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Diät gegen Verdauungsbeschwerden: Welche Lebensmittel Blähungen und Bauchschmerz fördern

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Sie kämpfen häufig mit Blähungen, Verstopfung oder Bauchschmerzen? Die FODMAP-Diät könnte Ihre Beschwerden lindern. Kurzfristig werden bestimmte Lebensmittel reduziert.

Die FODMAP-Diät ist insbesondere für Menschen mit Reizdarmsyndrom und anderen Verdauungsproblemen interessant. Der Begriff „FODMAP“ steht für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole, die alle Arten von Kohlenhydraten umfassen, die im Darm fermentieren können und so möglicherweise zu Verdauungsbeschwerden führen.

Im Rahmen der FODMAP-Diät werden bestimmte Nahrungsmittel vorübergehend gemieden oder komplett vom Speiseplan gestrichen. Es handelt sich um Lebensmittel, die reich an sogenannten FODMAPs sind. Diese Nahrungsmittel wandelt der Körper in kurzkettige Kohlenhydrate um, die im Darm fermentieren und dadurch Gase und Flüssigkeit produzieren. Bei Menschen mit empfindlichem Verdauungssystem können diese Gase und Flüssigkeiten zu Blähungen, Bauchschmerzen, Krämpfen und Durchfall führen.

Diät für bessere Verdauung: Welche Lebensmittel kurzfristig gemieden werden

Der erste Schritt der FODMAP-Diät besteht darin, Nahrungsmittel mit hohem FODMAP-Gehalt soweit wie möglich zu vermeiden. Dazu zählen:

  • Weizen, Gerste, Roggen
  • Linsen, Brokkoli, Knoblauch
  • Frischkäse, Joghurt, Milch, Quark
  • Äpfel, Kirschen, Mangos, Birnen, Wassermelone
  • Maissirup, Honig, zuckerfreie Bonbons und Kaugummis
Wassermelone wird bei der FODMAP-Diät gemieden, weil das Obst viel Fruchtzucker enthält.

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Dieser Phase folgt eine streng kontrollierte Einführungsphase, in der nach und nach einzelne FODMAP-reiche Lebensmittel wieder in die Ernährung aufgenommen werden. Dabei wird beobachtet, wie der Körper auf jedes Lebensmittel reagiert, um individuelle Toleranzen festzustellen.

FODMAP-Diät ist keine langfristige Lösung

Die Wirkung der FODMAP-Diät beruht darauf, potenzielle Auslöser von Verdauungsbeschwerden zu identifizieren und zu reduzieren. Die Diät führte bei etwa 70 Prozent der Menschen mit Reizdarmsyndrom zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome, informiert die Ärztezeitung. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass die FODMAP-Diät nicht für jeden geeignet ist und dass es ratsam ist, sie unter Anleitung eines Ernährungsberaters oder Arztes durchzuführen.

