Wolfswelpe in Gully gefangen: Spaziergänger mit Hund wird auf Knurren „von unten“ aufmerksam
VonAnne Hund
schließen
Ein Spaziergänger ist mit seinem Hund unterwegs, als der Vierbeiner plötzlich unruhig wird. In einem zweieinhalb Meter tiefen Betonschacht liegt ein junger Wolf.
Ein Wolfswelpe ist im sächsischen Landkreis Görlitz aus einem zweieinhalb Meter tiefen Betonschacht befreit worden. Die Polizei berichtete über diese „außergewöhnlichen Rettungsaktion“, die sich am Vormittag des 18. November an einem Feldrand in Neißeaue zugetragen hatte: Ein Spaziergänger war in der Nähe zufällig mit seinem Hund gelaufen, als sein Vierbeiner auf einmal unruhig wurde. Der Hund habe an dem offenliegenden Gully geschnüffelt, heißt es im Polizeibericht – „von unten“ kam ein Knurren. „Das Knurren ging von einem Wolf aus, welcher offenbar in den Schacht gefallen und dort stecken geblieben war“, teilten die Beamten weiter zu dem ungewöhnlichen Vorfall mit. Der Passant rief die Polizei. Helfer befreiten den Wolfswelpen „aus seiner misslichen Lage“. An der Bergung waren auch die Feuerwehr und das Wolfsbüro Lupus beteiligt, schildern die Beamten.
Wolfswelpe in Gully gefangen – Helfer befreiten das Tier aus dem Schacht
Wolfswelpe in Gully gefangen – das Tier blieb unverletzt
Bei dem Tier handelte es sich um eine junge Wölfin, die in den 2,50 Meter tiefen Betonschacht gefallen und darin gefangen gewesen sei, wie auch das zuständige Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Freitag (18. November) mitteilte. Der Wolfswelpe habe im Schacht zunächst betäubt und mithilfe der Feuerwehr geborgen werden können.
Die tierärztliche Untersuchung habe ergeben, dass das Tier sich bei dem Sturz nicht verletzt hatte. „Daraufhin wurde entschieden, die kleine Wölfin wieder in die Natur zu entlassen.“ Der Fundort liege im Territorium des Rudels Neißeaue, heißt es weiter in der Mitteilung. „Bei der jungen Wölfin handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Welpen dieses Rudels.“