Laut Öko-Test

Frei von Uran, Chrom oder Arsen: Welches Wasser hat die wenigsten Schadstoffe?

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Für Mineralwasser gibt es ganz klare Vorgaben. Doch nicht jede Marke schafft es, sich daran zuhalten. Vor allem Schadstoffe sind ein Problem. Was im kühlen Nass drin sein kann:

Wer zu einem Mineralwasser greift, hat klare Voraussetzungen. Es muss nicht nur erfrischend sein, sondern auch noch gut „schmecken“ – sofern das bei einem geschmacklosen Wasser überhaupt möglich ist. Und während mancher auf die volle Dröhnung Kohlensäure steht, mögen andere es ganz ohne den Zusatz. Besonders wichtig, auch wenn die meisten daran wohl nicht wirklich denken, ist das Fehlen von bedenklichen Stoffen. HEIDELBERG24 berichtet, was im Wasser alles drin sein könnte.

Wann man von einem Mineralwasser spricht – und welche schädlichen Stoffe es enthalten kann

„Natürliches Mineralwasser stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Es wird aus einer oder mehreren natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen. Es ist von ursprünglicher Reinheit. Der Gehalt an Mineralien, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen kennzeichnet ein bestimmtes Mineralwasser“, heißt es auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Was ein Mineralwasser alles vorweisen muss, um als solches genannt werden zu dürfen, findet man übrigens in der EU-Richtlinie 2009/54/EG. Dort ist auch geregelt, dass die Zusammensetzung, die Temperaturen sowie andere wesentliche Merkmale im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant bleiben müssen. Dabei gibt es zahlreiche Grenzwerte, die ein Mineralwasser nicht überschreiten darf:

BestandteilHöchstgehalt in Milligramm pro Liter
Antimon0,0050 mg/l
Arsen0,010 mg/l (insgesamt)
Barium1,0 mg/l
Blei0,010 mg/l
Borat30 mg/l
Chrom0,050 mg/l
Fluorid5,0 mg/l
Kadmium0,003 mg/l
Kupfer1,0 mg/l
Mangan0,50 mg/l
Nickel0,020 mg/l
Nitrat50 mg/l
Nitrit0,1 mg/l
Quecksilber0,0010 mg/l
Selen0,010 mg/l
Zyanid0,070 mg/l

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Öko-Test hat Mineralwasser unter die Lupe genommen – und schädliche Inhalte gefunden

Sogar das radioaktive Schwermetall Uran kann manchmal in Mineralwasser vorkommen. Sofern ein Wert von zwei Mikrogramm pro Liter aber nicht überschritten wird, ist das kühle Nass laut Mineral- und Tafelwasserverordnung problemlos trinkbar. Viele Leute stellen sich übrigens die Frage, ob Mineralwasser oder Leitungswasser gesünder ist.

Wie Öko-Test bei einem großangelegten Mineralwasser-Test gezeigt hat, sind die meisten Wasser-Marken in Deutschland frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Es gibt jedoch Wasser, die deswegen schlechter abschneiden. So wie „Genuss Plus Natürliches Mineralwasser Medium“, „Teinacher Medium“, „Extaler Mineralquelle Medium“, „Nassauer Land Medium Emstaler“ oder „Berg Quellen Medium“, die erhöhte Mengen des krebserregenden Stoffes Chrom beinhalten.

Pestizidabbauprodukte, Chrom, Nitrat und Bor in Mineralwasser

Immerhin zeigt der Test aber, dass die meisten Marken keine bedenklichen Schadstoffe beinhalten. Insgesamt 24 der 50 getesteten Mineralwasser kommen auf das Ergebnis „Sehr gut“. Nur bei 9 Produkten werden Schadstoffe wie Chrom, Nitrat oder Bor gefunden. In „Alasia Medium“, „Globus Natürliches Mineralwasser Medium“, „Justus Brunnen Medium“ sowie „Salvus Mineralwasser Medium“ werden sogar Pestizidabbauprodukte gefunden!.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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