Von Ficus bis Grünlilie

Zimmerpflanzen vermehren: Tipps für Stecklinge und Ableger 

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Die eigenen Zimmerpflanzen selbst zu vermehren, ist günstig und macht Spaß.

Wer es zu Hause grüner haben möchte, muss Zimmerpflanzen nicht unbedingt kaufen. Eine Vermehrung ist in den meisten Fällen einfach und günstig.

Die eigenen vier Wände ausgiebig zu begrünen ist einfach und muss nicht viel Geld kosten. Viele Zimmerpflanzen lassen sich ganz einfach vervielfältigen – entweder aus den eigenen Beständen oder von Freunden und Familie. Unterschiedliche Methoden sind je nach Pflanzenart zum Vermehren durch Kindel-Ableger oder Stecklinge geeignet. Das sind die besten Tipps.

Zimmerpflanzen vermehren: Tipps für Stecklinge

Stecklinge von Zimmerpflanzen zu ziehen, funktioniert vor allem bei verschiedenen Ficus-Arten oder Weihnachtssternen. Die Stelle, an der eines oder mehrere Blätter wachsen, ist der sogenannte Sprossknoten. Hier gilt es, das Messer anzusetzen. Am besten ein scharfes, desinfiziertes Messer verwenden, um die Mutterpflanze nicht zu beschädigen. Der Steckling sollte etwa zehn Zentimeter lang sein und mindestens zwei Blätter haben.

Danach stellt man den Steckling in ein Wasserglas und achtet darauf, dass nur der blattlose Teil im Wasser steht. Als Standort ist ein heller, windgeschützter Platz bei normaler Raumtemperatur geeignet. Zweimal pro Woche sollte das Wasser gewechselt werden, nach zwei bis drei Wochen dürften sich neue Wurzeln bilden. Dann einpflanzen und vorsichtig gießen. Im Winter ist darauf zu achten, dass dem Ableger von unten nicht kalt wird. Steht der Steckling zum Beispiel auf der Fensterbank, zur Sicherheit einen Untersetzer verwenden.

Der Steckling kann aber auch direkt in feuchte Erde eingepflanzt werden. Die Erde sollte nährstoffarm sein, damit der möglicherweise starke Dünger die jungen Wurzeln nicht beschädigt. Standort sollte ein heller, warmer Fleck sein – aber nicht in der direkten Sonne. Um die Feuchtigkeit hoch zu halten, eine Plastiktüte über die Pflanze stülpen. Sobald sie neue Triebe bildet, kann der Beutel weg. Wenn der Steckling stark genug angewachsen ist, topft man ihn um – am besten in ein für die Pflanze geeignetes Substrat.

Kindel-Ableger vorsichtig gießen

In der Regel am Haupttrieb der Mutterpflanze befinden sich Ableger, auch Kindel genannt. Bei ihnen sind meistens eigene Wurzeln angelegt, etwa die Grünlilie bildet solche eigenständigen Pflänzchen. Um sie abzunehmen mit einem scharfen desinfizierten Messer so nah am Haupttrieb wie möglich ansetzen, ohne ihn zu beschädigen. Dann darf das Kindel direkt in einen Topf mit Anzuchterde.

Beim Gießen gilt zunächst Vorsicht, denn durch zu viel Wasser können die Wurzeln faulen. Auch Ableger mögen eine warme Raumtemperatur und stehen nicht gern im direkten Sonnenlicht. Ableger am besten im Frühjahr aufziehen, weil sich die meisten Pflanzen zu dieser Jahreszeit ohnehin in der Wachstumsphase befinden.

Eine gute Gelegenheit, um Ableger oder Stecklinge zu machen, bietet sich grundsätzlich beim Pflanzen umtopfen an, da man dann die Pflanze auch oft teilt oder zurechtstutzt. Vor allem Küchenkräuter wie Basilikum lassen sich gut über Teilung vermehren. (amw/elm/spot)

Zimmerpflanzen für den Schatten: Die 10 schönsten

Nahaufnahme von einem Gummibaum samt Blüte.
Hat ein Gummibaum buntes Laub, benötigt er weniger Licht als ein grüner Gummibaum. © Imago
Ein Mann hält einen Bogenhanf in einem Stofftopf.
Bogenhanf bevorzugt weniger helle Plätze in der Wohnung. © Eva Blanco/Imago
Nahaufnahme von einem Schwertfarn.
Der perfekte Standort für Farne sind Nordfenster.  © Mint Images/Imago
Eine Grünlilie vor einer Holzwand.
Zu viel Sonne führt bei der Grünlilie zu verbrannten Blättern. © Teresinagoia/Imago
Eine Calathea „Goldstar“ in einer Wohnung.
Direkte Sonneneinstrahlung führt bei der Calathea zu Verbennungen.  © GWI/Floramedia/Imago
Eine Monstera vor einem dunklen Vorhang.
Das Fensterblatt (Monstera) benötigt nur mindestens 500 Lux. © Julie Berthelemy/Imago
Das Blatt einer weißen Friedenslilie.
Die Friedenslilie (Spathiphyllum) braucht relativ viel Wasser und dafür nur wenig Sonne. © CSP_iperl/Imago
Verschiedene Kakteen auf einem Tablett.
Die Kakteensorten Mammillaria oder Cephalocereus können auch mit wenig Licht zurechtkommen. Anders sieht es bei den meisten anderen Kakteen aus: Sie brauchen mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung. © Nalinratana Phiyanalinmat/Imago
Nahaufnahme eines Bubikopfes.
Direkte Sonne mag der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) nicht. Auch auf zu viel Wärme reagiert das hübsche Gewächs empfindlich. © Pablo Galán Cela/Imago
Ein Drachenbaum vor einer weißen Wand.
Drachenbäume sind der Klassiker unter den Zimmerpflanzen, da sie mit wenig Wasser und relativ wenig Licht auskommen. Ganz dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. Praktisch: Drachenbäume reinigen die Luft. © McPhoto/Imago

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