Wandern in den Bergen

Leicht bis schwer: Drei schöne Wanderrouten in den Dolomiten

  • schließen

Wandern gehört für viele Menschen im Urlaub einfach dazu – wie wäre es mit tollen Strecken in den Dolomiten? Hier eine kleine Übersicht möglicher Routen.

In Deutschland haben Sie schon viele Wanderwege ausprobiert und die Seen erkundet? Wie wäre es dann mit einem Blick über den Tellerrand: Ob gemütlich von Hütte zu Hütte wandern oder abenteuerlich eine anspruchsvolle Gipfeltour unternehmen – in den Dolomiten können Sie beides miteinander verbinden. Brauchen Sie Inspiration für die nächste Tour? Im Folgenden finden Sie eine Auswahl einiger Strecken.

Wandern in den Dolomiten: Entspannte Tour mit drei Kilometern

Wandern in den Dolomiten – achten Sie auf den Schwierigkeitsgrad.

Sie wollen sich langsam steigern? Dann nehmen Sie sich doch den Rundweg um den Toblacher See am Eingang des Höhlensteintals vor. Dort können Sie eine kleine Wanderung mit einem Lehrgang zur Natur verbinden. Im Jahr 2000 wurde rund um den See ein Naturlehrpfad mit elf Stationen eingerichtet. Dort lernen Sie etwas zu Flora und Fauna – das ist auch für Ihre Kinder spannend. Die Runde ist mit drei Kilometern und zehn Metern Höhenunterschied in rund einer Stunde geschafft. Mit Einkehrmöglichkeiten können Sie Ihren Aufenthalt am See verlängern. Ebenso können Sie sich auf eine Panorama-Plattform mit Seeblick und einen kleinen Strand freuen. Sollten Sie mit dem Auto unterwegs sein, müssen Sie mit Parkkosten rechnen.

Sie möchten keine News und Tipps rund um Urlaub & Reisen verpassen?

Dann melden Sie sich für den Reise-Newsletter unseres Partners Merkur.de an.

Beim Wandern kommt es Ihnen vor allem auf die Aussicht und einen leichten Schwierigkeitsgrad an? Dann sind sechs Touren mit Panoramablick etwas für Sie.

Wander-Tour: Drei Zinnen Umrundung

Wenn Ihnen Höhenunterschiede von rund 240 Metern nichts ausmachen und Sie etwas länger unterwegs sein möchten, wie wäre es dann mit der Drei Zinnen Umrundung? Dabei legen Sie rund 7,25 Kilometer zurück. Auf der Strecke gibt es überwiegend „gut begehbare Wege“, informiert komoot.com. Sie sollten trittsicher sein und über eine gute Grundkondition verfügen. Bei der Umrundung schauen Sie sich das weltberühmte Wahrzeichen der Dolomiten an. Die Tour führt Sie von der Auronzohütte (2.320 m) über den Paternsattel (2.454 m) zum Rienzursprung, dieser liegt direkt an der Langalm (2.235 m). Von dort geht es wieder zur Auronzohütte.

