Goldener Herbst

Drei „Must-Visit“-Orte in Europa für diesen Herbst – laut Lonely Planet

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Manche Reiseziele zeigen im Herbst ihre wahre Pracht. Welche das sind, hat der Reiseführer „Lonely Planet“ verraten.

Der Herbst wird bei Reisenden immer beliebter – nicht nur, dass der Urlaub außerhalb der Hochsaison oft günstiger ist, Touristen müssen am Mittelmeer auch nicht mehr mit extremen Temperaturen von über 40 Grad rechnen. So lässt sich der Sommer oft noch angenehm verlängern. Der Reiseveranstalter Tui rechnet sogar damit, dass die Nachfrage nach Urlaub in den kommenden Herbstferien die stärkste aller Zeiten sein könnte. Aber wo soll die Reise hingehen? Wer auf der Suche nach Inspiration ist, kann sich an die Tipps des Reiseführers Lonely Planet halten. Dieser hat kürzlich zehn Destinationen vorgestellt, die im Herbst – bei buntem Laub und kühleren Temperaturen – besonders schön sind. Wir stellen die Top 3 vor.

1. Sevilla – kulturelles Highlight in Andalusien

Der Giralda-Turm in Sevilla gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt

Sevilla, in der spanischen Region Andalusien, gehört zu den schönsten Städten des Landes. Selbst im Oktober sind hier noch Temperaturen bis zu 26 Grad möglich, was sie zu einem perfekten Reiseziel für den Herbst macht. Es ist noch warm genug, um im T-Shirt die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen, aber nicht so heiß, dass man es in den Straßen und Gassen Sevillas nicht mehr aushält. Tagsüber können Besucher den Alcázar, einen mittelalterlichen Königspalast im Mudéjar-Architekturstil oder die Plaza de España, mit ihren bunten Mosaikfliesen, besichtigen. Abends sind die Temperaturen dann lau genug für einen Spaziergang am Fluss Guadalquivir oder einen Abstecher in eine der zahlreichen Tapas-Bars.

2. Dodekanes – Insel-Hopping in Griechenland

Symi bezaubert mit einem besonderen Flair zwischen Altertum und Moderne.

Die griechischen Inseln gehören jedes Jahr zu den Top-Reisezielen der Deutschen. Im Sommer wird es jedoch glühend heiß und in den vergangenen Jahren machten Waldbrände dem Urlaubsland zunehmend zu schaffen. Da bietet sich der goldene Herbst wunderbar an, um abseits der Touristenmassen und sengenden Hitze einen Urlaub in Hellas zu unternehmen. Der Reiseführer Lonely Planet schlägt dazu die Dodekanes-Inseln in der südlichen Ägäis, kurz vor der Küste der Türkei, für ein kleines Insel-Hopping vor.

Zu der Inselgruppe gehören beispielsweise Kos, Karpathos, Chalki oder Symi. Die bekannteste der Dodekanes-Inseln ist Rhodos, es bietet sich also eine Anreise auf den dortigen Flughafen an. Anschließend können die Fährverbindungen genutzt werden, um zwischen den einzelnen Inseln hin- und herzureisen. Karpathos zeichnet sich durch seine Ursprünglichkeit und Traditionen aus, welche sich die Einheimischen trotz des Tourismus bewahren konnten. Symi ist hingegen für seinen Mix aus altmodischen Flair und Weltoffenheit, aus historischen Stätten und teuren Yachten in den Häfen bekannt. Die Temperaturen sind im Frühherbst angenehm warm, sodass auch ein Badeurlaub noch möglich ist.

Nicht Rhodos, Kreta oder Korfu: Zehn griechische Inseln, die von Touristen noch nicht überrannt sind

