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Wie viele Zähne hat eine Katze? Das Geheimnis hinter dem Lächeln Ihres Stubentigers

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Katzen haben nicht nur ein bezauberndes Lächeln, sondern auch eine beeindruckende Anzahl an Zähnen. Doch wie viele sind es eigentlich? Und welche Aufgabe erfüllen sie?

Katzen sind nicht nur für ihre bezaubernde Anmut und ihren eigenwilligen Charakter bekannt, sondern auch für ihr eindrucksvolles Gebiss. Wie viele Zähne hat eine erwachsene Katze und welche Rolle spielen diese Zähne in ihrem Leben?

Die Anzahl der Zähne einer Katze

Eine erwachsene Katze hat normalerweise, ab einem Alter von etwa sechs Monaten, 30 Zähne in ihrem Gebiss – 16 Zähne im Ober- und 14 weitere im Unterkiefer. Das Gebiss setzt sich aus 12 Schneidezähnen, 14 vorderen und mittleren sowie hinteren Backenzähnen und vier Fang- oder Eckzähnen zusammen. Diese Zähne dienen verschiedenen Zwecken, die für das Überleben und die Lebensweise einer Katze von entscheidender Bedeutung sind.

Die Funktion der verschiedenen Zähne

Die durchschnittliche Beißkraft einer Hauskatze beträgt 56 Kilogramm. (Symbolbild)
  • Schneidezähne: Katzen haben je sechs Schneidezähne im Ober- sowie im Unterkiefer, sie beißen genau aufeinander. Die vorderen Schneidezähne ermöglichen es Katzen als Fleischfressern, das Fleisch von den Knochen zu trennen, ihre Beute zu zerreißen oder gefangenen Vögeln die Federn auszureißen. Mit ihren Schneidezähnen können Katzen außerdem Verfilzungen oder Schmutz aus ihrem Fell entfernen. Auch wenn es die Samtpfote mal kratzt oder juckt, setzt sie ihre Schneidezähne ein, um den Juckreiz zu lindern.
  • Backenzähne: Die Backenzähne – je drei vordere und mittlere auf jeder Kieferseite oben und jeweils zwei im Unterkiefer – dienen dem Zermalmen von Beutetieren und der Zerkleinerung von Nahrung. Hinzu kommt im Ober- und Unterkiefer jeweils ein hinterer Backenzahn auf jeder Seite. Zusammen mit dem letzten vorderen Backenzahn im Oberkiefer bildet der hintere Backenzahn im Unterkiefer ein Paar Reißzähne. Mit ihren Backenzähnen durchtrennen frischgebackene Katzenmamas bei der Geburt die Nabelschnur.
  • Fangzähne: Die scharfen Fangzähne oder Eckzähne passen perfekt aufeinander, sind besonders stark ausgeprägt und perfekt zum Fangen, Festhalten und Erlegen von Beute und zum Greifen von Gegenständen. Ein einziger Biss, der sogenannte Tötungsbiss, kann den kleinen Opfern der Katze das Genick brechen. Die Fangzähne erfüllen aber auch eine zärtliche Aufgabe: Katzenmütter tragen mit ihnen ihren Nachwuchs umher. Bei der Paarung können Kater ihre Partnerinnen zudem im Nacken festhalten.

Zehn spannende Fakten über Katzen, die selbst die coolsten Kater zum Schnurren bringen

