Jahrtausende alt

Diese sieben Städte gehören zu den ältesten der Welt

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Diese antiken Städte bieten Urlaubern eine fesselnde Reise in die Vergangenheit. Finden Sie heraus, was Argos, Matera und andere Orte ausmacht.

Antike Stätten und Spuren uralter Zivilisationen lösen bei vielen Reisenden Faszination aus. Wo haben Menschen vor Tausenden Jahren gelebt und was ist aus dieser Zeit noch übrig? Das sind Fragen, die sich viele Kulturinteressierte stellen. Wer sich auf die Spuren längst vergangener Zeiten begeben möchte, findet in Europa einige Beispiele für sehr alte Städte – wir haben sieben gesammelt, die sogar zu den ältesten überhaupt zählen.

Argos, Griechenland

Die Burg Larissa thront über der griechischen Stadt Argos.

Argos auf der Halbinsel Peloponnes gilt als eine der ältesten dauerhaft besiedelten Städte Griechenlands. Ihre Geschichte reicht schätzungsweise 7.000 Jahre zurück. In dieser Zeit hat die Stadt viele kulturelle Einflüsse erfahren, von den Griechen über die Römer bis hin zu den Byzantinern. Reisende können unter anderem ein antikes Theater, das etwa 300 v. Chr. aus einem Felsen gehauen wurde, und die imposante Burg Larissa besichtigen. 

Matera, Italien

Gar nicht weit entfernt befindet sich ebenfalls eine Stadt, deren Geschichte weit zurückreicht: Matera, im Süden Italiens, gehört zu den eher weniger bekannten Destinationen des Landes, ist aber allemal einen Besuch wert. Der Ort weist Spuren einer dauerhaften menschlichen Besiedelung auf, die von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart reichen.

Bis in die 1950er Jahre lebten Menschen in den Höhlensiedlungen von Matera.

Besonders deutlich wird das an den sogenannten „Sassi“: Bei ihnen handelt es sich um in Tuffstein gehauene Höhlenwohnungen und Kirchen, die bereits in der Steinzeit genutzt wurden. Diese faszinierenden Strukturen verleihen Matera das Aussehen einer überdimensionalen Weihnachtskrippe. Diese haben der Stadt im Jahr 2019 zum Titel der Europäischen Kulturhauptstadt verholfen.

Varanasi, Indien

Als spirituelle Hauptstadt Indiens zieht Varanasi Pilger und Reisende gleichermaßen an. Die Stadt am heiligen Fluss Ganges gilt als eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt. Für ihre Gründung war der Legende nach der Gott Shiva verantwortlich, und die historischen Wurzeln reichen bis ins 11.000 v. Chr. zurück. Die lebhafte Atmosphäre, die allgegenwärtigen hinduistischen Rituale und beeindruckende Tempel wie der Kashi-Vishvanath-Tempel machen Varanasi zu einem unvergleichlichen Erlebnis.

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Luoyang, China

Wer nach China reist, kommt in der Regel an Städten wie Peking oder Shanghai nicht vorbei. Es wartet aber eine weitere beeindruckende Stadt auf Touristen, nämlich Louyang in der Provinz Henan. Sie wurde im 11. Jahrhundert v. Chr. unter dem Namen Chengzhou gegründet und soll der Wohnort von legendären chinesischen Philosophen wie Konfuzius oder Laozi gewesen sein. Eine dichte Besiedelung des Gebietes bestand aber vermutlich schon vor 7.000 Jahren.

Die Longmen-Grotten gehören zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Luoyang.

Zu erleben gibt es in jedem Fall genug: Die Longmen-Grotten mit ihren Buddha-Statuen und die Shaolin-Tempel, bekannt für die traditionelle Kung-Fu-Lehre, sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die Reisende in ihren Bann ziehen.

Plowdiw, Bulgarien

Hätten Sie eine der ältesten Städte der Welt in Bulgarien vermutet? Die Ursprünge von Plowdiw reichen bis 5.000 Jahre v. Chr. zurück, und sie ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Die Thraker, Römer, Byzantiner und Osmanen haben alle ihre Spuren hinterlassen. Die Altstadt, die sich auf drei Hügeln erstreckt, beeindruckt mit ihren engen, verwinkelten Gassen und historischen Bauwerken. Besonders bemerkenswert ist das römische Theater, das bei Bauarbeiten entdeckt wurde. Aber auch abgesehen von historischen Sehenswürdigkeiten hat Plowdiw für Reisende eine große Auswahl an Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten zu bieten.

