Hamamelis pflanzen

Zaubernuss pflegen: Der perfekte Standort für das Wintergewächs

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Im Winter blüht nichts. Wer das glaubt, hat die Zaubernuss noch nicht kennengelernt. Der Baum blüht erst auf, wenn es draußen richtig ungemütlich ist.

Zu dem Zeitpunkt, wenn sich alle anderen Pflanzen in ihrer Winterruhe befinden, hat die Zaubernuss ihren großen Auftritt. Der aus Ostasien und Nordamerika stammende Wunderbaum verzaubert winterliche Gärten mit seinen gelblich und rötlich gefärbten Blütenblättern, die an kleine Fäden erinnern.

Bis zu minus 20 Grad Celsius überlebt die Zaubernuss ohne Probleme. Im Herbst erstrahlen hingegen ihre Blätter in Rot und Gelb. Wer seinen Garten mit einer Zaubernuss schmücken möchte, sollte diesen jetzt im Herbst pflanzen.

Zaubernuss: Wie Sie den winterharten Strauch pflanzen

Frühlingsblüten im Winter? Die Zaubernuss kann das. Als Barbarazweig bringt sie die Vorfreude auf den Frühling in die dunkle Jahreszeit.

Der winterharte Strauch spielt schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Laut der Freien Universität Berlin nutzten sie schon indigene Völker als Heilpflanze und auch heute noch findet sich die Zaubernuss in verschiedenen Kosmetika wieder.

Die Extrakte aus Rinde und Blätter haben eine entzündungshemmende Wirkung, sodass sie zum Beispiel in Hautcremes zum Einsatz kommen. Ein großer Vorteil der Zaubernuss ist, dass sie fast nie Probleme mit Schädlingsbefall hat, sondern überaus robust gegenüber Krankheiten und Parasiten ist.

Carl von Linné (70, † 1778) gab der Gattung den Namen „Hamamelis“. Die Zaubernuss ist eine Gattung innerhalb der Familie der Zaubernussgewächse. Gartenfreunde können sich merken, dass es insgesamt fünf Arten der Zaubernuss gibt. Drei davon sind in Nordamerika beheimatet, die anderen zwei in Ostasien. Aus Nordamerika stammen folgende Arten:

  • Virginische Zaubernuss
  • Frühlings-Zaubernuss
  • Hamamelis ovalis

In Ostasien beheimatet sind:

  • Japanische Zaubernuss
  • Chinesische Zaubernuss

Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sind für Gartenfreunde besonders die Japanische Zaubernuss und die Chinesische Zaubernuss von Bedeutung. Diese beiden Arten eignen sich zur Anpflanzung im Garten besser, da sie eine deutlich längere Blütezeit haben.

Zaubernuss: Die Japanische und die Chinesische Zaubernuss

Die Japanische Zaubernuss verleiht dem Garten im Herbst einen bunten Anstrich aufgrund ihrer farbenfrohen Blätter. Gegen Ende des Herbstes wirft sie ihr Laub meist ab und blüht zwischen Januar und März. In dieser Zeit verströmt sie einen angenehmen Duft. Die strauchartig wachsende Pflanze erreicht etwa eine Höhe von drei bis vier Metern.

Zehn farbenfrohe Zimmerpflanzen, die im Winter gute Laune verbreiten

Lilafarbene Blüte einer Orchidee.
Orchideen sind der Zimmerpflanzen-Klassiker. Es gibt viele verschiedene Sorten, die alle eine etwas andere Pflege benötigen. © Imago
Eine Fittonie mit dunkelgrünen Blättern und pinker Maserung.
Die Fittonie trägt im Englischen auch den Namen „Nerve plant“, da ihre Blätter mit feinen, kontrastierenden Äderchen durchzogen sind. © Akchamczuk/Imago
Eine Nahaufnahme einer Sukkulente.
Sukkulenten sind pflegeleicht und begeistern in vielen verschiedenen Formen und Farben.  © Akchamczuk/Imago
Ein Flammendes Kätchen mit lilafarbener Blüte.
Das Flammende Käthchen ist die wohl bekannteste Kalanchoe. Sie mag es hell und gilt als robust.  © Claudia Nass/Imago
Eine Buntnessel mit rot-grünen Blättern.
Als einjährige Beetpflanze ist die Buntnessel (Coleus) eher bekannt; sie eignet sich jedoch auch als mehrjährige Zimmerpflanze. © CSP/Imago
Ein blühender Weihnachtskaktus.
Der Weihnachtskaktus mag indirektes, helles Licht. Er eignet sich auch als Ampelpflanze.  © Yay Micro/Imago
Calathea-Pflanzen mit weiß gestreiften Blättern.
Die Calathea ist eine immergrüne Pflanze, die es gerne schattig mag.  © Imago
Eine orangefarbene Strelitzie.
Ursprünglich aus Südafrika stammend, findet man Strelitzien heute im Mittelmeerraum sowie Kalifornien. © Imago
Eine rote Flamingoblume.
Die Blüte der Flamingoblume (Anthurium) ist nicht nur auffällig gefärbt, sondern glänzt auch besonders schön. Trockene Erde mag das Gewächs nicht.  © Khairil77/Imago
Saintpaulia auf einer Fensterbank.
Saintpaulia, oder auch Usambaraveilchen genannt, blüht in Lila, Weiß, Blau oder Pink. Sie mögen viel Licht, aber keine direkte Sonne.  © Darekb22/Imago

Die Chinesische Zaubernuss ist für größere Gärten geeignet, sie kann eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen. Auch sie blüht von Januar bis März und verträgt Temperaturen bis zu etwa minus zehn Grad Celsius. Der Duft der Blüten erinnert an Honig und versüßt einem so manch grauen Wintertag. Im Fachgeschäft gibt es mittlerweile meist Hybride, also Kreuzungen der Japanischen und Chinesischen Zaubernuss, zu kaufen. Diese tragen den Namen „Hamamelis x intermedia“.

Zaubernuss: So fühlt sich die Pflanze im Herbst am wohlsten im Garten

Sie wächst zwar recht langsam, nimmt im Laufe der Zeit aber immer mehr Platz im Garten ein. Da Zaubernüsse im fortgeschrittenen Alter ein Umpflanzen nicht mehr gut vertragen, sollten sich Gärtnerinnen und Gärtner also bereits vor dem Pflanzen einen geeigneten Standort mit genügend Platz überlegen.

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Im Herbst ist der beste Zeitpunkt, eine Zaubernuss zu pflanzen. Der Boden sollte dabei dauerhaft feucht sein, aber keine Staunässe bilden. Die Pflanze muss vor starken Ostwinden geschützt sein und an einem sonnigen oder halbsonnigen Ort stehen.

Wer den Boden gut mulcht, hilft der Zaubernuss im Herbst beim Anwurzeln. Ist sie einmal gepflanzt, sollten Gartenfreunde die Finger von der Astschere lassen, da Zaubernüsse keine Rückschnitte vertragen. Das macht die Standortauswahl nochmals wichtiger. Nach etwa drei Jahren zeigt sich die Zaubernuss dann in ihrer vollen Pracht.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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