VonCarina Blumenrothschließen
Das eigene Zuhause mit Wespen teilen – das ist nicht jedermanns Sache. Um im nächsten Jahr keine Nester an der Hauswand zu haben, sollten Sie jetzt Maßnahmen ergreifen.
Es summt und brummt – gerade im Sommer sind Wespen echte Plagegeister, die zustechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Niemand möchte sie wohl gerne um den eigenen Lebensmittelpunkt herum haben. Allerdings nisten sich die Tiere gerne beispielsweise an der Hauswand ein. Wenn Sie im nächsten Frühjahr keine böse Überraschung erleben wollen, sollten Sie noch im Herbst aktiv werden.
Wespen: Nur die Jungköniginnen überleben
„Ein Wespenvolk lebt nur vom Frühjahr bis zum Herbst. Zwischen August und Oktober stirbt der gesamte Wespenstaat ab, nur die begatteten Jungköniginnen überleben und suchen sich einen Unterschlupf für den Winter. Von ihnen schafft es nur etwa jede zehnte, im kommenden Frühjahr ein neues Volk zu gründen“, sagt Eva Rieber vom NABU-Mecklenburg-Vorpommern auf der eigenen Webseite.
Die Jungköniginnen schlüpfen im Spätsommer und suchen sich dann einen frostfreien Ort. Das können Mauerritzen, Holzstapel oder Dachböden sein.
Wespennest an der Hauswand: Diese Maßnahmen verhindern den Befall
Was Sie tun sollten, um die Gefahr eines Wespennests an der eigenen Hauswand zu verhindern:
- Fugen und Löcher in der Hauswand verschließen: Haben Sie Schäden am Gemäuer entdeckt, sollten Sie diese beheben. Risse sind ein beliebter Nistplatz für Wespen. Je nach Baumaterial können sich Wespen mit den Kieferzangen durch Wände fressen, informiert Wohnglueck.de.
- Holzbalken mit ätherischen Ölen (z. B. Lavendel oder Nelken) einreiben: Wespen mögen diesen Geruch nicht und werden so von einem Nestbau abgehalten.
- Rollladenkästen mit Bürstendichtung abdichten: Den Tieren reicht oft ein schmaler Schlitz – mit einer Abdichtung sorgen Sie dafür, dass die Tiere nicht hineingelangen, an der Funktion ändert sich nichts, informiert SWR.de.
- Mülleimer und Komposthaufen abdecken
- Alte Wespennester hängenlassen oder entfernen: Zwei Tipps, die etwas Gegenteiliges meinen – ein altes Nest wird nicht noch einmal genutzt, so kann es sinnvoll sein, dieses einfach hängenzulassen. Es kann sein, dass dann die Gegend für die Wespen unattraktiv wird. Im schlechten Fall kann aber auch das Gegenteil der Fall sein. Riecht es nach Wespe, kann es passieren, dass sich in der Nähe Wespen ansiedeln. Entfernen Sie das alte Nest, sollten Sie die Stelle gründlich reinigen.
Indem Sie diese Maßnahmen umsetzen, können Sie Wespennester an Ihrer Hauswand effektiv verhindern und gleichzeitig umweltfreundlich handeln.
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Wespennest einfach entfernen: Was Sie beachten sollten
Sicherlich können Sie sich durch das Nest gestört fühlen – dennoch sollten Sie es vermeiden, direkt bei Sichtung das Nest auf eigene Faust zu entfernen. Das hat zwei Hauptgründe, informiert Oekotest.de:
- Wespen sind geschützt – entfernen Sie einfach so ein Nest, kann das teuer werden. Die Geldstrafen variieren je nach Bundesland, so sind in Nordrhein-Westfalen bis zu 50.000 Euro möglich.
- Fühlen sich Wespen bedroht, greifen diese an – das kann gefährlich für Sie werden.
Nach einem Antrag können Experten – Imker, Schädlingsbekämpfer oder bei Gefahr auch die Feuerwehr – ein Wespennest entfernen. Ist das Wespennest verlassen, dürfen Sie dieses genehmigungsfrei und ohne Fachmann entfernen, informiert Nordbayern.de.
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