In Plowdiw haben auch die Römer ihre Spuren hinterlassen.

Luxor, Ägypten

Luxor ist heute als beliebtes Touristenziel in Ägypten bekannt, doch einst befand sich an dem Ort am Ostufer des Nils die alte Stadt Theben. Genauer gesagt handelte es sich bei Luxor um einen Tempelbezirk der Stadt, der auch unter dem Namen „Waset“ bekannt war und das religiöse Zentrums Ägyptens darstellte. In der Geschichte tritt Theben das erste Mal mehr als 2.000 Jahre v. Chr. auf, das Gebiet wurde aber bereits seit der Altsteinzeit besiedelt.

Heute locken auf der westlichen Nilseite Sehenswürdigkeiten wie das Tal der Könige, der große Tempel Ramses III. und das Tal der Königinnen. Auf der östlichen Seite, in Theben-Ost, befinden sich der Luxortempel und das Museum. Besonders beeindruckend ist die Tempelanlage von Karnak, deren Amuntempel als eine der bedeutendsten religiösen Stätten Ägyptens gilt.

Weltwunder, antike Stätten und Traumstrände: 16 beeindruckende Orte in Ägypten

Panorama von Kairo
Obwohl Kairo eine der ältesten Städte der Welt ist und über zahlreiche alte Bauwerke verfügt, hat sich die Hauptstadt Ägyptens über die Jahre zu einer modernen Metropole voller Wolkenkratzer entwickelt. Zudem beherbergt Kairo mit dem Ägyptischen Museum eine der größten Sammlungen aus der Zeit der Pharaonen. In der Altstadt reihen sich Sehenswürdigkeiten wie die Al-Azhar-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee aneinander. Wer etwas feilschen möchte, kann den Khan-el-Khalili-Basar besuchen – hier gibt es alles von Gewürzen, Parfum und Antiquitäten bis hin zu Kunsthandwerk und Touristen-Souvenirs. © Alex Anton/Imago
Pyramiden von Gizeh mit Sphinx
Wer Kairo – oder Ägypten im Allgemeinen – besucht, kommt an den Pyramiden von Gizeh nicht vorbei. Nur etwa 15 Kilometer entfernt von der Hauptstadt können Urlauber das letzte Weltwunder der Antike bewundern, das noch existiert. Beinahe 5.000 Jahre alt sind die 139 Meter hohe Cheopspyramide, die 136 Meter hohe Cheprenpyramide und die 62 Meter hohe Mykerinospyramide. Sie dienen als Grabstätten für Pharaonen. © Anton Aleksenko/Imago
Luxor
Am Ostufer des Nils befindet sich die Stadt der Pharaonen, Luxor. Im Alten Ägypten handelte es sich bei Luxor um einen Tempelbezirk der Stadt Theben, welche früher Waset genannt wurde und religiöses Zentrum Ägyptens war. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Luxors zählt der… © Anton Master/Imago
Luxor-Tempel
… Luxor-Tempel. Er wurde zwischen 1550 und 1070 v. Chr. zu Ehren des Gottes Amnun sowie dessen Frau Mut und Sohn Chons erbaut. In den 1970er Jahren wurde der Tempel in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen. Das Tor zum Heiligtum wird von zwei hohen Kolossalstatuen von Ramses II. und einem 25 Meter hohen Obelisken umrahmt. Eine zweieinhalb Kilometer lange Allee aus Sphinxen verbindet den Luxor-Tempel mit einer weiteren beeindruckenden Sehenswürdigkeit: dem Karnak-Tempel, der die größte Tempelanlage Ägyptens ist.  © Alex Anton/Imago
Totentempel der Hatschepsut
Nur einen Katzensprung von Luxor entfernt befindet sich der bekannteste Friedhof der Pharaonen des Neuen Reichs (1550 bis 1070 v. Chr. im Alten Ägypten), bekannt als das Tal der Könige. 64 Pharaonengräber wurden bisher dort gefunden, eines davon ist das Grab von Tutanchamun, das im Jahr 1922 entdeckt wurde. Besonders beeindruckend ist der Kalkstein-Totentempel der Hatschepsut (s. Bild), einer Pharaonin im Neuen Reich. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Pylone, die für ägyptische Sakralbauten typisch waren, durch offene Pfeilerhallen ersetzt wurden.  © Depositphotos/Imago