Strand auf der Insel Kato Koufinisi
Koufonisia ist die kleinste der bewohnten Kykladen-Inseln. Genau genommen besteht sie auch aus mehreren Eilanden: Die wichtigsten sind Paro (Ober-) Koufonisia und Kato (Unter-) Koufonisia. Erstere Insel ist der bevölkerungsreichste Teil von Koufonisia, aber im Gegensatz zum geschäftigen Mykonos oder Santorin immer noch ruhig und ursprünglich. Zweitere Insel bietet alles, was man sich unter einem traumhaften Strandurlaub vorstellt: kristallklares Wasser, feine Sandstrände und unberührte Natur.  © Dreamstime/Imago
Heiligtum der Großen Götter auf Samothraki
Ein Geheimtipp unter den griechischen Urlaubszielen zählt auch Samothraki. Die Insel gehört zum nordägäischen Archipel, dem auch Lesbos, Chios oder Samos zugehörig sind. Die unberührte Natur zeichnet sich durch Wasserfälle und daraus gebildete Naturpools, den sogenannten Vathres, aus. Ein Highlight der Insel ist außerdem das Heiligtum der Großen Götter nördlich der Siedlung Palaiopolis. Es ist unklar, welche Götter dort in der Vergangenheit verehrt wurden. Dafür lassen sich die Überreste einige Denkmäler auch heute noch besuchen. Eine direkte Flugverbindung nach Samothraki gibt es nicht: Am besten fliegen Urlauber nach Thessaloniki und fahren von dort zur Hafenstadt Alexandroupolis. Von dort gibt es eine Fährverbindung zur Insel.  © Depositphotos/Imago
Strand Agios Dimitrios auf der Insel Alonissos
Vor der griechischen Ostküste befindet sich die Sporaden-Insel Alonissos. Sowohl Strandurlauber als auch Aktivreisende kommen hier auf ihre Kosten: Neben azurblauem Wasser und idyllischen Stränden ist das Eiland mit einer wilden Natur gesegnet, die sich wunderbar zum Wandern eignet. Die üppige Vegetation ist von Zedern, Stechpalmen, Olivenhainen und Pinienwäldern geprägt. Auch in der Tiefe von Alonissos sind Schätze verborgen: Das antike Schiffswrack „Peristera” ist im 5. Jahrhundert v. Chr. vor der Insel auf Grund gegangen, und noch weitere antike und mittelalterliche Schiffe wurden am Meeresgrund entdeckt.  © Pond5 Images/Kmago
Dorf Evdilos auf der Insel Ikaria
Ikaria ist die „Insel der Hundertjährigen”. Diesen Titel hat sie der Langlebigkeit seiner Einwohner zu verdanken. Der griechischen Mythologie zufolge ist sie auch die Insel, auf der Ikarus landete, nachdem seine Wachsflügel geschmolzen waren. Touristen finden die meisten Dörfer des Eilandes entlang der Küste. Abgesehen davon hat sie auch landschaftlich vieles zu bieten: Felsige Klippen, von Bäumen umgebene Schluchten und versteckten Buchten zeichnen die Umgebung aus. Der bekannteste Strand auf der Insel nennt sich „Seychellen” – das liegt an dem durchdringenden Blau seines Wassers.  © Nicolas Economou/Imago
Kirche im Dorf Pyrgi auf der Insel Chios
Nur wenige Kilometer von der Türkei entfernt befindet sich Chios: Die Insel ist vor allem für ihr Mastixharz bekannt, hat aber viel mehr zu bieten. Im Süden treffen Urlauber auf Pinienwälder und Zitrushaine, während im Norden raue Felsen das Landschaftsbild prägen. Ein tolles Ausflugsziel auf Chios ist das Dorf Pyrgi, welches auch als das „bemalte Dorf” bekannt ist. Die Fassaden der Häuser zeigen prachtvolle Motive. Sie werden von den Einheimischen auch als „Xistà” bezeichnet. Da Chios bisher noch nicht von Touristen überlaufen ist, können Urlauber die Insel zudem entspannt und ohne Eile erkunden. © Cavan Images/Imago
Hauptstadt Pigadia auf der Insel Karpathos
