VonSandra Barbara Furtnerschließen
Der illegale Handel mit Tieren floriert nach wie vor. Nun will die EU einen besseren Schutz für Hunde und Katzen und plant erstmals eine einheitliche Regelung.
Laut der Tagesschau werden in der EU mehr als 150 Millionen Hunde und Katzen gehalten. Der Trend sich ein Haustier anzuschaffen ist nach wie vor hoch. Der Handel mit den Tieren allerdings auch. Gerade im osteuropäischen Ausland werden Welpen unter schlechten Bedingungen gehalten und „produziert“ und im Internet zum Kauf angeboten. Jetzt hat die EU-Kommission Maßnahmen vorgelegt, um die Haltung und Zucht der Tiere besser zu regeln. So teilte die Brüsseler Behörde mit: „Einige Einrichtungen halten Hunde und Katzen unter besonders schlechten Bedingungen, vernachlässigen oder misshandeln die Tiere, verkaufen sie zu jung oder sorgen nicht für die richtige Impfung und medizinische Behandlung“.
Regeln für den Online-Handel
Auch der Online-Handel soll strenger reguliert werden. „Dass die EU Maßnahmen zum Schutz von Hunden und Katzen ergreift, ist lange überfällig. Insbesondere die Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung ist wichtig, um das grausame Geschäft mit Hunde- und Katzenwelpen einzudämmen, das ebenso auf Kosten der Elterntiere geht ...“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes in einer Pressemitteilung.
So soll durch die Kennzeichnung und Registrierung der Tiere der illegale Handel erschwert und eingedämmt werden. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die neuen Regelungen und weist darauf hin, dass diese auch die deutschen Tierheime entlasten könne.
Ein weiterer Punkt: Wer Hunde und Katzen verkaufen möchte, soll zukünftig genauere Informationen über das Tier angeben – beispielsweise Art, Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum und Geburtsort des Tieres.
Verbot von Verstümmelungen
Zudem soll die Zwingerhaltung sowie das schmerzhafte Kupieren der Ohren oder der Rute verboten werden. Auch die Dauer von Tiertransporten bei Nutztieren soll verkürzt werden.
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Der vorgelegte Gesetzentwurf muss nun im nächsten Schritt im EU-Parlament und von den Mitgliedstaaten im EU-Rat beraten werden.
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