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Sie streicheln Ihren flauschigen Liebling und spüren plötzlich diesen Hubbel: Eine Zecke hat sich festgebissen. So werden Sie den Plagegeist wieder los.
Wenn Hunde oder Katzen draußen unterwegs sind, bringen sie manchmal unerwünschte Gäste mit ins Haus. Im Idealfall sind sie gut sichtbar, wie Äste oder tote Mäuse. Doch ab und an bemerken Sie die Mitbringsel erst beim Streicheln Ihres Haustiers: Zecken. Diese Parasiten sollten Sie zügig entfernen. Wie Sie Zecken Schritt für Schritt von Ihrem Liebling lösen und was Sie dafür benötigen, haben wir zusammengefasst.
An welchen Orten lauern Zecken?
Zecken finden sich in Deutschland überall dort, wo es grün ist: in Parks, Gärten, Wäldern und auch im hohen Gras. Ihr Hund oder Ihre Katze muss also keine weite Strecke zurücklegen, um eine Zecke einzusammeln.
Wie sehen Zecken aus? So erkennen Sie Zecken an Ihrem Haustier
Zecken sind sehr klein. Während sie sich von der Larve zum sogenannten Adult weiterentwickelt, werden auch die Wirte größer. Katzen und Hunde zählen normalerweise ab dem Nymphenstadium zum Speiseplan der Milbe.
Selbstverständlich bestehen Unterschiede zwischen den Zeckenarten, doch die Größen sind annähernd vergleichbar. In der Länge erreichen Zecken eine Größe von ca. einem bis zu 14 Millimeter. Vollgesogene Weibchen können auf die doppelte Länge anschwellen.
Das Farbspektrum reicht von Schwarz über Grau bis hin zu Braun – je nach Art und Geschlecht. Normalerweise erkennen Sie die Zecke beim Streicheln Ihres Haustieres. Ein kleiner Hubbel, der vorher nicht da war? Das sollten Sie besser genauer untersuchen.
Welche Gefahren bergen Zecken für Hunde und Katzen?
Zecken übertragen Krankheiten – egal, ob sie Mensch, Hund oder Katze stechen. Ja, das haben Sie richtig gelesen: Laut RKI ist der „Zeckenbiss“ eher ein Stich. Am häufigsten übertragen Zecken sogenannte FSME-Viren und Borrelien.
Letztere sind Bakterien und lösen eine Borreliose aus. Erkennbar ist die bakterielle Erkrankung an der sogenannten Wanderröte, die bei Haustieren wie Hund und Katze schlecht zu sehen ist, weil schlichtweg das Fell im Weg ist. Nach der Infektion ist das Tier abgeschlagen, fiebrig und frisst nicht. Später können Entzündungen und schlimmere Gesundheitsfolgen hinzukommen. Wollen Sie Ihren Vierbeiner schützen, lassen Sie ihn impfen! Diese Möglichkeit haben Sie bei FSME nicht. Die Virenerkrankung zeichnet sich durch grippeähnliche Symptome aus.
Untersuchen Sie deshalb regelmäßig Ihre Haustiere auf Zecken, um eine Übertragung von Krankheiten zu verhindern!
Schritt für Schritt: So lassen sich Zecken entfernen
Haben Sie eine oder gar mehrere Blutsauger gefunden, sollten Sie diese natürlich auch entfernen. Im Folgenden erhalten Sie eine ausführliche Anleitung, nach der Sie die lästigen Zecken loswerden können:
- Zecke isolieren: Streichen Sie die Haare des Hundes/der Katze zur Seite.
Zeckenzange/Zeckenschlinge möglichst dicht an der Haut fixieren.
Langsam ziehen – nicht drehen, um den Kopf nicht abzureißen.
Nicht ruckartig ziehen: Warten Sie einige Sekunden ab, ehe Sie den Zug erhöhen – die Zecke löst sich irgendwann ab.
Zecke löst sich nicht: Nun können Sie leicht drehen.
Kopf abgerissen: Entfernen Sie die festgebissene Zecke mit einer Pinzette.
Wenn Sie den abgerissenen Kopf nicht aus Ihrem Haustier entfernen können, beobachten Sie die Stelle. Bei Entzündungszeichen unbedingt zum Tierarzt gehen!
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