- VonSophia Lavcanskischließen
Der Reisepass ist nicht nur für Reisende wichtig, sondern hat auch noch einige versteckte Funktionen. Was zum Beispiel bedeuten die „<“-Zeichen?
Wer sich den Reisepass schon ein mal genauer angeschaut hat, wird darauf eine Menge interessante Details bemerkt haben. Zum Beispiel gibt es einen bestimmten Grund, warum in der Dokumentennummer niemals der Buchstabe „O“ zu finden ist. Außerdem gibt es zahlreiche Sicherheitsmerkmale wie Mikrotext und Hologramme, aber auch seltsame Codes, in denen sich zahlreiche „<“-Zeichen befinden. Was hat es mit letzterem eigentlich auf sich?
Bei den beiden „Codes“, die sich ganz unten auf deutschen Reisepässen befinden, handelt es sich um die maschinenlesbare Zone, die auch „MRZ“ (machine readable zone) genannt wird. Sie ist laut dem „Bundesministerium des Innern und für Heimat“ dafür da, dass die Ausweise und Pässe beispielsweise bei Grenzkontrollen auch maschinell gelesen werden können, wodurch Fehler minimiert werden, Fälschungen besser erkannt werden und Passkontrollen schneller ablaufen können. Damit alles einheitlich bleibt, wird die Schriftart „OCR-B“ genutzt und alle Zeichen haben die gleiche Breite und denselben Abstand zueinander.
Geheime Zeichen auf dem Reisepass? Was die unteren beiden Zeilen bedeuten
Tatsächlich sind die letzten beiden Zeilen, also die MRZ, bei jeder Person nach dem gleichen Schema aufgebaut. In der ersten Zeile befindet sich ein „P“ für „Pass“, ein „D“ als Ländercode der Bundesrepublik Deutschland, der Familienname und Vorname(n). In der zweiten Zeile wird es etwas komplizierter. Hier kommt zuerst die Dokumentennummer mit Prüfziffer und Ländercode. Darauf folgt das Geburtsdatum mit Prüfziffer, Geschlecht, Gültigkeitsdatum mit Prüfziffer, Versionsnummer, Prüfziffer und Gesamtprüfziffer.
Getrennt werden all diese Wörter, Buchstaben und Ziffern mit diesem „<“ Zeichen, das laut dem „Bundesministerium des Innern und für Heimat“ nichts weiter als Leerstellen darstellen soll. Übrigens gibt es einen ähnlich aufgebauten Code auch auf der Rückseite des Personalausweises zu finden. Dieser unterscheidet sich lediglich in Reihenfolge der Elemente und Anzahl der Zeilen (drei) von dem Code auf dem Reisepass.
Reisepass sollte niemals in falsche Hände gelangen
Neben der Hauptfunktion des Reisepasses, sich bei Kontrollen ausweisen zu können und wichtige Informationen zu liefern, wird er oft auch für andere Zwecke genutzt. Oft wird beim Ausleihen von beispielsweise Sportgeräten wie Fahrrad oder Ski- und Taucherausrüstungen der Pass als Pfand gefordert, um sicherzustellen, dass die Geräte wieder abgegeben werden. Davon sollten Verbraucher dringend absehen, denn der Pass sollte aus verschiedenen Gründen niemals als Pfand abgegeben werden.
Auch wenn auf dem Pass die meisten Daten verschlüsselt sind, können geübte Finger schnell an Daten wie Fingerabdrücke, Bilder und anderes gelangen.
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