Blick auf Hurghada vom Roten Meer
Der Ferienort Hurghada gehört zu den beliebtesten Badeurlaubszielen Ägyptens. Direkt am Roten Meer gelegen finden Sonnenhungrige weißsandige Strände und kristallklares Wasser vor. Wer etwas mehr Action mag, findet viele Angebote für Windsurfing, Segeln oder Wasserski. Gerade für Schnorchler und Taucher hat zudem die Unterwasserwelt Hurghadas mit ihren faszinierenden Korallenriffen einiges zu bieten. © Dreamstime/Imago
Korallenriff in der Makadi Bay
Makadi Bay ist der vermutlich bekannteste Tauchspot am Roten Meer und befindet sich nur wenige Kilometer entfernt von Hurghada. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Taucher können hier die reiche Unterwasserlandschaft erkunden. Ob Seepferdchen, Blaupunktrochen, Clownfische oder Schildkröten – in den versteckten Höhlen und farbenfrohen Korallengärten ist ein wundersames Schauspiel geboten.  © Depositphotos/Imago
Strand am Roten Meer in Safaga
Etwa 70 Kilometer südlich von Hurghada liegt ein weiteres Paradies für Taucher: Safaga gilt als die älteste Hafenstadt Ägyptens und wurde beinahe 2.500 Jahre v. Chr. gegründet. Die bunten Korallenriffe begeistern Unterwasserfans aus aller Welt – eine begehrte Sehenswürdigkeit ist das Wrack des Fährschiffes Salem Express, welches 1991 gesunken ist. Bei Allergikern und Rheumakranken sind die teilweise schwarzen Strände beliebt – dem Sand wird eine heilende Wirkung nachgesagt. © Depositphotos/Imago
Hafen von Alexandria in Ägypten
Alexandria ist nach Kairo die zweitgrößte Stadt Ägyptens und war bis 641 n. Chr. auch etwa 1.000 Jahre lang die Hauptstadt des Landes. Gegründet wurde sie 332 v. Chr. von Alexander dem Großen. Hier befand sich auch der legendäre Leuchtturm von Alexandria, der zu den sieben Weltwundern der Antike zählt. Durch eine Reihe von Erdbeben wurde dieser jedoch vor rund 700 Jahren zerstört. An seiner Stelle befindet sich heute die Zitadelle von Quaitbay, eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weitere Must-Sees sind der Montaza-Palast und die Bibliothek von Alexandria. © Alex Anton/Imago
Ferienort Marsa Alam
Sonne pur am Roten Meer bietet auch der Ferienort Marsa Alam. Bei Urlaubern ist er für seine schönen Strände und die beeindruckenden Korallenriffe bekannt. Ein Beispiel ist die Bucht des Strands Abu Dabbab Beach, wo Taucher einen Blick auf Meeresschildkröten und Rochen erhaschen können. Nicht unweit von Marsa Alam befinden sich außerdem die Nationalparks Wadi-el-Gemal und Gebel-Elba.  © Depositphotos/Imago
Osmanisches Fort in El Quseir
Beinahe auf halbem Weg zwischen Safaga und Marsa Alam befindet sich eine weitere Küstenstadt, die für ihre beeindruckenden Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln am Roten Meer bekannt ist: El Quseir bzw. al-Qusair. Der Hafenort ist rund 5.000 Jahre alt und weist einige spannende Sehenswürdigkeiten vor. Dazu gehört die archäologische Stätte einer römischen Hafensiedlung nördlich von El Quesir oder das osmanische Fort (s. Bild), welches einst eine der bedeutendsten Wehranlagen Ägyptens war. Von El Quseir aus bieten sich obendrein viele Ausflugsmöglichkeiten an – von Wüstensafaris über Bootstouren bis hin zu Besuchen von Beduinensiedlungen.  © Depositphotos/Imago
Sharm El Sheik
