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Tipp für Gartenfreunde: Ein Gewürz hilft Pflanzen beim Wachsen

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Zimt wird gern als Gewürz in Speisen benutzt. Doch inzwischen kommt das aromatische Gewürz nicht nur im Essen vor, sondern findet auch in Gärten immer häufiger Verwendung.

Kassel ‒ Den Trick mit dem angenehm duftenden Gewürz Zimt kennen inzwischen viele Verbraucher. Eine kleine Brise Zimt in den Kaffee gerührt oder ins rohe Hackfleisch gemischt, verfeinert die Speise. Es muss also nicht immer die köstliche ofenfrische Zimtschnecke oder die Schupfnudel versüßt mit Zwetschgenröster sein. Denn Zimt kann noch mehr, als Quark-Cremes, Marmeladen oder Apfel-Desserts die entscheidende Geschmacksnote zu geben.

Zimt im Garten einsetzen: Gewürz hilft gegen Ameisen und Mücken sowie Schimmelpilze an Pflanzen

Inzwischen wird das Gewürz auch zweckentfremdet in Staubsaugern und sogar im Garten eingesetzt. Wer Zimt im Garten verwendet, hilft Pflanzensamen sogar beim Wachsen. Das berichtet Chip.de. Klingt paradox. Zwar diente Zimt bislang Hobbygärtnern als Mittel gegen Ameisen und Mücken oder ‒ beigemischt ins Wasser ‒ bekämpfen Hobbygärtner mit Zimtwasser sogar Schimmelpilze an Pflanzen.

Zimt ist nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern taugt auch zum Garten-Helfer.

Zimt ist ein Gewürz aus der getrockneten Rinde des Ceylon Zimtbaums und verschiedener anderer Zimtbäume der Gattung Cinnamomum. Zimt ist schon jeher ein beliebtes Gewürz. Schon in der Antike fand es rege Anwendung. Der richtige Zimthandel hat seinen Ursprung im Mittelalter. Damals wurde er ausschließlich von den Arabern vertrieben. Gewürze waren zu dieser Zeit teuer. Der lange Importweg des Zimts erhöhte den Preis darüberhinaus. Dennoch war das Gewürz sehr gefragt. Man glaubte, dass Zimt Krankheiten wie beispielsweise Gicht heilen konnte. In der Neuzeit machte man sich auf die Suche nach der Herkunft des Gewürzes und fand es auf der Insel Ceylon. In den folgenden Jahrhunderten importierten vor allem die Portugiesen und Niederländer das Gewürz nach Europa. Heutzutage wird Zimt auf Sri Lanka, Madagaskar und den Seychellen sowie in Süd- und Südostasien angebaut.

Hobbygärtner aufgepasst: Pflanzensamen vor dem Verbuddeln mit Zimt einreiben ‒ gegen Schädlingsbefall

Wer mit Frühlingsbeginn in seinem Garten ein paar Samen in den Beeten einsetzen will, sollte die Pflanzensamen mit etwas Zimt einreiben und erst danach in die Erde verbuddeln. Vor allem Kräuter wie Salbei und Thymian eignen sich für ein März-Beet. Wer möchte, kann Zimt auch mit einem Pflanzendünger vermischen.

Die Mischung vertreibt lästige Gartenbewohner wie Parasiten und Schädlinge. Gerade bei Stecklingen soll Zimt das Wachstum unterstützen, auch eine Zimt-Lösung kann dafür eingesetzt werden. Bestenfalls kommt das Pulver oder Gemisch direkt auf die Wurzeln der Stecklinge. Nach einer einstündigen Lagerung können die Stecklinge eingepflanzt werden.

So mischen Sie eine Zimt-Lösung:

  1. Mischen Sie einen Esslöffel gemahlener Zimt und fünf Liter warmes Wasser.
  2. Lassen Sie die Zimt-Wasser-Lösung einige Stunden ziehen.
  3. Danach besprühen Sie Pflanzensamen sowie die Erdoberflächen von Pflanzen mit der Lösung.

Gewürz Zimt ist als natürliches Pflanzschutzmittel geeignet

Es braucht also keinen teuren Dünger oder Pflanzenschutzmittel, um Pflanzensamen zu schützen, damit Keime aufgehen und ihnen beim Wachsen zu helfen.  Das exotische Gewürz ist ein natürliches Fungizid und schützt die kleinen Samen vor Krankheitserregern, Schimmel- und Pilzbefall.

Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Beim Menschen kann Zimt sogar entzündungshemmend, anti-diabetisch, desinfizierend und verdauungsfördernd wirken. Kein Wunder also, dass es als ein traditionelles Hausmittel bei Blutungen, Zahnproblemen, Mundgeruch und Verdauungsproblemen verwendet wird. Laut einer amerikanischen Studie soll eine Kombination an Gewürzen auch eine heilende Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

Rubriklistenbild: © Harald A. Jahn / IMAGO

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