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Zitronenbaum aus Kern selber ziehen – ganz simpel dank Gewächshauseffekt

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Wer einen Zitronenbaum selber ziehen möchte, muss den Kern normalerweise sorgfältig pflegen. In einem Gefrierbeutel gelingt es fast wie von ganz allein.

Ob ein selbst gezogener Zitronenbaum einmal Früchte trägt, ist ungewiss. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, aus einer gewöhnlichen Zitrone und einem unscheinbaren Kern eine attraktive Pflanze mit dunkelgrünen, glänzenden Blättern zu ziehen. Das dauert oftmals sehr lange und man muss die Aussaat gut im Auge behalten, damit der empfindliche Samen nicht austrocknet und nicht ertränkt wird. Das tägliche Befeuchten während der Anzucht ist passé, wenn man einen Mini-Gewächshauseffekt erzeugt: Alles, was man dafür benötigt, ist ein Sechser-Eierkarton, Erde und ein verschließbarer Gefrierbeutel.

Zeit sparen bei der simplen Zitronenbaum-Anzucht

Um einen Zitronenbaum aus einem Kern selber zu ziehen, dauert es nur wenige Wochen.

Die Zeit sparende Methode erklärt der YouTube-Kanal Geniale Tricks in einem Video: Nehmen Sie eine Zitrone (natürlich eignet sich auch eine Orange oder andere Zitrusfrucht), halbieren die Frucht und lösen Sie die Kerne heraus. Die Vertiefungen des leeren Eierkartons füllen Sie mit Blumenerde. Dies muss keine besondere Erde sein, ideal ist normale Erde mit etwas Lehm gemischt. In jede Vertiefung kommt ein Zitruskern, der etwas in die Erde eingedrückt und mit einer Sprühflasche befeuchtet wird. Den Kartondeckel schließen, in einen Gefrierbeutel geben und den Karton nochmals gut mit Wasser einsprühen. Den Beutel verschließen und zwei bis vier Wochen an einem hellen, warmen Ort sich selbst überlassen. Wenn man dann den Karton öffnet, findet man vielleicht schon zarte Jungpflanzen vor.

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Regrowing: Aus Gemüseresten neue Pflanzen im Wasserglas züchten

Nachwachsender Stangensellerie in einem Wasserglas.
Regrowing heißt der Trend, bei dem Gemüse ganz einfach wieder nachwächst. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Wasserglas und ein paar Gemüsereste. Schneiden Sie das Gemüse etwa zwei Zentimeter über der Wurzel ab und stellen es in ein Wasserglas.  © Sascha Steinach/Imago
Stangensellerie.
Nach ein paar Tagen wachsen dann die ersten Blättchen nach. Allerdings eignen sich nur bestimmte Gemüsesorten für Regrowing. Stangensellerie gehört dazu.  © membio/Imago
Karotten mit kurz geschnittenem Grün.
Wurzelgemüse wie Karotten wachsen im Wasserglas zwar nicht direkt nach, aber sie bilden neues Grün. © Snowfield Photography/Imago
Wurzelpetersilien auf einem Tisch.
Das nachwachsende Grünzeug schmeckt wunderbar in Salaten, in Smoothies oder als grünes Pasta-Topping. Neben Karotten und der hier abgebildeten Wurzelpetersilie ...  © Katharina Hild/Imago
Eine Frau wäscht Rote Beete unter dem Wasserhahn der Küchenspüle.
... zählt auch Rote Beete zu den Wurzelgemüsen, die sich für Regrowing eignen, ... © Jeannie/Imago
Frische Gartenradieschen auf Holz.
... genau wie Rettich oder Radieschen. Alle zwei bis drei Tage sollte das Wasser im Regrowing-Glas ausgetauscht werden, um Fäulnis und schlechte Gerüche zu vermeiden.  © Bernd Juergens/Imago
Aufgestapelte Frühlingszwiebeln.
Auch der Standort sollte gut gewählt sein: Eine warme Fensterbank mit viel Licht ist ideal, damit Gemüse nachwächst. Probieren Sie es doch einmal mit Frühlingszwiebeln...  © imagebroker/Imago
Lauch in Ringe geschnitten.
... oder Lauch, auch Porree genannt. Schneiden Sie dazu den Lauch etwa 4 cm über der Wurzel ab und stellen Sie den Wurzelrest ins Wasser. Nach etwa 14 Tagen können Sie bereits etwas ernten. © Fotografie.Bogdanski/Imago
Gewaschene Salatblätter in einem Sieb.
Regrowing bei Salat funktioniert am besten mit Eichblatt- oder Romana-Salat. Dazu benötigen Sie lediglich den Strunk, den Sie ins Wasser stellen. Schon nach kurzer Zeit sprießen dann neue Blätter.  © Deutzmann/Imago
Nahaufnahme eine Kohl-Kopfes im Garten.
Auch Kohl gehört zu den nachwachsenden Gemüsesorten, an dessen Strunk in Wasser neue Blätter sprießen. Für mehr Ertrag topfen Sie die ausgetriebenen Gemüsereste einfach in Erde um.  © Andreas Poertner/Imago

Qualitätsware erhöht die Chance auf eigene Zitronen

Sofern Sie alles richtig gemacht haben und das zarte mediterrane Pflänzchen gut umhegen, kann der Zitronenbaum dann nach etwa acht Jahren Blüten und Früchte tragen, verrät der Blog Meine Orangerie. Wenn Sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen möchten, dass zu Hause bald ein Früchte tragender Zitrusbaum steht, greifen Sie nicht zu den Zitronen aus dem Supermarkt um die Ecke – dies sind ähnlich wie bei einem selbst gezogenen Apfelbaum oftmals die Abkömmlinge von Plantagenbäumen, unfruchtbare Hybriden. Wählen Sie stattdessen veredelte Qualitätspflanzen.

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE/Imago

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