Ernährung gegen Altern: Zehn Lebensmittel, auf die Sie verzichten sollten

Kaffee in Tasse
Telomere gelten als Marker, die das biologische Alter eines Menschen anzeigen und eine wichtige Rolle im Alterungsprozess spielen. Sie befinden sich am Ende der Chromosomen als Schutzkappen und werden bei jeder Zellteilung kürzer. Krankheiten können zur Verkürzung beitragen. Umso wichtiger ist deshalb die richtige Ernährung. Wer länger jung aussehen möchte, sollte deshalb auch seinen Kaffeekonsum kritisch überprüfen. Denn Kaffee kann zwar ein echter Wachmacher sein. Allerdings erhöht er auch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, was zur Alterung der Haut beiträgt. © Bernd Jürgens/IMAGO
Butter
Butter gehört für viele Menschen immer auf ihr Brot. Dabei hat sie eine hohe Dichte an gesättigten tierischen Fettsäuren, welche Entzündungen im Körper begünstigen, für einen erhöhten Cholesterinspiegel sorgen und somit die Telomere verkürzen. © Eivaisla/IMAGO
Schaumküsse
Möchten Sie, dass Ihre Haut lange straff und geschmeidig bleibt, dann Finger weg von Süßigkeiten. Der in ihnen enthaltene Zucker wirkt eben nicht nur entzündungsfördernd, sondern lässt die Haut auch schneller altern. Denn die kurzkettigen Kohlenhydrate zerstören die beiden Proteine Kollagen und Elastin, die die Haut normalerweise straff halten. © Westend61/IMAGO
Milchprodukte
Milchprodukte können ebenfalls zu einer schnelleren Alterung führen. Sie fördern nicht nur Entzündungen im Körper, sondern werden bei der Verdauung in Laktose gespalten. Dies schadet letztendlich der körpereigenen Kollagenproduktion. Mit zunehmendem Alter fällt es dem Körper zudem schwerer, die in der Milch enthaltene Laktose zu verdauen. Deshalb sollten Milchprodukte wie etwa Joghurt oder Käse nicht in großen Mengen gegessen werden. ©  Alex9500/IMAGO
Alkohl
Alkohol ist Zellgift und entzieht dem Körper gleichzeitig Flüssigkeit. Beides schadet nicht nur der Gesundheit, sondern lässt Menschen auch äußerlich älter wirken. Allerdings kommt es bei Alkohol auch auf die Menge und Qualität an. Rotwein enthält beispielsweise Resveratrol. Das Polyphenol schützt die Haut, indem es freie Radikale bindet. Dadurch lässt es die Haut gesund altern. © Ezequiel Gimà nez/IMAGO
Wurst
Verarbeitete Wurst- und Fleischwaren enthalten viel Salz sowie hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren und Zusatzstoffen. Diese Kombination kann dazu führen, dass die Telomere schrumpfen und schneller altern lassen. © Photology2000/IMAGO
Pommes
Auch der Verzehr von Pommes kann den Alterunsprozess beschleunigen. Beim Frittieren entstehen nämlich durch die hohe Hitze viele Transfettsäuren. Sie können die Telomerlänge negativ beeinflussen. © avq/IMAGO
Glas mit Cola
Nicht nur der in Softdrinks wie Limonade enthaltene Zucker ist für die Gesundheit schädlich. In Cola steckt beispielsweise auch Phosphorsäure. Sie steht im Verdacht, die Knochen zu schwächen. Eine geringe Knochendichte kann wiederum zu Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose, führen und das Altern beschleunigen. © Kitch/IMAGO
Salz auf einem Löffel
Auch Salz kann sich negativ auf die Alterung auswirken. Zu viel des beliebten Gewürzes lässt beispielsweise das Gesicht aufgedunsen und die Augenringe dunkler wirken. Lebensmittel wie zum Beispiel Fertigsoßen oder Chips, die viel Salz enthalten, führen außerdem dazu, dass sich Wasser im Körper einlagert. Zudem entzieht das enthaltene Natrium den Knochen wichtiges Kalzium und erhöht den Blutdruck. Gänzlich auf Salz sollte allerdings auch nicht verzichtet werden. Mithilfe von zum Beispiel Joghurt, Bananen oder Trockenfrüchten kann das Salz mit Kalium ausgeglichen werden. © Orcea David/IMAGO
Chips
Die Teilnehmer einer Studie, die täglich mehr als drei Portionen hoch verarbeitete Lebensmittel aßen, hatten ein doppelt so hohes Risiko für verkürzte Telomere als Personen, die maximal eine Portion an Fertigprodukten pro Tag zu sich nahmen. Zu diesen Lebensmitteln zählen zum Beispiel Chips, Weißbrot, Kuchen, Gebäck, Schokolade und Fertiggerichte. © "ungvar"/IMAGO

Es ist zu beachten, dass die FODMAP-Diät nicht als langfristige Lösung gedacht ist, sondern als eine temporäre Maßnahme zur Identifizierung von problematischen Lebensmitteln. Sobald die Trigger-Lebensmittel ermittelt wurden, können sie möglicherweise in geringeren Mengen toleriert werden, und die Ernährung kann entsprechend angepasst werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Christian Ender/Imago

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