Auf einmal zurück

Vermisster Kater nach elf Jahren endlich wieder mit Besitzerin vereint – dank Mikrochip

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Janet Dunbar erlebt etwas, woran sie selbst nicht mehr geglaubt hatte. Ihr Kater Clarke taucht, nachdem er vor elf Jahren spurlosen verschwand, endlich wieder auf.

Manchmal geschehen Wunder, wenn man sie am wenigsten erwartet. Janet Dunbar kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Im Jahr 2012 entschied sie sich, zwei verwilderte Katzen von der Tierschutzorganisation RSPCA in Wirral zu adoptieren. Diese Entscheidung sollte ihr Leben für immer verändern.

Kater Clarke entwischte durch ein Fenster – von ihm fehlte jede Spur

Die Wahl fiel damals auf Clarke und Scarlett, zwei verwilderte Katzen, die von der RSPCA auf den Straßen aufgelesen wurden. Janet Dunbar öffnete ihr Herz und ihr Zuhause für die beiden, aber das Schicksal hatte andere Pläne. Um ihren neuen pelzigen Mitbewohnern die notwendige Zeit zur Eingewöhnung zu geben, hielt Dunbar sie zunächst sechs Wochen lang in ihrem Haus.

Doch dann geschah das Unvorhergesehene: Clarke gelang es, durch ein Fenster zu fliehen, und verschwand spurlos. Voll Hoffnung, dass ihr geliebter Kater zurückkehren würde, schlief Dunbar sogar mit offener Tür, aber die Zeit verstrich, und jede Suche nach Clarke schien vergeblich. Jahre vergingen und Dunbar gab die Hoffnung auf, ihren vermissten Freund je wiederzusehen.

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Katzenbesitzerin zieht um – doch sie denkt an ein entscheidendes Detail

Im Jahr 2016, zog sie in ein neues Zuhause, vergaß aber nicht, Petlog, die größte Mikrochip-Datenbank für Haustiere in Großbritannien, über den Umzug zu informieren. Dies sollte sich als der entscheidende Schritt erweisen, der das Wunder in Gang setzte. Denn vor wenigen Tagen erhielt Janet Dunbar einen Anruf von den Wirral Vets, die ihr mitteilten, dass sie Clarke gefunden hatten.

Mikrochips können dabei helfen, die geliebte Katze wiederzufinden. (Symbolbild)

Ihr erster Gedanke war Unglauben. „Seid ihr sicher? Er ist seit 2012 vermisst?“, fragte sie erstaunt. Die Tierärzte dachten jedoch, es müsse ein Rechtschreibfehler vorliegen, da sie annahmen, Clarke sei bestimmt erst seit 2021 vermisst. In einem Interview mit dem lokalen Nachrichtensender BBC berichtete Janet Dunbar, dass der Anruf sie ganz schön aus der Fassung brachte. Doch als sie ihren geliebten Kater sah und sein typisches Zeichen auf der Stirn erkannte, wusste sie sofort: Das ist Clarke.

