Wunderwaffe oder Unsinn?

Zimt im Garten: Gewürz bekämpft Schimmel und schützt die Pflanzen

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Zimt ist ein tolles und eher weihnachtliches Gewürz, es bringt aber auch im Garten Vorteile, vor allem beim Pflanzenschutz. Das Gewürz bekämpft Schimmel und schützt die Pflanzen.

Zimt verbinden viele Menschen mit Weihnachten, mit Backen oder leckerem Tee. Zimt an Pflanzen einzusetzen, dürfte vor allem den Zimmerpflanzen-Fans nicht ganz fremd sein. Doch auch im Garten kann das Gewürz einiges bewirken. Pflanzenfans sollten nur abwägen, wann der Einsatz von Zimt sinnvoll ist.

Zimt im Garten: An diesen Stellen kann das Gewürz bei der Gartenarbeit helfen

Zimtpulver ist im Garten gegen Schädlinge und Schimmel einsetzbar.

Wenn die Natur keine eigenen Mittel gegen Schädlinge oder Krankheiten hätte, wären all unsere Pflanzen wohl schon vor Ewigkeiten eingegangen. Anstatt chemische Pflanzenschutzmittel zu nutzen, setzen viele Gartenfans daher auf natürliche Schädlingsbekämpfung und pflanzliche Mittel gegen Krankheiten. Oft geht es dabei eher um Stärkung der Pflanze als um Bekämpfung der Probleme. Zimt ist ein Mittel, das nun in unseren Gärten nicht natürlich vorkommt. Dennoch kann das Gewürz Gartenfans gute Dienste erweisen. Vor allem schadet Zimt dem Garten nicht und auch für Haustiere sind kleine Mengen harmlos. Nur zu viel Zimt oder gar Zimtöl sollten Tiere nicht abbekommen.

So setzen Sie Zimt im Garten ein:

  • Gegen Schimmel: Zimmerpflanzen-Fans werden diesen Tipp kennen, denn Zimt gilt als gutes Mittel gegen Schimmel auf der Erde. Mit Zimt bestreut, sollte der Schimmelbefall auf der Erde verschwinden oder gar nicht erst entstehen. Auch gegen Schimmelpilze an Pflanzen soll Zimt helfen, indem man sie mit einer Mischung aus Zimtpulver und Wasser besprüht.
  • Gegen Krankheiten: Ähnlich wie bei der Verwendung gegen Schimmel kann Zimt auch jungen Pflanzen und Samen helfen, sich vor Krankheiten zu schützen. Bestenfalls werden die Samen dazu direkt mit etwas Zimt bestreut. Alternativ kommt der Zimt mit in den Dünger.
  • Für Wurzelwachstum: Gerade bei Stecklingen soll Zimt das Wachstum unterstützen, auch eine Zimt-Lösung kann eingesetzt werden. Bestenfalls kommt das Pulver oder Gemisch direkt auf die Wurzeln der Stecklinge.
  • Fördert den Heilungsprozess: Gerade beim Pikieren oder draußen bei einem Sturm kann der ein oder andere Stängel knicken. Zimt auf die Wunde gestreut, soll der Pflanze bei der Heilung helfen.
  • Gegen lästige Gartenbewohner: Auch Ameisen und Mücken sowie einige andere Parasiten kann Zimt abschrecken. Gegen Mücken kann vor allem Zimtöl helfen, hier sollten Sie nur vorsichtig im Umgang mit Haustieren sein und diese davon fernhalten.
  • Gegen Trauermücken: Speziell auf Trauermücken möchten wir zudem hinweisen, denn sie machen vielen Pflanzenfans das Leben schwer. Eine teurere Option wären Nematoden, Zimtpulver auf die Erde gestreut oder ins Gießwasser gegeben kann aber auch helfen. Bestenfalls schlüpfen die neuen Trauermücken dann gar nicht erst.

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Zimt im Garten: Für Tomaten lieber nicht verwenden

Bestätigen können wir aus eigener Erfahrung die Wirkung gegen Schimmel in Blumenerde. Ist der Schimmelbefall aber schon weit fortgeschritten, wird auch Zimt die Pflanze nicht mehr retten.

Wo Zimt bei einigen Pflanzen geradezu das Wachstum anregt, kann er bei anderen das genaue Gegenteil bewirken. Nutzen Sie bei Kresse oder Tomaten besser keinen Zimt, dort wirkt er wachstumshemmend.

Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Ein Problem könnte auch der Preis werden, denn ganz günstig ist Zimt nicht. In vielen Fällen gibt es auch andere Optionen, etwa in der natürlichen Schädlingsbekämpfung. So können Gartenfans den Zimt dann gezielt in der Anzucht, für die Wundheilung und zur Insektenabwehr nutzen.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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