Wenn es im eigenen Zuhause unter Katzen zu Spannungen kommt, fühlen sich viele Menschen hilflos. Es gibt jedoch Möglichkeiten, um den Frieden wiederherzustellen.
Wenn Katzen im Haushalt plötzlich nur noch fauchen und in heftige Auseinandersetzungen geraten, fühlen sich viele Menschen hilflos und haben Angst, eine ihrer geliebten Katzen abgeben zu müssen. Ein solcher drastischer Schritt ist jedoch nur dann notwendig, wenn alle anderen Maßnahmen versagen. Vorher kann der Katzenbesitzer verschiedene Ansätze ausprobieren, um den Frieden zwischen den Tieren wiederherzustellen.
Es gibt immer noch die weitverbreitete Annahme, dass Katzen Einzelgänger sind und keine Artgenossen benötigen, um glücklich zu sein. In Ausnahmefällen mag das zutreffen. Doch die Mehrheit der Katzen ist nicht gern allein und leidet unter Einsamkeit, wenn sie keine anderen Katzen um sich hat. Katzen gleichen Geschlechts und Alters verstehen sich in der Regel besser als solche mit großem Altersunterschied. Auch sollten die Charaktere der Katzen harmonieren, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.
Wie viel Streit ist unter Katzen normal?
Das Zusammenleben mehrerer Katzen verläuft nicht immer reibungslos. Gelegentliches Knurren, Fauchen oder sogar Kämpfen gehört bis zu einem gewissen Grad zum normalen Verhalten und ist zunächst kein Grund zur Besorgnis. Ursachen für Konflikte können der Platz auf dem Sofa, Futterneid oder Langeweile sein. Meistens klären Katzen kleinere Auseinandersetzungen selbstständig, ohne dass der Mensch eingreifen muss.
Anders verhält es sich, wenn die Konflikte außer Kontrolle geraten. In solchen Fällen sollten die Katzen getrennt werden. Ein Klatschen in die Hände kann die Tiere kurz ablenken. Dies erleichtert es dem Katzenhalter, sicher dazwischenzugehen und die Katzen vorübergehend zu trennen, bis sich die Lage beruhigt hat.
Bei Mobbing oder aggressivem Verhalten ist Handeln erforderlich
Es besteht Handlungsbedarf, wenn die Konflikte aggressiver werden und regelmäßig auftreten oder eine Katze gemobbt wird, sich zurückzieht, ängstlich oder unsauber wird oder Verhaltensstörungen zeigt. Dies beginnt bereits, wenn eine Katze der anderen den Zugang zum Katzenklo versperrt, Durchgänge blockiert oder ihr auflauert. Gesträubtes Fell, intensives Anstarren oder der typische Katzenbuckel sind weitere Anzeichen für drohenden Streit.
Wenn eine Katze plötzlich Aggressionen gegenüber einer anderen Katze oder dem Menschen zeigt, muss die Ursache ermittelt werden. Dies ist oft schwierig, da Schmerzen oder Frust Auslöser für Aggressionen sein können. Der Katzenhalter muss der Ursache des aggressiven Verhaltens auf den Grund gehen, um den Hausfrieden wiederherzustellen.
Die erneute Zusammenführung von Katzen kann Monate dauern
Wenn Kämpfe oder Mobbing im Katzenhaushalt überhandnehmen, müssen die Katzen räumlich getrennt und langsam wieder zusammengeführt werden. Geduld ist hierbei entscheidend, da es Wochen oder Monate dauern kann, bis die Katzen sich wieder akzeptieren. Sollte das Zusammenleben auch nach einer erneuten Zusammenführung nicht funktionieren, muss der Katzenhalter die schwierige Entscheidung treffen, für eine der Katzen ein neues Zuhause zu suchen. Dieser Schritt sollte nicht überstürzt erfolgen. In schwierigen Fällen kann es hilfreich sein, einen erfahrenen Katzenexperten hinzuzuziehen, der die Zusammenführung professionell begleitet.
Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.
Getrennt füttern: die Katzen nicht nebeneinander füttern und Futterreste wegräumen
Keine Ressourcenknappheit: Näpfe, Schlafplätze, Spielzeug und Katzentoiletten sollten ausreichend vorhanden sein, sodass darum kein Streit entsteht.
Langeweile vermeiden: Katzenfreundliche Einrichtung, feste Spielzeiten, Clickertraining und Intelligenzspiele lasten Wohnungskatzen aus und sorgen für Zufriedenheit – auch im Miteinander.
Ruhezonen schaffen: Jede Katze braucht eigene Rückzugsmöglichkeiten.
Stresslevel niedrig halten: Katzen mögen keinen Stress, deshalb gilt es, das Stresslevel im Alltag möglichst niedrig zu halten und eine Routine im Alltag zu etablieren.
Gleichberechtigung: Katzenhalter sollten jeder Katze gleich viel Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken.
Nach dem Tierarztbesuch: Die Katzen vorerst trennen, damit der fremde Geruch sich verflüchtigen kann, zusätzlich kann man die Katze, die beim Tierarzt war, mit einer Decke abreiben, die nach der gewohnten Umgebung riecht.