Der Mikrochip führt dazu, dass beide wieder vereint werden

Cat-tastisch: 13 verrückte Superkräfte, die nur Katzen besitzen

Eine rote Katze sitzt unter einer Bank, während es regnet.
Mehr als nur ein Mythos: Katzen können das Wetter vorhersagen. Und nicht nur das: Mit empfindlichen Tastsensoren sind sie in der Lage, selbst schwache Vibrationen und Erschütterungen wahrzunehmen und können damit sogar Gewitter oder Erdbeben vorhersehen. Sensible Wärmerezeptoren und weitere Biomechanismen, die noch wissenschaftlich erforscht werden, verleihen den Samtpfoten außerdem die Gabe, Wetterveränderungen vorherzusagen, so Geo. An ihrem Verhalten können Menschen das bevorstehende Wetter ablesen: Steht gutes Wetter bevor, putzen sich Katzen beispielsweise vermehrt. Suchen sie bevorzugt das Haus auf, ist mit einer Regenperiode zu rechnen. Schläft die Katze tief und fest oder zeigt beim Schlafen ihren Bauch, könnte es warm werden. Steht ein Gewitter bevor, spüren Katzen die elektrische Ladung und lecken sich häufiger. © YAY Images/Imago
Eine Katze hat ihren Mund leicht geöffnet und lässt die Zunge heraushängen.
Katzen schmecken mithilfe eines zusätzlichen Organs Gerüche. Haben Sie sich schon mal gefragt, weshalb Ihrer Katze manchmal grundlos der Mund offensteht? Das sogenannte Flehmen, bei dem Katzen ihren Mund öffnen, hilft ihnen, interessante Gerüche zu analysieren, indem sie Geruchs- und Geschmackssinn kombinieren. Dies geschieht durch das Jacobson-Organ, das sich hinter den oberen Schneidezähnen befindet. © YAY Images/Imago
Eine rote Katze miaut.
Katzen miauen für Menschen. Kommunizieren sie mit Artgenossen, spielt das Miauen eine untergeordnete Rolle. Wenn sie sich aber mit Zweibeinern verständigen wollen, benutzen sie dafür häufig einzigartige Laute und Gesten. Nach einer Weile wissen sie genau, welche Tonlage sie anstimmen müssen, um das zu bekommen, was sie wollen. Meist wissen Katzenbesitzer bereits Bescheid, was die Mieze ihnen mitteilen möchte. © agefotostock/Imago
Eine graue Hauskatze balanciert auf einem Gartenzaun.
Die Samtpfoten sind Meister des Balancierens: Dank ihres ausgeklügelten Gleichgewichtssystems klettern, balancieren und springen sie äußerst anmutig und geschickt, selbst auf schmalen Gegenständen und meistern Hürden gezielt mit höchster Eleganz. © blickwinkel/Imago
Nahaufnahme eines Katzenohrs
Geht es um das Gehör, übertrumpfen Katzen nicht nur Menschen, sondern auch Hunde. Mit ihren extrem sensiblen Ohren nehmen sie hochfrequente Geräusche wahr, darunter Töne mit bis zu 100.000 Schwingungen pro Sekunde und sogar Ultraschalllaute. Menschen (etwa 20.000 Schwingungen pro Sekunde) können diese Geräusche schlichtweg nicht hören. Im Vergleich dazu hören Hunde etwa 35.000-40.000 Schwingungen pro Sekunde.  © Panthermedia/Imago
Eine Katze sitzt vor dem Sofa im Wohnzimmer auf dem Teppich und blickt in die Kamera.
Katzen sind viel intelligenter als die meisten annehmen. Das zeigt ein Blick auf ihr Namensgedächtnis. Eine japanische Studie belegt, dass Katzen nicht nur ihren eigenen Namen und die Namen ihrer Besitzer kennen, sondern auch, dass sie sich die Namen ihrer Artgenossen merken können. © Zoonar/Imago
Eine Hauskatze springt aus dem Stand hoch.
Ein Katzensprung für die Katze: Dank ihrer kräftigen Hinterbeine, dem elastischen Bindegewebe und dem besonders flexiblen Körperbau springen gesunde und fitte Samtpfoten etwa das Fünf- bis Sechsfache ihrer eigenen Körperlänge mit Leichtigkeit – das bedeutet etwa zwei Meter aus dem Stand. Der Vergleich zum Menschen verblüfft: Der Rekordhalter im Hochsprung übersprang seine eigene Körpergröße um gerade einmal 52 Zentimeter. © Anka Agency International/Imago
Eine Katze bei Nacht mit großen, schwarzen Pupillen.
Katzen sehen auch bei sehr schwachem Licht. Nicht umsonst sind sie von Natur aus nachtaktiv und gehen bevorzugt in der Dämmerung auf die Jagd. Das Geheimnis hinter ihrer ausgezeichneten Sehfähigkeit ist die erhöhte Anzahl an Stäbchen auf ihrer Netzhaut. Fakt ist jedoch, dass Katzen sich bei völliger Dunkelheit ebenfalls mit der Wahrnehmung schwertun. © Panthermedia/Imago
