VonSophie Klußschließen
Während viele noch immer davon ausgehen, dass Hunde farbenblind sind und nur schwarz-weiß sehen können, hat eine Studie schon im Jahr 1989 für Klarheit gesorgt.
Hunde sind farbenblind und kurzsichtig – das denken noch immer zahlreiche Hundebesitzer. Doch wie die Vierbeiner ihre Umgebung wirklich wahrnehmen, sorgt bei so manchem Hundehalter für Staunen.
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Wie die Fellnasen die Welt sehen, wenn sie ihren treuen Hundeblick schweifen lassen, haben die Wissenschaftler Jay Neitz, Timothy Geist und Gerald H. Jacobs von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara im Rahmen einer 1989 veröffentlichten Studie herausgefunden. Zahlreiche weitere Studien haben seither belegt, dass Hunde eben doch bestimmte Farben sehen können. Erfahren Sie hier, an welcher Geste Sie erkennen können, dass Ihr Hund besonders intelligent ist.
Hunde sind nicht farbenblind – welche Farben sie erkennen können
Hunde können verschiedene Farben sehen, doch ihr Farbspektrum unterscheidet sich deutlich vom menschlichen: Während Menschen auch rote Farben wahrnehmen können, sehen Hunde nur Farbtöne aus den Bereichen Blau und Gelb – genauer gesagt können sie ihre Umgebung in blau-violetten und gelb-grünen Schattierungen sehen. „Sie konnten sogar feinere Unterschiede in ähnlichen Blau- und Violetttönen erkennen“, schrieb die New York Times 1989 in Bezug auf die Studie. „Aber die Hunde konnten nicht zwischen Farben von grünlich-gelb über orange bis rot unterscheiden“, gibt die NY Times die US-Forscher wieder.
Rot- und Grüntöne können die Vierbeiner – ähnlich wie Menschen, die rot-grün-blind sind – demnach nicht erkennen.
Die Experten von hundebrille.eu unter Inhaberin Jacqueline Elze ergänzen das für Hunde wahrnehmbare Farbspektrum um Grauschattierungen. Eine Grafik der Farbtöne, die Hunde wahrnehmen können, finden Sie hier.
Wie genau sehen Hunde also?
1. Die Farben Gelb, Orange und Grün sehen für Hunde gleich aus.
2. Rot, Blau und die verschiedenen Purpurtöne nehmen Hunde jedoch anders wahr.
3. Eine Mischung der Farben Blau und Grün sehen Hunde als Weiß.
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Hunde sind kurzsichtig – stimmt das?
Was wirklich stimmt: Hunde sind im Vergleich zum Menschen nicht nur lichtempfindlicher, sondern auch eher kurzsichtig, informiert tieraugenarzt.at unter Leitung von Dr. med. vet. Karin Holler. Während der Tierarzt Gerhard Fasching beschreibt, dass Hunde „Objekte, die sich näher als 30 bis 50 Zentimeter befinden“ nicht scharf sehen können, gibt die geprüfte Tierphysiotherapeutin (mit Spezialisierung Hund) Sabine Eschweiler-Volino an, dass Hunde „alles, was mehr als sechs Meter entfernt ist“ leicht verschwommen wahrnehmen. Schnelle Bewegungen potenzieller Beutetiere können die Vierbeiner dagegen auch über größere Entfernungen von bis zu 900 Metern sehr gut wahrnehmen.
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Auch das räumliche Sehen ist bei Hunden aufgrund der Position ihrer Augen deutlich eingeschränkter als beim Menschen.
Rubriklistenbild: © Marco Blanco Ucles/DALL-E (KI-generiert)

