Wachstumsanreiz

Lavendel bis Phlox: Jetzt säen, damit es im Sommer blüht

  • schließen

Im Winter ist im Garten eigentlich nichts zu tun? Das stimmt so nicht ganz. Bestimmte Blumen brauchen frostige Temperaturen, um zu keimen.

Manche mögen’s kalt: Einige Pflanzen, die aus ursprünglich raueren Klimazonen stammen, benötigen eine mehr oder weniger lange Kältephase, um einen Wachstumsanreiz zu bekommen, sobald die Temperaturen wieder milder werden. Wenn also Ihre Samen von Eisenhut oder Phlox in den letzten Jahren nicht aufgehen wollten, könnte das daran liegen, dass sie Kaltkeimer sind.

Garten im Winter: Jetzt Kaltkeimer säen, damit es im Sommer blüht

Der Phlox zählt zu den Kaltkeimern, die man sogar schon im Herbst säen kann.

Je nach Pflanzenart brauchen die Samen von zwei bis drei Wochen bis hin zu vier Monaten kühle Temperaturen, um im Frühling aufzugehen. Die Aussaat von Kaltkeimern ist je nach Methode nicht immer eine einfache Angelegenheit: Man kann die Samen vorquellen und in Saatschalen mit Erde und Sand oder sogar im Kühlschrank ansetzen.

Es gibt jedoch laut dem Magazin kraut&rüben auch die Möglichkeit, das Saatgut im Winter direkt ins Beet auszusäen – am besten ins Frühbeet. Dies hat den Nachteil, dass ein größerer Teil der Samen vielleicht nicht aufgeht oder sich Tiere daran bedienen. Daher sollte man lieber etwas tiefer in die Samentüte greifen. Aber wie der MDR Garten erklärt, hat die Saat ins Freiland auch den Vorteil, dass es natürlich Arbeit spart und dass Schnee und feuchte Witterung auf natürliche Weise die Bewässerung übernehmen und die Samenschale durchlässiger machen.

Zu den Kaltkeimern zählen unter anderem folgende Blumen:

  • Lavendel
  • Phlox
  • Storchschnabel
  • Stockrosen
  • Tränendes Herz
  • Eisenhut
  • Pfingstrosen
  • Mohnblumen
  • Akelei
  • Glockenblumen

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Clever versorgt mit zehn Gemüsesorten, die Sie auch im Winter anbauen können

Eine frisch gepflanzte Rhabarber-Jungpflanze
Rhabarber ist sehr winterhart, die Pflanzen können an milden Tagen im November noch in die Erde. ©  Jochen Tack/Imago
Eine Frau setzt Knoblauchzehen in die Erde
Sogar im November und im Februar ist es möglich, Knoblauchzehen zu setzen.  © Westend61/Imago
Keimendes Weizengras in der Nahaufnahme
Vor allem im Hochbeet keimen Süßgräser wie Gersten- oder Weizengras auch im Winter. © Panthermedia/Imago
Kerbelrüben in der Nahaufnahme
Fast vergessene Gemüseart: Die Kerbelrübe (Chaerophyllum bulbosum) ist ein Frostkeimer und kann noch im Dezember gesät werden. © Leemage/Imago
Junge Spinatblätter wachsen im Beet
Spinat lässt sich wie auch Radieschen schon im Januar ins Frühbeet säen. © Panthermedia/Imago
Eine Meerkohlpflanze im Beet
Die Aussaat des Meerkohls (Crambe maritima) erfolgt im November oder Dezember im Freiland. © alimdi/Imago
Ein Mann erntet mit einer Schere Erbsen-Jungpflanzen (Microgreens)
Microgreens – das junge Gemüse von Brokkoli, Erbsen & Co. ist nach zwei Wochen erntereif. © Mint Images/Imago
Ein Beet mit frisch geernteten Möhren, in dem ein Hund sitzt
Wer man Möhren im Februar direkt ins Beet sät, kann sie ab Mai ernten.  © Mint Images/Imago
Topinamburknollen werden aus nassem Boden geerntet, daneben Gummistiefel
Ernte und Anbau liegen beim Topinambur nah beieinander: Vor dem ersten Frost können die Knollen noch in die Erde. © Westend61/Imago
Ein Korb mit Winterportulak
Der Name ist Programm: Winterportulak gedeiht auch bei Kälte im Beet oder im Gewächshaus. © Westend61/Imago

Übrigens sind nicht nur Blühpflanzen Kaltkeimer, auch Kräuter wie Bärlauch, Schnittlauch, Dill und Salbei mögen es gern frostig, bevor die Samen aufgehen.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

Kommentare