Streit im Katzenhaushalt

Wenn Katzen plötzlich Rivalen sind: So schlichten Sie Streitigkeiten

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Kleinere Auseinandersetzungen sind unter Katzen normal. Doch sind Aggressionen an der Tagesordnung, muss etwas passieren. (Symbolbild)
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  • Sandra Barbara Furtner
    Sandra Barbara Furtner
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Wenn es im eigenen Zuhause unter Katzen zu Spannungen kommt, fühlen sich viele Menschen hilflos. Es gibt jedoch Möglichkeiten, um den Frieden wiederherzustellen.

Wenn Katzen im Haushalt plötzlich nur noch fauchen und in heftige Auseinandersetzungen geraten, fühlen sich viele Menschen hilflos und haben Angst, eine ihrer geliebten Katzen abgeben zu müssen. Ein solcher drastischer Schritt ist jedoch nur dann notwendig, wenn alle anderen Maßnahmen versagen. Vorher kann der Katzenbesitzer verschiedene Ansätze ausprobieren, um den Frieden zwischen den Tieren wiederherzustellen.

Es gibt immer noch die weitverbreitete Annahme, dass Katzen Einzelgänger sind und keine Artgenossen benötigen, um glücklich zu sein. In Ausnahmefällen mag das zutreffen. Doch die Mehrheit der Katzen ist nicht gern allein und leidet unter Einsamkeit, wenn sie keine anderen Katzen um sich hat. Katzen gleichen Geschlechts und Alters verstehen sich in der Regel besser als solche mit großem Altersunterschied. Auch sollten die Charaktere der Katzen harmonieren, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Wie viel Streit ist unter Katzen normal?

Das Zusammenleben mehrerer Katzen verläuft nicht immer reibungslos. Gelegentliches Knurren, Fauchen oder sogar Kämpfen gehört bis zu einem gewissen Grad zum normalen Verhalten und ist zunächst kein Grund zur Besorgnis. Ursachen für Konflikte können der Platz auf dem Sofa, Futterneid oder Langeweile sein. Meistens klären Katzen kleinere Auseinandersetzungen selbstständig, ohne dass der Mensch eingreifen muss.

Anders verhält es sich, wenn die Konflikte außer Kontrolle geraten. In solchen Fällen sollten die Katzen getrennt werden. Ein Klatschen in die Hände kann die Tiere kurz ablenken. Dies erleichtert es dem Katzenhalter, sicher dazwischenzugehen und die Katzen vorübergehend zu trennen, bis sich die Lage beruhigt hat.

Bei Mobbing oder aggressivem Verhalten ist Handeln erforderlich

Es besteht Handlungsbedarf, wenn die Konflikte aggressiver werden und regelmäßig auftreten oder eine Katze gemobbt wird, sich zurückzieht, ängstlich oder unsauber wird oder Verhaltensstörungen zeigt. Dies beginnt bereits, wenn eine Katze der anderen den Zugang zum Katzenklo versperrt, Durchgänge blockiert oder ihr auflauert. Gesträubtes Fell, intensives Anstarren oder der typische Katzenbuckel sind weitere Anzeichen für drohenden Streit.

Wenn eine Katze plötzlich Aggressionen gegenüber einer anderen Katze oder dem Menschen zeigt, muss die Ursache ermittelt werden. Dies ist oft schwierig, da Schmerzen oder Frust Auslöser für Aggressionen sein können. Der Katzenhalter muss der Ursache des aggressiven Verhaltens auf den Grund gehen, um den Hausfrieden wiederherzustellen.

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Die erneute Zusammenführung von Katzen kann Monate dauern

Wenn Kämpfe oder Mobbing im Katzenhaushalt überhandnehmen, müssen die Katzen räumlich getrennt und langsam wieder zusammengeführt werden. Geduld ist hierbei entscheidend, da es Wochen oder Monate dauern kann, bis die Katzen sich wieder akzeptieren. Sollte das Zusammenleben auch nach einer erneuten Zusammenführung nicht funktionieren, muss der Katzenhalter die schwierige Entscheidung treffen, für eine der Katzen ein neues Zuhause zu suchen. Dieser Schritt sollte nicht überstürzt erfolgen. In schwierigen Fällen kann es hilfreich sein, einen erfahrenen Katzenexperten hinzuzuziehen, der die Zusammenführung professionell begleitet.

Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

Tipps zur Vermeidung von Streit unter Katzen

  • Getrennt füttern: die Katzen nicht nebeneinander füttern und Futterreste wegräumen
  • Keine Ressourcenknappheit: Näpfe, Schlafplätze, Spielzeug und Katzentoiletten sollten ausreichend vorhanden sein, sodass darum kein Streit entsteht.
  • Langeweile vermeiden: Katzenfreundliche Einrichtung, feste Spielzeiten, Clickertraining und Intelligenzspiele lasten Wohnungskatzen aus und sorgen für Zufriedenheit – auch im Miteinander.
  • Ruhezonen schaffen: Jede Katze braucht eigene Rückzugsmöglichkeiten.
  • Stresslevel niedrig halten: Katzen mögen keinen Stress, deshalb gilt es, das Stresslevel im Alltag möglichst niedrig zu halten und eine Routine im Alltag zu etablieren.
  • Gleichberechtigung: Katzenhalter sollten jeder Katze gleich viel Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken.
  • Nach dem Tierarztbesuch: Die Katzen vorerst trennen, damit der fremde Geruch sich verflüchtigen kann, zusätzlich kann man die Katze, die beim Tierarzt war, mit einer Decke abreiben, die nach der gewohnten Umgebung riecht.

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