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Sieben Tipps, wie sich Zwiebeln besonders lang in Ihrem Vorrat halten

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Auch wenn man Zwiebeln über Monate hinweg ernten kann, legen sich manche für den Winter gern einen Vorrat an. Sorte, Ort und Methode spielen dabei eine Rolle.

Lagerbare Zwiebeln behalten lange ihre Festigkeit und sind dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wie Vitaminen und der positiven Wirkung auf das Immunsystem ein beliebtes Wintergemüse. Wer einen Garten hat und schlau plant, kann sich über viele Monate hinweg mit eigener Frischkost versorgen, für den Vorrat bieten sich außerdem Lagermethoden für eine lange Haltbarkeit an, wie der Zwiebelzopf oder Zwiebeln in der Strumpfhose.

Zwiebeln lange lagern: Wichtige Tipps für Vorrat und Haltbarkeit  

Als Zwiebelzopf oder -kranz luftig aufgehängt, ist das Gemüse besonders lang haltbar.

Wer ein bisschen Geschick hat, findet mit dem Flechten von Zwiebeln, übrigens auch von Knoblauch, eine wirksame Methode, um das Gemüse lange zu lagern. Als Zopf bleiben die Zwiebeln länger frisch, weil sie immer einem leichten Luftstrom ausgesetzt sind – das Gegenteil ist der Fall, wenn man sie in einem verschlossenen Behälter lagert. Da das Flechten aber nicht jedermanns Sache ist, kann man sie laut dem Gardening Channel auch in Netzsäcken oder sauberen, gebrauchten Strumpfhosen an einem dunklen, eher kühlen Ort aufhängen.

Sorte, Erntezeitpunkt und Lagertemperatur haben Einfluss auf Lagerdauer

Auch folgende Tipps sind für eine besonders lange Lagerung der Zwiebeln wichtig:

  • Die Sorte macht den Unterschied: Gelbe Zwiebeln sind am besten für die Langzeitlagerung, da sie viel länger saftig und frisch bleiben als weiße oder rote Sorten. Dazu zählen zum Beispiel die Sorten „Stuttgarter Riesen“, „Zittauer Gelbe“ und „Prince“.
  • Je länger Sie in der Vegetationsperiode mit der Ernte warten, desto mehr Zwiebeln erhalten Sie. Sollen die Zwiebeln lange lagern, ernten Sie ganz am Ende der Vegetationsperiode, wenn die Spitzen beginnen, umzuknicken oder wenn der erste Frost droht. Faulige oder schimmlige Zwiebeln werden gleich aussortiert.
  • Direkt nach der Ernte sind die Zwiebeln außen zart und feucht, was zu Fäulnis und Schimmel führen kann. Daher müssen die äußersten Schichten abtrocknen. Dafür breitet man die Zwiebeln an einem schattigen Ort im Garten, im Gewächshaus, in der Garage oder im Schuppen aus. Wichtig ist eine gute Belüftung.
  • Reinigen Sie die Pflanzen nicht, sondern bürsten Sie den überschüssigen Schmutz erst ab, sobald die äußersten Schichten getrocknet sind. Schneiden Sie die Spitzen bis etwa einen Zentimeter über der Zwiebel ab, falls Sie sie nicht flechten möchten.
  • Lagern Sie die Zwiebeln nicht in einem verschlossenen Beutel oder luftdichten Behälter, besser ist eine offene Kiste oder ein Behälter mit viel Luftzufuhr. Vermeiden Sie hohe Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit. Zwiebeln sollte man nicht in der Nähe von Äpfeln oder Kartoffeln lagern, da diese viel Feuchtigkeit ausstoßen.

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Clever versorgt mit zehn Gemüsesorten, die Sie auch im Winter anbauen können

Eine frisch gepflanzte Rhabarber-Jungpflanze
Rhabarber ist sehr winterhart, die Pflanzen können an milden Tagen im November noch in die Erde. ©  Jochen Tack/Imago
Eine Frau setzt Knoblauchzehen in die Erde
Sogar im November und im Februar ist es möglich, Knoblauchzehen zu setzen.  © Westend61/Imago
Keimendes Weizengras in der Nahaufnahme
Vor allem im Hochbeet keimen Süßgräser wie Gersten- oder Weizengras auch im Winter. © Panthermedia/Imago
Kerbelrüben in der Nahaufnahme
Fast vergessene Gemüseart: Die Kerbelrübe (Chaerophyllum bulbosum) ist ein Frostkeimer und kann noch im Dezember gesät werden. © Leemage/Imago
Junge Spinatblätter wachsen im Beet
Spinat lässt sich wie auch Radieschen schon im Januar ins Frühbeet säen. © Panthermedia/Imago
Eine Meerkohlpflanze im Beet
Die Aussaat des Meerkohls (Crambe maritima) erfolgt im November oder Dezember im Freiland. © alimdi/Imago
Ein Mann erntet mit einer Schere Erbsen-Jungpflanzen (Microgreens)
Microgreens – das junge Gemüse von Brokkoli, Erbsen & Co. ist nach zwei Wochen erntereif. © Mint Images/Imago
Ein Beet mit frisch geernteten Möhren, in dem ein Hund sitzt
Wer man Möhren im Februar direkt ins Beet sät, kann sie ab Mai ernten.  © Mint Images/Imago
Topinamburknollen werden aus nassem Boden geerntet, daneben Gummistiefel
Ernte und Anbau liegen beim Topinambur nah beieinander: Vor dem ersten Frost können die Knollen noch in die Erde. © Westend61/Imago
Ein Korb mit Winterportulak
Der Name ist Programm: Winterportulak gedeiht auch bei Kälte im Beet oder im Gewächshaus. © Westend61/Imago

Wer Zwiebeln nicht im Ganzen lagern möchte, kann sie auch mit klassischen Konservierungsmethoden lange haltbar machen. Beispielsweise durch Einlegen, Trocknen oder sogar Einfrieren.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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