Fragenkatalog betroffen

Zahlreiche Punkte werden aktualisiert: Führerschein-Änderung ab April betrifft Millionen Fahranfänger

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In Deutschland müssen Fahrschüler erst eine theoretische Prüfung bestehen, bevor sie sich ans Lenkrad setzen. Diese wird bald angepasst.

München — Jedes Jahr treten neue Regelungen für Autofahrer in Kraft, sei es der Pflichtumtausch des Führerscheins oder geänderte Vorschriften für Winterreifen. Das geht schon in der Fahrschule los: Zweimal pro Jahr wird die theoretische Fahrprüfung durch die TÜV | DEKRA arge tp 21 aktualisiert – jeweils zum 1. April und 1. Oktober.

Auch in diesem Jahr wird das der Fall sein. Ab April kommen 64 neue oder überarbeitete Fragen hinzu. Es handelt sich dabei teils um Umformulierungen, zusätzliche Antwortmöglichkeiten oder komplett neu gestaltete Fragen. Darüber informiert das Portal fahren-lernen.de.

Neuer Fragenkatalog: Das kommt ab dem 1. April auf Fahrschüler zu

Für die Änderungen gibt es verschiedene Gründe: So müssen beispielsweise neue Verkehrsregeln und gesetzliche Anpassungen in den Fragenkatalog aufgenommen und veraltete Fragen entfernt werden. Mit den Änderungen wird auch auf Rückmeldungen von Fahrschulen reagiert, um Missverständnisse zu beseitigen. Zudem werden technische Neuerungen, wie Fahrassistenzsysteme, berücksichtigt.

Der Fragenkatalog für die theoretische Führerscheinprüfung wird zweimal pro Jahr angepasst.

Durch die Aktualisierung der Fragen soll das Bewusstsein der Fahrschüler für typische Gefahren im Straßenverkehr insgesamt gestärkt werden.

Zum 1. April 2025 gibt es insgesamt 64 neue und überarbeitete Fragen: 

  • 23 neue Fragen im Grundwissen für alle Klassen
  • 15 neue Fragen in Klasse B
  • 9 neue Fragen in Klasse A
  • 4 neue Fragen in Klasse AM
  • 23 neue Fragen in Klasse C
  • 11 neue Fragen in Klasse D
  • 7 neue Fragen in den Klassen L und T
  • 14 neue Fragen im Mofa-Grundwissen
  • 3 neue Fragen im Mofa-Zusatzwissen

Ab April wird es zum ersten Mal auch Multiple-Choice-Fragen mit Bildern geben, um das Wissen rund um Verkehrszeichen gezielter zu prüfen.

Von der Änderung betroffen sind alle Fahrschüler, die ab dem 1. April eine theoretische Fahrprüfung absolvieren. Wer vor diesem Datum antritt, muss sich nicht auf die neuen Fragen vorbereiten. In der Fahrschul-App wird der aktualisierte Fragenkatalog bereits mehrere Wochen vor der offiziellen Anpassung eingepflegt. Die App informiert die Nutzer darüber und bietet die Möglichkeit, sich frühzeitig auf den neuen Stand umzustellen. Wird nichts unternommen, erfolgt die Umstellung automatisch.

42 Prozent Durchfallquote: Viele Fahrschüler scheitern an der theoretischen Fahrprüfung

2023 wurden in Deutschland bundesweit 1,93 Millionen theoretische Fahrprüfungen absolviert. Die Durchfallquote ist hier sehr hoch: Laut ADAC lag die Durchfallquote 2023 bei 42 Prozent. Der TÜV warnt vor dieser Entwicklung: „Wir müssen die Qualität der Fahrausbildung durch moderne Lernmethoden und eine gezielte Prüfungsvorbereitung verbessern“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband.

