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Minihaus im eigenen Garten: Brauchen Sie eine Baugenehmigung für Ihr Tiny House?

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Wegen der aktuell hohen Bau- und Energiekosten wächst hierzulande das Interesse an Häusern mit kleiner Wohnfläche. Die wichtigste Frage lautet: Brauche ich dafür eine Baugenehmigung?

„Tiny Houses“ sind vor allem in den USA beliebt. Die Minihäuser sind klein genug, dass sie auch in einen Garten passen, und gerade groß genug, dass man sogar selbst drin wohnen kann. Nach Einschätzung von Experten nimmt angesichts der hohen Bau- und Energiekosten inzwischen auch in Deutschland das Interesse an solchen kleinen Häusern zu. Oft sind sie gerade mal 20 Quadratmeter groß und bieten alles vom Badezimmer bis zur Küche.

Tiny House im Garten: Minihäuser wegen niedriger Baukosten interessant

„Jeder Quadratmeter Fläche kostet Geld. Und je kleiner, umso niedriger sind die Baukosten“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) eine Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes. „Das macht ein Tiny House für den ein oder anderen interessant.“ Nach einer Schätzung des Tiny House Verbandes gebe es in Deutschland inzwischen rund 70 Hersteller für die Minihäuser, berichtet dpa.

Ein Häuschen im eigenen Garten, davon träumen viele. (Symbolbild)

Braucht es für ein „Tiny House“ eine Baugenehmigung?

Auch wenn ein „Tiny House“ noch so klein sei – „ohne Weiteres drauflosbauen oder kaufen und einfach hinstellen, das geht leider nicht“, schildert das Portal infranken.de. Denn auch ein solches Minihaus unterliege baurechtlichen Bestimmungen. Die wiederum seien bundesweit allerdings nicht einheitlich geregelt, heißt es in dem Bericht. „In Bayern darfst du zum Beispiel genehmigungsfrei ein einfaches Gartenhaus mit einem Rauminhalt von bis zu 75 m³ errichten. Sobald du es aber zu Aufenthaltszwecken nutzen möchtest, musst du eine Baugenehmigung beantragen.“ Am besten erkundigt man sich zuerst beim Bauamt seiner Gemeinde, welche Baumaßnahmen und Nutzungsformen in der Gegend zulässig sind. Keine Baugenehmigung braucht es dem Bericht zufolge derweil, wenn man sich für sein „Tiny House“ einen Campingplatz suche.

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Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Wie viel kostet ein „Tiny House“?

Die Kosten für ein Grundstück kann man sich zudem sparen, wenn man ein solches Minihaus in den eigenen Garten stellt. „Es gibt günstige, schlüsselfertige Tiny-Houses bereits für knapp unter 5.000 Euro“, berichtet das Portal. Je nach Ausstattung und Größe könne man auch „mehr als 100.000 Euro“ investieren. Hübsche Modelle gibt es zum Beispiel mit viel Holz.

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„Tiny House“ eignet sich auch als Homeoffice

Wer handwerklich geschickt ist und genügend Zeit hat, kann sich sein eigenes „Tiny House“ natürlich auch selbst entwerfen oder bauen. Wer das Minihaus auf dem eigenen Grundstück nicht bewohnen will, kann es zum Beispiel auch als Homeoffice oder als Gartenhaus nutzen. Erfahren Sie zudem hier, wie Sie mit solarbetriebenen Lampen im Garten Geld sparen.

Rubriklistenbild: © Rolf Klebsattel/Imago

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