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Albanien überholt Italien? Fünf Ferienorte, die bei Deutschen im Trend liegen

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Deutsche Reisende haben seit jeher ihre bevorzugten Klassiker. Suchtrends zeigen jedoch, dass sich die Präferenzen durchaus verändern.

Wenn der Alltag und der Job zu stressig werden, ist die Aussicht auf den nächsten Urlaub wie ein Licht am Ende des Tunnels. Allein schon die Beschäftigung damit, sich ein Reiseziel und spannende Aktivitäten auszusuchen, löst Glücksgefühle aus. Aber wo wollen deutsche Urlauber am liebsten ihre freie Zeit verbringen? Da mittlerweile viele das Internet nutzen, um eine passende Destination für den Urlaub zu finden, lässt sich das recht einfach herausfinden. Anhand der Anzahl der Suchanfragen kann man nämlich ableiten, welche Reiseziele offenbar besonders begehrt sind – unabhängig davon, ob letztendlich nun gebucht wird oder nicht.

Wo wollen Deutsche Urlaub machen? Ein Reiseziel sticht heraus

Die Deutschen haben einen eindeutigen Favoriten, was Urlaubsdestinationen angeht. Das hat Localyzer, eine Online-Plattform für lokales Online-Marketing, bei einer Analyse der Google-Suchanfragen festgestellt. Insgesamt 34 europäische Länder wurden in Kombination mit Suchbegriffen rund um den Urlaub erforscht. Beliebtestes Reiseziel ist demnach die Türkei – mit satten 160.890 Anfragen im monatlichen Durchschnitt. Das gilt sowohl für die gesamte Bundesrepublik, als auch die einzelnen Bundesländer. Egal, ob Bayern oder Sachsen: Alle suchen am liebsten nach Urlaub in der Türkei.

Albanien erlangt immer größere Beliebtheit bei Touristen.

Zweitbeliebtestes Urlaubsziel ist Kroatien – hier liegen die Suchanfragen bei 84.890 im Monat und damit ein Stück weit hinter dem Erstplatzierten. Den dritten Platz belegt Griechenland mit 79.070 Suchanfragen. Über alle Bundesländer hinweg zeigen sich ähnliche Ergebnisse – nur in Schleswig-Holstein weicht das Bild ab: Es führen die Türkei, Griechenland und Dänemark.

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Eine Überraschung gibt es ebenfalls: Albanien holt als Urlaubsland immer mehr auf. Im Vergleich zum letzten Jahr erlebte es eine 100-prozentige Steigerung im Suchinteresse und liegt mit 61.750 Suchanfragen mittlerweile auf dem 4. Platz. Damit zieht das Balkanland sogar am Urlaubsklassiker Italien (43.410 Suchanfragen) vorbei, welcher die Top 5 abschließt.

Die gefragtesten Urlaubsziele der Deutschen nach Google-Suchanfragen

  1. Türkei (160.890 Suchanfragen)
  2. Kroatien (84.890 Suchanfragen)
  3. Griechenland (79.070 Suchanfragen)
  4. Albanien (61.750 Suchanfragen)
  5. Italien (43.410 Suchanfragen)