Autofahrer aufgepasst: Die 15 besten Tipps zum Spritsparen

Zu den richtigen Zeiten tanken
Zu den richtigen Zeiten tanken: Die Kraftstoffpreise schwanken täglich und können sich je nach Tageszeit deutlich unterscheiden. Besonders abends zwischen 18 und 19 Uhr sind die Preise an vielen Tankstellen am günstigsten, da zu dieser Zeit weniger Pendler tanken. Wer zur richtigen Zeit tankt, kann pro Jahr spürbar sparen und die Haushaltskasse schonen. © Imago/Manfred Segerer
Reifendruck messen
Reifendruck regelmäßig prüfen: Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand, wodurch der Motor mehr Leistung aufbringen muss. Bereits ein geringer Druckverlust kann den Spritverbrauch um 1 bis 2 % ansteigen lassen. Um dies zu vermeiden, sollte der Reifendruck mindestens einmal im Monat und vor längeren Fahrten kontrolliert werden. © Imago/Burkhard Schubert
Das richtige Gangschalten
Das richtige Gangschalten: Frühes Hoch- und spätes Runterschalten verringert die Drehzahl und spart so Sprit. Insbesondere im Stadtverkehr zahlt sich eine vorausschauende Fahrweise aus, da ständiges Beschleunigen und Abbremsen den Verbrauch in die Höhe treibt. Der optimale Verbrauch liegt meist bei mittleren Drehzahlen und moderatem Gasgeben. © Imago
Auf unnötige Lasten verzichten
Auf unnötige Lasten verzichten: Jedes zusätzliche Kilogramm kostet beim Fahren mehr Energie. Entfernen Sie Dachgepäckträger, Fahrradhalter und schwere Gegenstände aus dem Kofferraum, wenn sie nicht gebraucht werden. Schon 100 kg extra Gewicht können den Verbrauch um 0,1 Liter pro 100 km erhöhen. © Imago/Evgenii Lashchenov
Rekuperation nutzen (bei Hybrid- und E-Autos)
Rekuperation nutzen (bei Hybrid- und E-Autos): Bei Hybrid- und Elektroautos wird beim Bremsen Energie in die Batterie zurückgespeist. Sanftes Bremsen und Ausrollen lassen ermöglicht es, diese Energie optimal zurückzugewinnen und so die Reichweite zu verlängern. Eine vorausschauende Fahrweise hilft, häufiger in den Genuss dieser „kostenlosen“ Energie zu kommen. © Imago/Filippo Carlot
Konstant fahren statt Gas geben
Konstant fahren statt Gas geben: Ständige Geschwindigkeitswechsel belasten den Motor und steigern den Spritverbrauch. Eine gleichmäßige Fahrweise im mittleren Drehzahlbereich sorgt hingegen für einen optimalen Verbrauch. Besonders auf der Autobahn zahlt es sich aus, eine konstante Geschwindigkeit zu halten. © Imago/Christoph Hardt
Richtig heizen und kühlen
Richtig heizen und kühlen: Klimaanlagen und Heizungen sind echte Spritfresser, da sie zusätzliche Energie benötigen. Eine vernünftige Einstellung, wie z.B. eine moderate Temperatur im Sommer und eine kurze Heizphase im Winter, reduziert den Mehrverbrauch. Nutzen Sie die Lüftungssysteme nur dann, wenn sie wirklich gebraucht werden. © Imago
Motor im Stand nicht laufen lassen
Motor im Stand nicht laufen lassen: Bei längeren Wartezeiten, etwa an Bahnübergängen oder im Stau, sollte der Motor ausgeschaltet werden. Bereits wenige Minuten im Leerlauf können den Verbrauch merklich erhöhen und schaden der Umwelt durch unnötige Abgase. Moderne Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik übernehmen das für Sie automatisch. © Imago/Gottfried Czepluch
Elektrische Verbraucher sparsam einsetzen
Elektrische Verbraucher sparsam einsetzen: Sitzheizung, Navigationsgeräte und Co. sind praktisch, aber jeder elektrische Verbraucher erhöht den Spritverbrauch. Nutzen Sie diese Funktionen daher gezielt und nur, wenn es notwendig ist. Besonders bei Kurzstrecken lohnt es sich, auf unnötige Verbraucher zu verzichten, um den Verbrauch niedrig zu halten. © Imago/Bernd Leitner
Vorausschauend fahren
Vorausschauend fahren: Eine vorausschauende Fahrweise, die den Verkehr frühzeitig beobachtet, verhindert ständiges Abbremsen und Beschleunigen. So lässt sich im Stadtverkehr bis zu 15 % Kraftstoff sparen, da weniger Energie für das Bremsen verschwendet wird. Rollen Sie zum Beispiel bei einer roten Ampel einfach aus, anstatt abrupt zu bremsen. © Imago/Manuel Kamuf
Aerodynamik verbessern
Aerodynamik verbessern: Offene Fenster, Dachträger und Dachboxen erhöhen den Luftwiderstand und treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h sollte das Fenster lieber geschlossen bleiben und unnötige Aufbauten entfernt werden. Eine bessere Aerodynamik hilft, den Verbrauch zu reduzieren und die Fahrt effizienter zu gestalten. © Imago
Langsam anfahren
Langsam anfahren: Ein sanftes Anfahren an der Ampel spart nicht nur Sprit, sondern schont auch den Motor und die Reifen. Statt das Gaspedal voll durchzutreten, sollte man moderat beschleunigen und das Fahrzeug sanft auf Tempo bringen. Dies senkt den Verbrauch besonders im Stadtverkehr, wo häufiges Anfahren üblich ist. © Imago
Regelmäßige Wartung des Autos
Regelmäßige Wartung des Autos: Ein gut gewartetes Auto verbraucht weniger Kraftstoff, da der Motor und die Technik effizienter arbeiten. Regelmäßige Inspektionen, bei denen Luftfilter, Zündkerzen und Öl geprüft und ausgetauscht werden, tragen zur Langlebigkeit des Fahrzeugs bei. Schon ein verstopfter Luftfilter kann den Verbrauch spürbar erhöhen. © Imago
Auf Tempolimits achten
Auf Tempolimits achten: Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Luftwiderstand erheblich, was den Spritverbrauch in die Höhe treibt. Fahren Sie deshalb im moderaten Geschwindigkeitsbereich, idealerweise zwischen 80 und 120 km/h, um den Verbrauch zu optimieren. Jedes Auto hat eine optimale Geschwindigkeit für die beste Effizienz, die oft bei den gesetzlich vorgeschriebenen Tempolimits liegt. © Imago/Martin Schroeder
Tempomat nutzen
Tempomat nutzen: Der Tempomat sorgt für eine konstante Geschwindigkeit, was auf längeren Strecken den Verbrauch verringert. Gerade auf der Autobahn oder Landstraße können Tempowechsel vermieden werden, wodurch der Motor gleichmäßiger und sparsamer läuft. Zudem fördert der Tempomat eine entspanntere Fahrt, da ständiges Beschleunigen und Bremsen entfällt. © Imago

Gleichzeitig wird es in Deutschland auch immer teurer einen Führerschein zu absolvieren. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamts: 2023 wurden Führerscheine um 7,6 Prozent teurer – bei einer Inflation von 5,9 Prozent. Laut ADAC kostete ein Auto-Führerschein zuletzt zwischen 2.100 und 4.400 Euro. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände rechnet mit Kosten zwischen 2.800 und 3.500 Euro. (jus)

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