Survival-Tipps

„So unwahrscheinlich ist es gar nicht“: Experte erklärt Verhalten bei Wildschwein-Angriff

  • schließen

Das Wildschwein zählt zu den gefährlichsten Tieren Deutschlands. Eine Begegnung kann gefährlich sein – ein Outdoor-Experte erklärt das richtige Verhalten.

Eine Begegnung mit einem Wildschwein ist gar nicht so ungewöhnlich, wie oftmals vermutet wird. Gerade im Herbst, wenn die Felder gerodet und die Ernte eingefahren wird, verlassen sie die schützende Deckung von Raps und Mais und sind vermehrt auf Straßen anzutreffen, um sich wieder in den Wald zurückzuziehen. Kommt es dabei zu einer Begegnung, kann das sehr gefährlich werden.

„So unwahrscheinlich ist es gar nicht“: Experte erklärt Verhalten bei Wildschwein-Angriff

Werden Wildschweine gestört, können sie aggressiv werden. (Symbolbild)

Wie man sich bei einer Sichtung mit einem Wildschwein am besten verhält, zeigt Outdoor-Experte „Dorian“ in einem eindrucksvollen TikTok-Video unter dem Account tudorian. Der Clip hat sich unter „Bushcrafter“- und Survial-Fans wie ein Lauffeuer verbreitet und bis jetzt mehr als 53.000 Likes erzielt. Doch auch Jogger und Spaziergänger erhalten wertvolle Tipps.

@tudorian_ Antwort auf @itx.AAR0N.itx. Verhalten im Notfall ⚠️🐗 #bushcraftdeutschland #bushcraftgermany ♬ Originalton - Tudorian

Verhalten bei Wildschwein-Angriff: „Groß machen und laut in die Hände klatschen“

Grundsätzlichen gelten die wilden Schweine als friedliche Tiere und versuchen Menschen zu meiden. Doch werden sie von uns gestört, sind verletzt, haben gerade Nachwuchs oder sind im Winter auf Paarungssuche, können sie ziemlich angriffslustig werden. Es gibt jedoch eindeutige Warnsignale, sowie hilfreiche Tipps.

  • Bei Sichtung in ausreichender Entfernung einen großen Bogen machen und langsam und ruhig vorbeigehen, sodass für die Tiere noch ein Fluchtweg offen steht.
  • Am besten Unterholz und Liegeplätze vermeiden.
  • Bei direkter Sichtung „groß machen“ und laut in die Hände klatschen.
  • Fängt das Tier „laut zu blasen an“ und klappert mit den Zähnen, ist mit einem Angriff zu rechnen. Hier hilft nur noch eine Erhöhung zu finden oder auf einem Baum zu klettern.

