- VonKatja Heilschließen
Im Winter lassen viele Zimmerpflanzen gerne ihr Flügel hängen. Sie verlieren ihre Blätter und kränkeln vor sich hin. Das muss nicht sein!
Mit ein paar einfachen Tricks bringen Sie Ihre Zimmerpflanzen gut durch den Winter, denn auch in der kalten Jahreszeit oder eigentlich gerade dann, will man sich doch an ihnen erfreuen. Dafür brauchen sie ein bisschen mehr Pflege als im Sommer, denn die Pflanzen verlieren rascher Blätter und fangen sich schneller Schädlinge wie Spinnmilben oder Schildläuse ein, als im Sommer. Diese Probleme gilt es zu vermeiden:
| Problem von Zimmerpflanzen im Winter | Aktion |
| Mehr Staub durch Heizungsluft | Die Blätter regelmäßig mit einem weichen Tuch abwischen. |
| Zu wenig Licht | Pflanzen immer nah am Fenster platzieren (maximal 2 Meter Abstand) |
| Die falsche Menge Wasser | Staunässe oder zu trockene Wurzeln vermeiden und regelmäßig einsprühen. |
Ist es normal, dass Zimmerpflanzen im Winter Blätter verlieren?
Falls Ihre Pflanze im Winter ein paar Blätter verliert, ist das ganz normal, das liegt einfach an den veränderten Lichtverhältnissen. Sollte es aber zu massivem Blattausfall kommen und sich die Blätter verfärben, ist es ratsam, die Pflanze alle zwei Wochen um 90 Grad zu drehen, damit alle Seiten genügend Licht bekommen. Oft hat es aber auch einen anderen Grund, dass die Pflanze kränkelt und Blätter verliert, nämlich Staunässe.
Die meisten denken, sie haben ihrer Pflanze zu wenig Wasser gegeben, wenn sie anfängt zu welken und gießen sie öfter. Das führt zu Staunässe, die Wurzeln verfaulen und können kein Wasser mehr in die Pflanze transportieren. Die Pflanze fängt also an zu vertrocknen, obwohl sie eigentlich ertrunken ist. Dieses Phänomen tritt oft im Winter auf, denn jetzt brauchen Pflanzen weniger Wasser. Wie oft Zimmerpflanzen im Winter gegossen werden sollten, erfahren Sie hier.
Soll man Zimmerpflanzen im Winter auch düngen?
Düngen ist für Zimmerpflanzen vor allem während der Wachstumsperiode wichtig, und sollte vor allem in der Zeit von März bis Oktober einmal wöchentlich erfolgen. Im Winter brauchen Pflanzen in der Regel keinen Dünger, da das Wachstum reduziert und der Bedarf an Nährstoffen verringert ist. In längeren Abständen können Sie Ihre Zimmerpflanzen aber auch im Winter düngen und spätestens ab Februar wieder regelmäßig damit beginnen.
Ausnahmen bilden allerdings Zimmerpflanzen, die im Winter blühen, wie beispielsweise der Weihnachtsstern oder der Weihnachtskaktus. Winterblüher sollten Sie in dieser Zeit auf jeden Fall mit Dünger versorgen. Hier reicht es aber, alle zwei Wochen und nur während der Blütezeit zu düngen. Wie ich meinen Weihnachtkaktus am besten pflege, ist hier nachzulesen.
Was tun mit Zimmerpflanzen im Winter?
- Seltener gießen – einmal pro Woche maximal.
- Für ausreichend Licht sorgen.
- Für genügend Luftfeuchtigkeit sorgen.
- Staunässe vermeiden und Schädlingsbefall vorbeugen.
- Zimmerpflanzen nicht über die Heizung stellen.
- Staub von den Blättern entfernen.
Wie kalt darf es für Zimmerpflanzen sein?
Für die meisten Pflanzen ist auch eine niedrigere Zimmertemperatur zwischen 16 und 18 °C für eine Weile gut zu verkraften. Dabei ist aber immer darauf zu achten, dass sie keine Zugluft bekommen, denn darauf reagieren fast alle Pflanzen sehr empfindlich und werden geschwächt. Auch wichtig: Im Winter sollten Zimmerpflanzen nur dann gegossen werden, wenn sie wirklich Wasser benötigen.
Da Pflanzenorgane bereits bei Temperaturen zwischen +10 und 0 °C absterben, sollten Zimmerpflanzen es nicht dauerhaft kälter haben. Für einige Tage halten sie das jedoch in der Regel aus, solange kein Dauerfrost herrscht. Da viele Zimmerpflanzen aus tropischen oder subtropischen Gefilden kommen, ist eine Temperatur zwischen 18° und 24 °C in der Regel ideal.
Wann sollte man Zimmerpflanzen besser besprühen statt gießen?
Regelmäßiges Besprühen der Zimmerpflanzen mit einem Pflanzensprüher ist immer zu empfehlen, aber gerade im Winter wegen der trockenen Heizungsluft besonders wichtig. Denn jetzt ist die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen viel niedriger als die Pflanzen es gewohnt sind. Deshalb sollten sie mindestens einmal in der Woche sorgfältig von allen Seiten eingesprüht werden.
Oft macht es aber auch gerade im Winter Sinn, mehrmals in der Woche zu sprühen, denn der feine Sprühnebel legt sich auf die Blätter und verhindert, dass diese zu viel Feuchtigkeit verlieren. Dazu nehmen Sie am besten kalkarmes, zimmerwarmes Wasser. Die sonst als Standort so beliebte Fensterbank hat im Winter allerdings oft einige Nachteile. Welche Zimmerpflanzen nicht auf die Fensterbank gehören, ist hier nachzulesen. (khei)
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