Zehn legendäre Alpengipfel, die jeder Wanderfan kennen sollte

Drei Kletterer blicken auf den Mont Blanc in den französischen Alpen.
Kein Berg eignet sich besser für den Anfang dieser Liste als der Mont Blanc, mit 4.810 Metern der höchste Berg der Alpen. Auf dem vorgelagerten Aiguille du Midi befindet sich auf 3.843 Metern eine Seilbahnstation, von der Besucher einen beeindruckenden Blick auf den laut manchen Definitionen höchsten Berg Europas haben. Bis heute sind sich Frankreich und Italien uneinig, wo die Landesgrenze über dem Gipfel verläuft. So beansprucht auch Italien einen Anteil des „Monte Bianco“-Gipfels für sich. © Luis Teschner
Das Matterhorn in der Schweiz im Winter.
Keine 100 Kilometer Luftlinie sind es vom Mont Blanc bis zum nächsten Berg, dem 4.478 Meter hohen Matterhorn in der Schweiz. Der felsige Pyramidengipfel gilt als ein Wahrzeichen der Schweiz und ist weltweit bekannt. Der achthöchste Berg der Alpen wurde 1865 zum ersten Mal bestiegen, jedoch verunglückten vier der sieben Bergsteiger auf dem Weg nach unten tödlich. Jedes Jahr versuchen 2.500 bis 3.000 Menschen, den Gipfel zu bezwingen. Durchschnittlich acht bis zehn davon verunglücken tödlich.  © Eibner/Imago
Ein Panoramablick über den Drachensee und die dahinterliegende Zugspitze.
Deutlich mehr Menschen erreichen den Gipfel der Zugspitze, des höchsten deutschen Berges auf 2.962 Metern. Das liegt vor allem an der Luftseilbahn, die ungefähr 500.000 Besucher jedes Jahr bis auf den Gipfel bringt. Alpin erfahrene Wanderer mit sehr guter Kondition können die Zugspitze auch ohne Seilbahn an einem Tag über verschiedene Routen besteigen. Hier im Bild: Der zum Zugspitzmassiv gehörende Schneefernerkopf. © Jöran Steinsiek/Imago
Wallfahrtskirche Maria Gern bei Berchtesgaden mit dem Watzmann im Hintergrund.
Der zweite deutsche Berg auf dieser Liste ist der Watzmann, mit 2.713 Metern einer der drei höchsten Hauptgipfel Deutschlands. Seine Überschreitung ist unter kraxelfreudigen Wanderern beliebt und an schönen Tagen gut besucht. Der kleinere Gipfel links wird auch als die „Frau“ des Watzmanns bezeichnet. Die fünf eigenständigen Gipfel dazwischen werden gerne als ihre „Kinder“ bezeichnet.  © Reinhold Ratzer/Imago
Alpenmurmeltier ruft vor dem schneebedeckten Großglockner.
Vom Watzmann ist es nicht besonders weit zu Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner auf 3.798 Metern. Besonders gut kann man ihn von der Großglockner-Hochalpenstraße sehen, Österreichs höchster befestigter Passstraße.  © Sven-Erik Arndt/imago
Vollmond über dem Gipfel der Ötztaler Wildspitze in Österreich.
Der zweite Berg Österreichs auf dieser Liste ist auch der zweithöchste Berg des Landes: die Ötztaler Wildspitze auf 3.768 Metern. Mit nur 30 Metern weniger als der Großglockner ist sie für die Ostalpen ebenfalls sehr hoch und ein beliebtes Ziel von Bergsteigern. Besonders ist obendrein ihre Prominenz. Über 2.200 Meter muss man absteigen, um den nächsten höheren Berg zu erreichen. Nur drei andere Berge in den Alpen sind prominenter (der Mont Blanc, der Großglockner und das Finsteraarhorn).  © Robert Seitz/Imago
Raschötzhütte auf der Raschötzalm vor der Sellagruppe, Marmolata und Langkofelgruppe.
Wer über den Reschenpass Richtung Süden an der Wildspitze vorbeifährt, landet in Südtirol und damit in Italien. Ein besonders legendärer, italienischer Alpenberg ist die Marmolata, mit 3.343 Metern der höchste Berg der Dolomiten. Sie wird auch als „Königin der Dolomiten“ bezeichnet.  © Günther Gräfenhain/Imago
Ein männlicher Wanderer blickt auf die Drei Zinnen von einem Höhleneingang aus.
Der zweite Dolomiten-Berg dieser Liste ist mit 2.999 Metern zwar kleiner als die Marmolata, aber fraglos ein legendärer Berg der Alpen. Die Drei Zinnen an der Grenze zu Südtirol sind ein weltbekanntes Fotomotiv und eins der begehrtesten Gipfelziele der Alpen. Besonders beeindruckend sind ihre steil abfallenden Nordwände. Die größte Nordwand ist die der mittleren Zinne, die über 500 Meter senkrecht oder überhängend abfällt. © Kontrastlicht/Imago
Ein Wanderer mit der Eiger Nordwand im Hintergrund.
Wer über Nordwände spricht, muss auch über die Eiger Nordwand sprechen, die höchste und mit Abstand bekannteste Nordwand der Alpen. Über 1.800 Meter ragt sie südwestlich über Grindelwald auf. Besonders ihre zahlreichen und teils höchst dramatischen Besteigungsversuche haben den 3.967 Meter hohen Eiger legendär gemacht.  © Jürgen Schwenkenbecher/Imago
Der Gipfel des Monte Rosa im Sonnenuntergang.
Der letzte Berg dieser Liste ist der zweithöchste Berg der Alpen, der Monta Rosa mit 4.634 Metern Höhe. Über seinen Gipfel verläuft die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Deswegen hat der Monte Rosa in der Schweiz einen anderen Namen und wird Dufourspitze genannt. Mit 2.400 Metern Höhe ist die Ostwand des Massivs sogar noch höher als die Eiger Nordwand und die höchste Felswand der gesamten Alpen.  © Wirestock/Imago

Schwere Wanderung in den Dolomiten: Hüttenwanderung durch die Sextner Dolomiten

Sie möchten Ihre Kondition auf eine Belastungsprobe stellen und haben keine Scheu vor 1.120 Höhenmetern? Dann machen Sie sich doch auf eine Tageswanderung durch die Sextner Dolomiten. Dabei legen Sie rund 18 Kilometer zurück. Sie starten am Fischleintalboden und gehen zu ihrer ersten Station, der Talschlusshütte. Danach gehen Sie knapp sechs Kilometer und machen Halt auf der Zsigmondyhütte, diese befindet sich auf 2.224 Metern Höhe. Die nächste Station ist gut acht Kilometer entfernt, dort wartet die Büllejochhütte auf Sie. Die Hütte befindet sich unterhalb des Gipfels der Oberbachernspitze im Naturpark Zinnen. Von dort geht es rund elf Kilometer weiter zu der Rifugio Antonio Locatelli. Dies ist der Abschluss, ihre nächste Station ist wieder der Ausgangspunkt. Diese Wanderung ist als schwer eingestuft, Sie sollten über eine sehr gute Kondition verfügen und trittsicher sein.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/alimdi/Arterra/Philippe Clément/Imago

Kommentare