Sharm el-Sheik, was so viel wie die „Bucht des Scheichs” bedeutet, ist ein touristisch geprägtes Reiseziel auf der Sinai-Halbinsel. Die Strände sind aufgrund ihres feinen Sandes äußerst beliebt, außerdem kommen auch hier Taucher und Schnorchler dank des kristallklaren Wassers und der prächtigen Unterwasserwelt auf ihre Kosten. Abseits vom Sonne tanken am Strand können Reisende einen Ausflug ins Sinai-Hochland unternehmen. Dort befindet sich unter anderem der Berg Sinai, wo Moses der Bibel zufolge die Zehn Gebote von Gott empfangen hat.  © Depositphotos/Imago
Ras-Mohammed-Nationalpark
In der Nähe des Ferienortes Sharm el-Sheik befindet sich der Ras-Mohammed-Nationalpark. Er liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel und ist mit dieser über eine Landzunge verbunden. Beliebt ist er vor allem wegen seiner bunten Unterwasserwelt, die für Taucher jeden Niveaus geeignet sind. Zu entdecken gibt es unter anderem Weich- und Hartkorallen sowie Papageienfische und Doktorfische. Außerdem fallen die Wassertemperaturen nie unter 22 Grad Celsius.  © Dreamstime/Imago
Aswan am Nil
Assuan, oder auch Aswān, ist als „Perle des Nils” bekannt. Die Stadt befindet sich am Ostufer des Nils und bezaubert aufgrund seiner schönen Lage in einer abwechslungsreichen Flusslandschaft – so reichen beispielsweise auf der gegenüberliegenden Seite des Gewässers die Wüstendünen bis ans Ufer. In und rund um Assuan finden sich zahlreiche Spuren vergangener Zeiten, ob es der Isis-Tempel im Süden der Stadt oder die Überreste eines römischen Tempels sind. Sehenswert ist zudem die Insel Elephantine, auf der sich ebenfalls zahlreiche Überbleibsel religiöser Bauwerke finden.  © Depositphotos/Imago
Tempel von Abu Simbel
Südlich von Assuan befindet sich eine der prächtigsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens: der Tempel von Abu Simbel. Bei ihm handelt es sich um zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Erbaut wurden sie im 13. Jahrhundert v. Chr. unter dem Pharao Ramses II. Der große Tempel wurde zu seinem Ruhm errichtet, während der kleine Hathor-Tempel an seine Große königliche Gemahlin, Nefertari, erinnern soll. In den 1960er Jahren wurden sie abgetragen und landeinwärts versetzt, um sie vor dem aufgestauten Wasser im Nassersee zu schützen.  © Panthermedia/Imago
Oase Siwa
Inmitten einer Wüste im Nordwesten Ägpytens befindet sich die Oase Siwa. Rund 200 Wasserquellen sichern hier den Export von Oliven, Datteln und Früchten. Für Touristen sind unter anderem die heißen Quellen und Salzseen interessant. Rund um die Oase finden sich aber auch die Spuren einer weit zurückreichenden Geschichte: Ein Beispiel ist der Tempel des Amun aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., dem sogar Alexander der Große einen Besuch abstattete. Darin befand sich in der Antike das Orakel von Siwa, welches zur damaligen Zeit so berühmt war wie das Orakel von Delphi.  © Depositphotos/Imago

Cholula, Mexiko

Auch in Mexiko finden sich Spuren sehr alter Siedlungen: So gehört Cholula zu den ältesten durchgehend besiedelten Städten Amerikas. Ihre Geschichte reicht bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die Stadt ist bekannt für die größte Pyramide der Welt, auf der während der Kolonialzeit eine Kirche errichtet wurde. Cholula bietet eine bunte Mischung aus historischen Gassen und modernen Annehmlichkeiten wie Restaurants und Bars. Die Stadt ist ein beliebtes Ausflugsziel für Mexikaner, nicht zuletzt wegen ihrer Nähe zu Mexico City. Der beeindruckende Popocatépetl-Vulkan, der über der Stadt thront, verleiht Cholula eine zusätzliche Faszination.

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