Zwei niedliche weiße und rote Kätzchen sitzen auf dem Boden vor einer Backsteinmauer.
Was viele Katzenhalter nicht wissen: Erwachsene Katzen miauen eigentlich nicht mehr. Der spezielle Katzenlaut, den Kitten als Signal an ihre Mutter von sich geben, ist Experten zufolge im Erwachsenenalter ausschließlich für Menschen bestimmt. Forscher gehen davon aus, dass sie Betonung und Melodie daran anpassen, was sie erreichen wollen. Mit ihren Artgenossen kommunizieren Katzen über ihre Körpersprache. © Pond5/Imago
Nahaufnahme vom Gesicht einer hellen Katze, die aus dem Fenster zu schauen scheint.
An den Schnurrhaaren einer Katze kann man ihre Stimmung ablesen: Hängen die feinen Härchen nach unten, ist die Katze entspannt. Richten sie sich nach vorne, könnte es sein, dass Ihre Mieze verärgert ist. Sind die Schnurrhaare nach hinten gebogen und liegen eng am Körper an, empfindet die Katze Angst oder bereitet sich auf einen Angriff vor. Richtet der Stubentiger seine Schnurrhaare dagegen nach vorne und fächert sie weit auf, bedeutet das, dass er aufmerksam und aktionsbereit ist. Wussten Sie außerdem, dass die sogenannten Vibrissen nicht nur im Gesicht, sondern auch an den Vorderläufen zu finden sind? © YAY Images/Imago
Rote Katze sitzt abends auf der Holzterrasse einer Blockhütte.
Während dreifarbige Katzen fast immer weiblich sind, gehören rote Katzen meist dem männlichen Geschlecht an. Der Grund dafür liegt bei beiden in der Weitergabe der Gene verborgen. © imagebroker/Imago
Nahaufnahme einer Katzennase.
Die Nase einer Katze ist ein echtes Naturwunder – sie sorgt nicht nur für eine, sondern gleich für verschiedene Überraschungen. Zum einen ist der Nasenabdruck jeder Katze einzigartig, ähnlich einem menschlichen Fingerabdruck. Zum anderen sorgen etwa 60 Millionen Riechzellen in diesem Sinnesorgan dafür, dass die Katze den Menschen um das Dreifache übertrumpft. Außerdem kann die Nase einer Katze so einiges über ihre Gesundheit aussagen. Ist sie dauerhaft trocken oder läuft, sollten Sie dies tierärztlich abklären lassen. Nicht zuletzt können vor allem helle Katzennasen ihre Farbe ändern: Wildes Spiel, Stress oder Aufregung lassen aus einem zarten Rosa kräftiges Pink werden. © Pond5/Imago
Junge Frau kuschelt mit ihrer Katze.
Katzen erheben Besitzansprüche an ihren Menschen: Mithilfe verschiedener Duftdrüsen, die in ihren Wangen, Pfoten und Flanken sitzen, markieren sie ihre Halter als Eigentum. Somit hinterlassen sie für andere Miezen eine Duft-Botschaft, die verdeutlichen soll, dass dieser Mensch bereits vergeben ist. © blickwinkel/Imago
Eine rote Katze gähnt herzhaft, während sie im Garten sitzt.
Sowohl in ihrem Aufbau als auch in ihrer Funktion ist eine Katzenzunge einzigartig. Wer schon einmal von einer Katze abgeleckt wurde, weiß, dass sie einem Schmirgelpapier gleicht. Der Grund dafür sind winzige Stacheln, sogenannte Fadenpapillen, die aus nach hinten gebogenen Zähnchen aus Horn bestehen. Damit sind Katzen beispielsweise in der Lage, noch so kleine Fleischreste von einem Knochen zu schlecken. Die wohl größte Bedeutung hat die Zunge allerdings für die Fellpflege: Mithilfe der winzigen Zähne können Katzen ihre Zunge als eine Art Kamm einsetzen. Übrigens: Süßes können Katzen nicht schmecken. © Pond5/Imago
Eine Katze leckt ihre Lippen nach dem Essen frisch blühender Katzenminze.
Die Katzenminze trägt ihren Namen nicht umsonst: Denn Katzen lieben das Katzenkraut, insbesondere die Echte Katzenminze. Ihre berauschende Wirkung sorgt dafür, dass die Stubentiger einfach nicht genug davon bekommen können. Grund dafür ist der Duftstoff Nepectalaton, den die Pflanze zur Abwehr von Insekten einsetzt. © Pond5/Imago
Eine Nahaufnahme einer süßen orangefarbenen Katze, die auf dem Boden schläft.
Katzen verschlafen den Großteil ihres Tages. Schätzungen zufolge dösen die Miezen etwa 14 bis 16 Stunden am Tag und etwa 70 Prozent ihrer Lebenszeit. Ein ganz schön gemütliches Leben, oder? © Pond5/Imago
Eine niedliche flauschige Katze mit blauen Augen liegt auf einem grauen Sofa.
Weiße Katzen mit blauen Augen tendieren nicht nur zu Taubheit, sondern auch zu Blindheit. Die Ursache hierfür ist eine Anomalie im Erbgut. Man geht davon aus, dass 60 bis 80 Prozent aller Katzen mit dieser Farbkombination blind sind. Aus diesem Grund dürfen zwei reinweiße Katzen in Deutschland nicht verpaart werden. © Pond5/Imago
Eine getigerte Katze liegt auf einem Glastisch und lässt ihre Pfoten hängen.
Die älteste Katze der Welt erreichte ein unglaubliches Alter von 38 Jahren. „Creme Puff“ wurde 1967 geboren und starb 2005, drei Tage nach ihrem Rekord-Geburtstag. Damit schaffte es die Samtpfote sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. (Symbolbild) © Pond5/Imago

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Zahnpflege bei Katzen

Die Zahngesundheit Ihrer Katze ist entscheidend. Ein gesundes Zahnfleisch erkennen Sie an seiner blassrosa Farbe, eine leichte Pigmentierung ist normal. Vernachlässigte Zähne können zu Schmerzen und Gesundheitsproblemen führen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und die Bereitstellung von Zahnpflegeprodukten wie Spielzeug oder spezielle Leckerlis können dazu beitragen, die Zähne Ihrer Katze gesund zu erhalten.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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