelliten ins All gebracht hat, haftet auch für verursachte Schäden. So regelt der Weltraumvertrag der vereinten Nationen das Problem. Im aktuellen Fall, vom 8. März 2024, wären die USA verantwortlich (NASA), wie „ntv“ erklärt. Denn der herabstürzende Batterieblock ist amerikanischer Besitz. Nicht nur Schaden am Auto, auch Personenschäden sind mit der Haftung abgedeckt. Das Haftungsübereinkommen wurde 1967 festgelegt.
Das bestätigte auch Dr. Holger Krag, Experte für Weltraumschrott bei der ESA im Gespräch mit „Bild“: „Falls auf der Erde ein Schaden entstehen sollte, haftet immer der sogenannte Startstaat, das heißt, das Land, das etwa einen Satelliten ins All gebracht hat.“
Herrenloser Schrott oder Meteorit beschädigt Auto – zahlt die Versicherung?
Anders sieht es aus, wenn Weltraumschrott nicht zugeordnet werden kann oder ein Asteroid oder Meteorit auf die Erde fällt. Bei einem Meteoriteneinschlag ist der Versicherungsschutz gewährleistet, wie „HNA“ schreibt. Allerdings zahlt nur eine Vollkaskoversicherung alle Schäden am Fahrzeug. Die Teilkaskoversicherung kommt nur für Glasschäden auf, wie „ntv“ schreibt. Wer keine Versicherung hat, bleibt wohl auf dem Schaden sitzen. Doch es gilt zu beachten: Bei Sturm, Hagel oder Hochwasser – diese Auto-Schäden zahlt die Versicherung nicht.
Rubriklistenbild: © Collage: echo24.de, Fotos: IMAGO/ Zoonar, dpa/ NASA