Rote Liste: 10 Tierarten sind in Deutschland bedroht

Auch wenn es für so manchen Hobbygärtner komisch klingt: Die Gartenspitzmaus (lebt am liebsten in der Nähe von menschlicher Siedlungen) wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet geführt.
Auch wenn es für so manchen Hobbygärtner komisch klingt: Die Gartenspitzmaus (lebt am liebsten in der Nähe von menschlichen Siedlungen) wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet geführt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Das Birkhuhn steht sowohl in Deutschland, als auch in Bayern auf der Rote Liste und ist fast überall verschwunden. Nur in der Rhön gibt es noch ein paar Exemplare. Förster und Naturschützer haben mit Wacholdersträuchen und Heidelbeeren kleine Biotope geschaffen.
Das Birkhuhn steht sowohl in Deutschland, als auch in Bayern auf der Rote Liste und ist fast überall verschwunden. Nur in der Rhön gibt es noch ein paar Exemplare. Förster und Naturschützer haben mit Wacholdersträuchern und Heidelbeeren kleine Biotope geschaffen. (Symbolbild) © Nature Picture Library/Imago
Libellen sind nicht nur wunderschöne Insekten, sie leisten uns Menschen auch tolle Dienste, indem sie Mücken oder Bremsen fern halten. Doch die Helm Azurjungfer Libelle ist vom Aussterben bedroht und gehört geschützt.
Libellen sind nicht nur wunderschöne Insekten, sie sind auch recht nützlich und leisten uns Menschen gute Dienste, indem sie Mücken oder Bremsen fern halten. Doch die Helm Azurjungfer Libelle ist vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums vom Aussterben bedroht und gehört geschützt. (Symbolbild) © GFC Collection/Imago
Fliege ist gleich Fliege? Von wegen. Laut Bfn zählt die Steinfliege zu 46,4 Prozent zu den bestandsgefährdeten Arten.
Fliege ist gleich Fliege? Von wegen. Laut Bfn zählt die Steinfliege zu 46,4 Prozent zu den bestandsgefährdeten Arten.  © blickwinkel/Imago
Eine Fledermaus mag für manchen unheimlich wirken. Jedoch sind Fledermäuse extrem nützliche, unglaublich faszinierende und streng geschützte Tiere.
Eine Fledermaus mag für manchen unheimlich wirken. Auch weil darauf hingewiesen wird, dass die Insektenfresser Tollwut übertragen können. Jedoch sind Fledermäuse extrem nützliche, unglaublich faszinierende und streng geschützte Tiere. Die winzigen Geschöpfe benötigen unseren Schutz – auch die Mopsfledermaus. (Symbolbild) © Steffen Schellhorn/Imago
Für die meisten Autofahrer ein Ärgernis. Trotzdem: Der Iltis zählt zur Familie der Marder und wird in der Roten Riste als gefährdet eingestuft. Grund dafür sind intensive Landnutzung und ein Verlust des Lebensraums.
Für die meisten Autofahrer ein Ärgernis. Trotzdem: Der Iltis zählt zur Familie der Marder und wird in der Roten Riste als gefährdet eingestuft. Grund dafür sind intensive Landnutzung und ein Verlust des Lebensraums. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Man glaub es kaum, aber gefährdet ist auch der Feldhase.
Man glaub es kaum, aber gefährdet ist auch der Feldhase. Neben natürlicher Feinde, hat auch der Mensch damit zu tun. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Kreuzotter (Vipera berus), Höllenotter, Bayern, Deutschland, Europa *** Adder Vipera berus , Hell adder, Bavaria, German
So manchen Hobby-Gärtner erschreckt eine Schlange, die sich genüsslich in der Sonne badet. Meistens handelt es sich dabei um die ungefährliche Ringelnatter. Doch auch wenn die Kreuzotter zu den giftigen Schlangen zählt – steht sie auf der Rote Liste der stark gefährdeten Reptilien-Arten. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
europäische sumpfschildkröte, emys orbicularis, schildkröte,schildkröten, sumpfschildkröte, sumpfschildkröten, wasserschildkröte
Unter den Reptilien gilt die Europäische Sumpfschildkröte als vom Aussterben bedroht. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
Der Feldhamster taucht in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht auf und zählt zu einer der am stärksten, bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ein Grund: Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft.
Die Nagetiere kennt man eigentlich nur noch aus dem Kinderzimmer, wo sie liebevoll umsorgt und gepflegt werden. Doch was ist mit dem Feldhamster? Er taucht in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht auf und zählt zu einer der am stärksten, bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ein Grund: Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Auch wenn Outdoor-Experte „Dorian“ in seinem Clip erstmal „Entwarnung“ gibt, da die meisten wilden Tiere Menschen vorwiegend meiden, ist es gut zu wissen, wie man sich richtig verhält. Doch so mancher TikTok-User sieht das komplett anders und berichtet sogar von täglichen Sichtungen im Wald. Vermutlich kommt es einfach auf den Wohnort und das Gebiet an. Anbei eine Auswahl der Kommentare zum Video:

  • „Ich habe größte Angst immer, wenn ich in der Nacht in den Wald gehe, seitdem ich den Satz ‚das Wildschwein ist das gefährlichste Tier Deutschlands‘ gehört habe“.
  • „In meinem Wald sind jeden Abend welche. 😬🤯“
  • „Ich komme pro Jahr auf gut 20 bis 30 Wildschweine, die ich sehe, und zwar frei laufend und nicht auf dem Teller.“
  • „Ich war mit meinem Vater im Wald und da wurde er von einem Keiler zwischen den Beinen erwischt und musste genäht werden. 😅“
  • „Digga, immer, wenn ich durch den Wald laufe, begegne ich denen.“
  • „So unwahrscheinlich ist es gar nicht. Wurde damals mit meinem Vater im Frühjahr angegriffen.“
  • „Ich hab ein Wildschwein gesehen und hatte voll Angst und hab geschrien und bin weggerannt. 😂“
  • „Ist mir mit einem Kumpel schon passiert, das mit den Zähnen klappern, aber wir waren in 15 Sekunden auf einem Baum. 😂😂😂“
  • „Bei mir im Dorf rennen die Wildschweine einfach durch die Straße. Hab immer Angst im Dunkeln. 🥺🙈“
  • „Ich, der mitten im Wald lebt und Tag täglich Wildschweine sieht. 🤷‍♂️“
  • „Einfach alles falsch gemacht, was wir falsch machen konnten. 😬🤯 Gott sei Dank sind wir nur mit dem ‚Schock‘ weggekommen. 💯“

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

Kommentare