Woher stammt sein Reichtum?

Sidney Hoffmanns Vermögen: Wie er zu so viel Geld kam

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Sidney Hoffmann hat gleich mehrere Standbeine.
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Sidney Hoffmann ist Autohändler, TV-Moderator und Tuning-Experte. Sein Vermögen baute er über die Jahre mit einem Händchen fürs Geschäft auf.

Sidney Hoffmann (*2.9.1979) ist zweifelsfrei einer der bekanntesten Auto-Tuner Deutschlands. Mit TV-Sendungen wie „Die PS-Profis“ erreichte der gebürtige Dortmunder überregionale Bekanntheit, was seinem Geschäft mit Autos, Motorrädern und Autoteilen ganz sicher zuträglich war. Schon früh versuchte der PS-Experte, seine Leidenschaft für schnelle Fahrzeuge zu Geld zu machen. Nachdem er zeitweise Felgen im Netz verkauft hatte, begann Hoffmann mit dem Auto-Tuning.

Auch heute noch macht er damit den Großteil seines Vermögens, wobei er sich selbst als eher außergewöhnlichen Händler sieht. Statt auf Masse einzukaufen und schnell wieder zu verkaufen, erwirbt Hoffmann nämlich nur die Fahrzeuge und Teile, die ihn selbst begeistern. Beim Tuning lässt er sich außerdem ziemlich lange Zeit, um wirklich das Beste aus dem Projekt rauszuholen. Selbstverständlich bringt ihm auch sein Job als TV-Moderator einiges an Geld ein. Mit Immobilien und Aktien hatte Sidney Hoffmann in der Vergangenheit jedoch eher Pech. Deshalb konzentriert er sich heute lieber wieder auf schnelle Autos.

Sidney Hoffmann: Schon als Kind hatte er ein Händchen für Business

Schon als Kind überlegte Sidney Hoffmann, wie er seine Hobbys zu Geld machen könnte. Früh spielten Autos und Motorräder — und eigentlich alles andere mit viel PS — eine ziemlich große Rolle im Leben des gebürtigen Dortmunders. Doch bevor er als Tuning-Meister und TV-Moderator seinen Durchbruch hatte, fing Hoffmann erst einmal ganz bescheiden an. Sein erstes Geld verdiente er als Zeitungsjunge und Aushilfe auf dem Großmarkt. Den Gewinn investierte er wie so viele andere Kinder in Süßigkeiten, genauer gesagt in Überraschungseier.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Und obwohl er heute lieber die zarte Schokolade des Kult-Snacks genießt, zahlte sich das Sammeln der darin enthaltenen Spielfiguren letztendlich aus. Mit dem Verkauf der Sammlerstücke ermöglichte sich Hoffmann als 16-Jähriger nämlich den Kauf seines ersten Motorrads: eine Suzuki RG 80er Gamma. An dem kleinen Bike übte sich der spätere Schrauber auch erstmals am Tuning. Die dabei gesammelten Erfahrungen nutzte er, um sich sein Maschinenbaustudium, das er schlussendlich ohne Abschluss abbrach, mit dem Reparieren von Unfallfahrzeugen zu finanzieren. Später verdiente Hoffmann sein Geld dann im Internet mit dem An- und Verkauf von Felgen.

Sidney Hoffmann: So wird man ein erfolgreicher Auto-Tuner

Seine Leidenschaft zu Geld machen — davon träumen wohl viele Menschen. Für Sidney Hoffmann ist dieser Traum Wirklichkeit geworden. Zunächst gründete der Auto-Promi zusammen mit seinem Jugendfreund Jean Pierre „JP“ Kraemer die Tuningwerkstatt „Five Star Performence“. 2012 gingen die beiden jedoch getrennte Wege, da man laut Kraemer nicht mehr „auf demselben Level“ war. Nach langer Funkstille nähren sich die beiden Dortmunder inzwischen aber wieder an. Hoffmann hat inzwischen mit „Sidney Industries“ eine eigene Werkstatt aufgebaut und ist auch auf YouTube aktiv.

Sidney Hoffmann und Jean Pierre „JP“ Kraemer haben ihre Karriere zusammen begonnen.

Allerdings, so verriet der Fernsehstar zuletzt im Podcast „MONEY MONEY“, sei sein Erfolg eher ein Ausnahmefall. Denn um mit Autoteilen ein Vermögen zu machen, gehe es laut Hoffmann eher um Masse statt Klasse. Der Reality-Star ist allerdings eher durch seine Liebe zu Autos und Motorrädern motiviert. Die Teile und Fahrzeuge, die Hoffmann erwirbt, behält er teilweise ziemlich lange, bevor er sie wieder zum Verkauf anbietet.

Dieses Konzept scheint sich zu lohnen: Durch sein gutes Gespür gewinnen die gefragten Tuning-Teile an Wert und er kann sie letztendlich teurer wieder verkaufen. Doch Hoffmann rät eher davon ab, sein Geschäftsmodell zu kopieren. Stattdessen sollten Investoren, die Geld mit Autos und Bikes machen wollen, seiner Meinung nach eher sehr viele Teile günstig ankaufen, um sie dann mit möglichst viel Gewinn wieder loszuwerden.

Sidney Hoffmann: Woher stammt sein Geld?

Sidney Hoffman ist passionierter Auto-Tuner. Wenn sich jemand mit PS-starken Fahrzeugen auskennt, dann der Reality-Star. Mit seiner Liebe zu Autos und Motorrädern macht Hoffmann auch den Großteil seines Vermögens. Seine Hauptinvestments sind Fahrzeuge und Fahrzeugteile, wobei er laut eigener Aussage kein Händler im klassischen Sinne sei. Denn Hoffmann sieht sein Tuning oftmals als langfristiges Projekt. Um beispielsweise einen alten VW-Bulli umzubauen, nimmt sich der leidenschaftliche Schrauber sogar einige Jahre Zeit. Nur so weiß Hoffmann, dass er das Beste aus dem Wagen herausgeholt hat. Letztendlich zählt bei getunten Fahrzeugen nämlich ausschließlich das Endergebnis — wer das Auto umgebaut hat oder ob dieser jemand nebenbei auch ein TV-Star ist, interessiert die meisten Käufer nicht.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Trotzdem hat Hoffmann mit seinem Bekanntheitsgrad selbstverständlich auch die eine oder andere Summe verdient. Als Moderator von Sendungen wie „Die PS-Profis“ baute er sich eine treue Fangemeinde auf, die ihn immer wieder gerne auf den Bildschirm zurückholt. Zudem hat der Autoschrauber einen eigenen Podcast. Auch als Immobilien- und Aktieninvestor versuchte sich Hoffmann in der Vergangenheit. Leider hatte er dabei allerdings eher Pech, weshalb er sein Geld jetzt lieber wieder in Autos investiert.

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