Hunde-Wissenschaft

Studie enthüllte schon in den 80ern: Hunde sehen die Welt bunt und nicht nur schwarz-weiß

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Während viele noch immer davon ausgehen, dass Hunde farbenblind sind und nur schwarz-weiß sehen können, hat eine Studie schon im Jahr 1989 für Klarheit gesorgt.

Hunde sind farbenblind und kurzsichtig – das denken noch immer zahlreiche Hundebesitzer. Doch wie die Vierbeiner ihre Umgebung wirklich wahrnehmen, sorgt bei so manchem Hundehalter für Staunen.

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Wie die Fellnasen die Welt sehen, wenn sie ihren treuen Hundeblick schweifen lassen, haben die Wissenschaftler Jay Neitz, Timothy Geist und Gerald H. Jacobs von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara im Rahmen einer 1989 veröffentlichten Studie herausgefunden. Zahlreiche weitere Studien haben seither belegt, dass Hunde eben doch bestimmte Farben sehen können. Erfahren Sie hier, an welcher Geste Sie erkennen können, dass Ihr Hund besonders intelligent ist.

Hunde sind nicht farbenblind – welche Farben sie erkennen können

Hunde können verschiedene Farben sehen, doch ihr Farbspektrum unterscheidet sich deutlich vom menschlichen: Während Menschen auch rote Farben wahrnehmen können, sehen Hunde nur Farbtöne aus den Bereichen Blau und Gelb – genauer gesagt können sie ihre Umgebung in blau-violetten und gelb-grünen Schattierungen sehen. „Sie konnten sogar feinere Unterschiede in ähnlichen Blau- und Violetttönen erkennen“, schrieb die New York Times 1989 in Bezug auf die Studie. „Aber die Hunde konnten nicht zwischen Farben von grünlich-gelb über orange bis rot unterscheiden“, gibt die NY Times die US-Forscher wieder.

Rot- und Grüntöne können die Vierbeiner – ähnlich wie Menschen, die rot-grün-blind sind – demnach nicht erkennen.

Ein KI-generiertes Bild gibt eine Idee davon, in welchen Farben Hunde ihre Umwelt wahrnehmen könnten.

Die Experten von hundebrille.eu unter Inhaberin Jacqueline Elze ergänzen das für Hunde wahrnehmbare Farbspektrum um Grauschattierungen. Eine Grafik der Farbtöne, die Hunde wahrnehmen können, finden Sie hier.

Wie genau sehen Hunde also?

1. Die Farben Gelb, Orange und Grün sehen für Hunde gleich aus.

2. Rot, Blau und die verschiedenen Purpurtöne nehmen Hunde jedoch anders wahr.

3. Eine Mischung der Farben Blau und Grün sehen Hunde als Weiß.

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Hunde sind kurzsichtig – stimmt das?

Was wirklich stimmt: Hunde sind im Vergleich zum Menschen nicht nur lichtempfindlicher, sondern auch eher kurzsichtig, informiert tieraugenarzt.at unter Leitung von Dr. med. vet. Karin Holler. Während der Tierarzt Gerhard Fasching beschreibt, dass Hunde „Objekte, die sich näher als 30 bis 50 Zentimeter befinden“ nicht scharf sehen können, gibt die geprüfte Tierphysiotherapeutin (mit Spezialisierung Hund) Sabine Eschweiler-Volino an, dass Hunde „alles, was mehr als sechs Meter entfernt ist“ leicht verschwommen wahrnehmen. Schnelle Bewegungen potenzieller Beutetiere können die Vierbeiner dagegen auch über größere Entfernungen von bis zu 900 Metern sehr gut wahrnehmen.

Treuer Freund auf vier Pfoten: Zwölf herzergreifende Liebesbeweise für Ihren geliebten Hund

Hundebesitzerin fährt Rad, während der Hund nebenher läuft.
Da man nie weiß, wie lange der gemeinsame Weg mit einem Hund sein wird, sollte man für jeden gemeinsamen Meter dankbar sein. © Shotshop/Imago
Silhouette eines Mannes mit Hund auf Berg vor Sternenfeld.
Hunde sind wie Sterne am Himmel des Lebens – sie machen die dunklen Stunden heller und die hellen Stunden strahlender. © Cavan Images/Imago
Ein Hund läuft mit einem Ball im Maul an einem Strand entlang.
Manchmal hat das Licht am Ende des Tunnels zwei wunderschöne Augen, flauschiges Fell, eine nasse Nase und vier Pfoten. © Sergio Victor Vega/Imago
Ein Golden Retriever liegt mit dem Rücken auf dem Boden und schaut nach oben. (Symbolbild)
Nicht jeder Schatz ist aus Gold oder Silber – mein größter Schatz hat ein Fell und Pfoten! © blickwinkel/Imago
Zwei Hunde spielen.
Ein Hund bringt Liebe, Freude und ein bisschen Chaos ins Leben – aber wer braucht schon Ordnung, wenn das Herz voll ist? © Pond5 Images/Imago
Eine junge Frau hält einen Pudel auf dem Arm.
„Hunde sind unsere Verbindung zum Paradies. Sie kennen nichts Böses oder Neid oder Unzufriedenheit. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen, kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langeweile war – sondern Frieden.“ Von Milan Kundera, tschechisch-französischer Schriftsteller (1929–2023) © Maria Diachenko/Imago
Spaziergang
Die sieben besten Ärzte sind: Sonne, frische Luft, Wärme, Wasser, Liebe, Lachen – und ein Hund. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Cocker Spaniel auf einer Löwenzahnwiese.
Hunde sind wie magische Pusteblumen, die unsere Sorgen davon wehen und Glück in unserem Leben verteilen. © Manfred Ruckszio/Imago
Ein junges Mädchen hält einen jungen Golden Retriever in den Armen.
Mein Ziel ist es, ein so guter Mensch zu werden, wie mein Hund von mir glaubt, einer zu sein. © Mint Images/Imago
Hund und Katze kuscheln zusammen.
Wer einen Hund ansieht und nicht sofort Zuneigung empfindet, muss eine Katze sein … oder vollkommen verrückt! © Ardea/Imago
Hund sitzt vor offener Waschmaschine.
Echte Hundeliebe ist … ihm auch in schlimmen Situationen beizustehen (zum Beispiel, wenn sein Lieblingskuscheltier in der Waschmaschine ist). © YAY Images/Imago
Ein Hund frisst aus einer grünen Schüssel.
Das Leben mit Hund besteht zu 90 Prozent daraus, sich gegenseitig hinterherzulaufen und sich zu fragen, was der andere da gerade isst. © Design Pics/Imago

Auch das räumliche Sehen ist bei Hunden aufgrund der Position ihrer Augen deutlich eingeschränkter als beim Menschen.

Rubriklistenbild: © Marco Blanco Ucles/DALL-E (KI-generiert)

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