Eine schwarz-weiße, junge Katze fällt.
Katzen landen meistens auf ihren Pfoten und überstehen Stürze aus großer Höhe in der Regel gut. Zudem gelingt es ihnen mit dem Schwanz, die Fallgeschwindigkeit zu minimieren. Das verschafft der Katze die Zeit, um zuerst den Oberkörper, den Kopf und dann das Hinterteil zu drehen. So dreht sie ihre Beine blitzschnell in Richtung des Bodens. Diese Eigenschaft wird auch Dreh-, Stell- oder Aufrichtreflex genannt und ist einzigartig. Dennoch können auch, gerade bei übergewichtigen Katzen, lebensbedrohliche Verletzungen entstehen. Bringen Sie Ihre Katze nach einem Sturz aus großer Höhe unverzüglich zum Tierarzt. © agefotostock/Imago
Ein Kätzchen ist kurz davor, durch einen weißen Holzzaun zu schlüpfen.
In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Katzen, die sich im Sofaschlitz verkriechen, sich in Goldfischgläser pressen oder sich einfach unbedingt unter dem Gartenzaun hindurchquetschen müssen. Mit ihren gelenkigen Körpern kommen Katzen fast überall hin, wo sie hin möchten. Doch wie schaffen die Miezen das eigentlich? Der Grund für die schier unglaubliche Beweglichkeit ist ihre einzigartige Skelettstruktur: Sie besitzen kein Schlüsselbein, dafür jedoch ein sehr flexibles Rückgrat mit 30 Wirbeln. Ihre Gliedmaßen sind allein durch Bänder und Muskeln mit der Wirbelsäule verbunden, was ihnen den erstaunlichen Bewegungsspielraum ermöglicht. © blickwinkel/Imago
Eine Hauskatze putzt sich die Pfote.
Reinlicher als jedes andere Tier und vermutlich auch als Menschen? Genau das lässt die Wissenschaft verlauten, wenn es um die auf Sauberkeit bedachten Samtpfoten geht. Mit ihrem eigenen Speichel putzen sie sich mehrmals täglich. Dabei sind Aufbau und Funktion einer jeden Katzenzunge einzigartig. Wer schon einmal von einer Katze abgeleckt wurde, weiß, dass sie einem Schmirgelpapier gleicht. Der Grund dafür sind winzige Stacheln, sogenannte Fadenpapillen, die aus nach hinten gebogenen Zähnchen aus Horn bestehen. Neben der Nahrungsaufnahme hat die Zunge für die Fellpflege die größte Bedeutung: Mithilfe der winzigen Zähne können Katzen ihre Zunge als eine Art Kamm einsetzen. © blickwinkel/Imago
Eine Katze kuschelt sich auf einer Decke ein und streckt ihre Beine von sich.
Das Schnurren von Katzen sei „eines der nur zum Teil geklärten Rätsel der Wissenschaft“, so Spektrum der Wissenschaft. Was feststeht ist, dass Katzen nicht nur Menschen, sondern auch sich selbst auf bestimmten Frequenzen therapieren und beruhigen können. Zudem erfüllt das Schnurren der Mieze den Zweck, ihr Wohlgefühl nach außen zu tragen. Experten gehen davon aus, dass durch die Vibration ein komplexer Selbstheilungsmechanismus in Gang gesetzt wird. Übrigens: Katzenjunge benötigen erst einige Tage an Übung, um schnurren zu können wie die Großen. © imagebroker/Imago
Eine junge Katze klettert an einem Holz empor.
Dank ihrer scharfen Vorderkrallen sind Katzen wahre Meister des Kletterns. Mühelos erklimmen sie damit die höchsten Baumkronen. Der Weg nach unten gestaltet sich da schon schwieriger. Aber machen Sie der Mieze erst einmal ihre Kletterkünste nach … © Panthermedia/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Dank des Mikrochips konnten die beiden nach so langer Zeit wiedervereint werden. Diese herzerwärmende Geschichte zeigt, wie wichtig die Kennzeichnung von Haustieren sein kann und wie Mikrochips dabei helfen können, vermisste Tiere wiederzufinden. Janet Dunbar, ihre Familie und Clarke leben nun wieder glücklich zusammen. Eine Geschichte, die Hoffnung für all jene, die ihre vierbeinigen Freunde vermissen, geben kann. Dunbar hat eine wichtige Botschaft für sie alle: „Ich kann einfach nur sagen: Gebt nie auf.“ Denn manchmal kann das Unmögliche wahr werden, und verloren geglaubte Freunde können zurückkehren, wenn man es am wenigsten erwartet.

Rubriklistenbild: © Westend61/ Imago

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