Faszinierende Balkan-Schönheit: Zehn der sehenswertesten Orte in Albanien

Panorama von Albaniens Hauptstadt Tirana
Die Hauptstadt Albaniens wird bei der Urlaubsplanung oft übergangen. Im Vergleich zu Metropolen wie London oder Rom sind die Attraktionen meist schnell gesehen, doch das macht sie nicht minder sehenswert. Tirana blickt nämlich auf eine wechselvolle Geschichte zurück, was an den Bauwerken aus osmanischer oder sowjetischer Zeit zu sehen ist. Zentrum der Stadt ist der Skanderberg-Platz, an dem sich die Et’hem-Bey-Moschee aus dem 18. und 19. Jahrhundert befindet. Noch größer ist die Namazgja-Moschee, die mit ihren vier eindrucksvollen Minaretten schon jetzt zum Wahrzeichen der Stadt wird (siehe Foto) – obwohl der Bau noch nicht beendet ist. © Pond5 Images/Imago
Stadt Gjirokaster in Albanien
Im Süden Albaniens befindet sich Gjirokaster, auch bekannt als „Stadt der tausend Stufen“. Sie schmiegt sich an die Hänge des Gipfels Mali i Gjerë und offenbart einen wunderbaren Panoramablick auf das Drinostal. Die Altstadt gilt aufgrund ihrer einzigartigen osmanischen Architektur als Unesco-Welterbe. Viele der zweistöckigen Gebäude entstanden im 17. Jahrhundert, genauso wie die Basar-Moschee. Besucher können durch die faszinierenden, schmalen Gassen schlendern und die authentische albanische Küche genießen. © Pond5 Images/Imago
Strand in der Nähe von Dhërmi in Albanien
Dhërmi ist ein wunderschönes Dorf an der Küste der Albanischen Riviera – und somit ein perfekter Ort für einen Strandurlaub. Im Sommer gibt es hier laute Musik sowie gut gefüllte Restaurants und Bars. Wer dem Getümmel entgehen will, findet an dem weitläufigen Küstenabschnitt aber dennoch ein ruhiges Plätzchen. Das Dorf selbst ist mit seinen kopfsteingepflasterten Straßen, kleinen Kirchen und weißen Häuschen, die an griechische Dörfer erinnern, ebenfalls einen Abstecher wert. © Pond5 Images/Imago
Ehemalige Handelsbrücke Ura e Mesit nördlich der Stadt Shkodra in Albanien
Weit im Norden Albaniens, nahe der Grenze zu Montenegro, befindet sich die Stadt Shkodra. Historisch gesehen ist sie die älteste des Landes, zum ersten Mal erwähnt wurde sie im 4. Jahrhundert v. Chr. Aufgrund ihrer Lage entlang von wichtigen Handelsrouten war sie des Öfteren das Zentrum von Konflikten – und lag mal in römischer, mal in serbischer und mal in osmanischer Hand. Zu sehen ist das auch an der ehemaligen Handelsbrücke Ura e Mesit etwa acht Kilometer entfernt von Shkodra, die heute ein beliebtes Fotomotiv ist (siehe Bild). In Shkodra gibt es für Touristen ebenfalls viel zu bestaunen: Bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Festung Rozafa am südlichen Rand der Stadt. Gleich danach folgt die Bleimoschee, die ihren Namen den Blei-Kuppeln verdankt, mit denen sie überdacht ist. © Benedetta Barbanti/Imago
Berat in Albanien
Nach der „Stadt der tausend Stufen“ folgt die „Stadt der tausend Fenster“: Berat zählt wie Gjirokaster zum Unesco-Welterbe und ist von der typischen Architektur der osmanischen Zeit geprägt. Ihren Namen verdankt sie den gleichmäßig in die Steinfassaden eingelassenen Fenstern. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die Königsmoschee aus dem 15. Jahrhundert, die zu den ältesten der Stadt gehört. Auch die Burg Kalaja blickt auf eine lange Geschichte zurück: In ihrer jetzigen Form wurde sie im 13. Jahrhundert errichtet, ihre Ursprünge gehen jedoch bis ins vorchristliche 4. Jahrhundert zurück. © Nikola Dubivská/Imago
Blick in die fantastische Landschaft der Osum Schlucht
Nicht weit von Berat entfernt liegt die atemberaubende Osum-Schlucht. Sie gehört aufgrund ihrer spektakulären Felsformationen und üppigen Vegetation zu den beeindruckendsten Landschaften Albaniens. An natürlichen Becken und Wasserläufen können Aktivurlauber sich sogar ins Wasser wagen, um ein erfrischendes Bad zu nehmen. Ganz in der Nähe befindet sich, versteckt zwischen den Wäldern, außerdem der idyllische Bogove-Wasserfall. © Bruno Kickner/Imago
Saranda in Albanien
Viele Jahre lang war Saranda vor allem den Einheimischen als Badeort bekannt. Mittlerweile wächst Albanien jedoch über seinen Status als „Geheimtipp“ hinaus und so entdecken auch immer mehr Touristen die charmante Hafenstadt. Als der schönste Strand in der Gegend gilt der Mirror Beach, doch auch der Pulebardha Beach lockt zahlreiche Sonnenhungrige an. Übrigens kann von Saranda aus auch ganz einfach die griechische Insel Korfu erreicht werden – eine Fahrt mit der Fähre dauert nur 30 Minuten. © Pond5 Images/Imago
Ruinenstadt Butrint im Nationalpark Butrint in Albanien
Unweit des Badeparadieses Saranda befindet sich der Nationalpark Butrint. Sein Zentrum bildet die gleichnamige Ruinenstadt, die zum Unesco-Welterbe zählt. Besucher stoßen auf zahlreiche Spuren aus der Antike, wie die Überreste eines römischen Amphitheaters. Doch auch eine byzantinische Kirche und ein Baptisterium sowie eine Hügelburg aus der venezianischen Zeit gibt es zu besichtigen. © Maria Maar/Imago
Orthodoxe Kirche in der Stadt Korca in Albanien
Die Stadt Korça befindet sich im Südosten Albaniens und ist weit entfernt von Stränden und anderen Touristen-Hotspots. Somit können Urlauber sich die „Wiege der albanischen Kultur”, wie sie auch gerne genannt wird, ganz ohne Menschenmassen ansehen. Die Architektur der Stadt ist von osmanischen und französischen Einflüssen geprägt. Es gibt breite Boulevards, grüne Parkanlagen und neoklassizistische Villen – weshalb Korça einst auch als das Paris Albaniens galt. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen die Auferstehungskathedrale (siehe Foto), die Mirahor-Moschee, der alte Basar und das Museum für Mittelalterliche Kunst. © Martin Siepmann/Imago
Luftaufnahme im Tal des Theth Nationalparks
Wer auf der Suche nach Bewegung und wundervollen Landschaften ist, liegt mit den Albanischen Alpen genau richtig. In der Abgeschiedenheit des Nationalparks befinden sich nur kleinere Siedlungen wie Theth oder Valbona, von denen Wanderer ihren Weg durch das beeindruckende Bergpanorama starten können. Unterwegs gibt unter anderem der Grunas-Wasserfall und den See Syri i Kaltër (dt. „blaues Auge“) zu entdecken. © Unai Huizi/Imago

Negativ-Ranking: Diese fünf Reiseziele in Europa wecken kaum Interesse

Am wenigsten interessieren sich deutsche Reisende für Urlaub in Serbien. Die Anzahl der monatlichen Suchanfragen liegt bei lediglich 2.180. Auch Mazedonien (2.400), Liechtenstein (2.500), Bosnien (2.800) und Luxemburg (2.820) gehören nicht zu den bevorzugten Reisezielen.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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