Schon einmal von der zweitgrößten der Dodekanes-Inseln, Karpathos, gehört? Dann wird es höchste Zeit! Sie liegt zwischen den beliebten Touristenzielen Rhodos und Kreta, ist bei Urlaubern bisher aber noch relativ unbekannt. Dabei befinden sich auf der Insel einige wunderschöne Strände, wie der Kyra Panagia Beach an der Ostküste oder der Apella Beach unweit der Inselhauptstadt Pigadia (s. Bild). Ein weiteres Highlight von Karpathos ist das Bergdorf Olympos, das sich mit seinem pastellfarbenen Häusern in den Hügel hineinschmiegt. Dank seiner Abgeschiedenheit haben sich in Olympos auch einige alte Traditionen erhalten, so wie die Tracht der Bewohner und leckere Speisen, wie die Makarounes. © Depositphotos/Imago
Windmühle und Kirche auf Antiparos
Antiparos pflegt das Bild, das viele von Griechenland haben: weiße Häuser mit blauen Fensterläden, schmale Gassen, die mit Eukalyptus und Bougainvillea geschmückt sind und eine große Portion Geselligkeit. Anders als viele andere griechischen Inseln ist diese hier kaum touristisch erschlossen. Daher genießen Besucher ihre Ruhe und können die paradiesischen Strände ohne Menschenmassen in sich aufsaugen. Bekannt ist das Eiland auch für die Höhle von Antiparos, in der archäologische Funde aus der Steinzeit und Schnitzereien gefunden wurden.  © Nicolas Economou/Imago
Schiffswrack Olympia auf der Insel Amorgos
Die Kykladen-Insel Amorgos ist von einer zerklüfteten und bergigen Landschaft geprägt, die von Touristen noch weitgehend unberührt ist. Alte Maultierpfade auf dem Eiland können heute zum Wandern genutzt werden. Aber auch außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten, wie die Ruine einer venezianischen Burg im Hauptort Chora oder das hoch vor einer Felswand aufragende Kloster der Panagia Hozoviotissa, welches das Zweitälteste in ganz Griechenland ist, gibt es zu sehen. Sogar ein Schiffswrack – die Olympia (s. Bild) – kann in einer kleinen Bucht in der Nähe des Strandes Kalotaritissa im Westen von Amorgos besichtigt werden. Zu erreichen ist die Insel nur per Fähre über die Hauptstadt Athen oder benachbarte Inseln.  © Moritz Wolf/Imago
Dorf Limni auf Euböa
Obwohl Euböa – oder Evia – die zweitgrößte Insel Griechenlands ist, gehört sie im Vergleich zu Kreta, Rhodos oder Korfu eher zu den unbekannteren. Dabei hat sie für jeden Geschmack etwas zu bieten: Im Süden dominieren Strände und Berge, sodass sowohl Sonnenhungrige als auch Wanderfans etwas zu tun haben. Im Norden erwarten Reisende dafür sanfte Hügel und Thermalquellen. Bekanntester Ort auf Euböa ist die Hauptstadt Chalkida – dort kann nicht nur Sightseeing betrieben werden, sondern auch das Nachtleben erkundet werden. © Janek Laanemae/Imago
Lemonakia-Strand auf Samos
Direkt vor der Westküste der Türkei liegt die griechische Insel Samos. Urlauber dürfen sich über kilometerlange Sandstrände wie Votsalakia und geschichtsträchtige Kleinstädte freuen. Ein Beispiel dafür ist die Vathy direkt bei Samos-Stadt: Bei ihr handelt es sich um die älteste Siedlung der Insel, die mit schmalen Gassen und bezaubernden Kirchen aufwartet. Die Anreise ist auch einfacher als zu anderen Inseln: Von den großen Flughäfen in Deutschland gibt es Direktflüge, ansonsten lässt sich auch ein Zwischenstopp in Athen einlegen.  © Depositphotos/Imago

3. Kulinarik pur in Umbrien

Die Hügelstadt Orvieto verströmt einen romantischen Flair.

Der Urlaubsklassiker Italien ist auch im Herbst ein perfektes Reiseziel, um den Sommer ein wenig zu verlängern. Die Nachbarregion der Toskana, Umbrien, lockt zu dieser Jahreszeit mit kulinarischen Genüssen – darunter Linsen, Bohnen, Kastanien, schwarzen Trüffeln und Olivenöl aus der Olivenernte. Wildgerichte finden sich jetzt zuhauf auf den Speisekarten, von Wildschwein bis Fasan. Entlang der Weinstraßen können Urlauber die Weinlese beobachten und in Perugia findet jedes Jahr im November das Schokoladenfestival Eurochocolate statt. Neben den leckeren Speisen gibt es aber auch viel zu sehen: So lassen sich malerische Dörfer und Hügelstädte wie Orvieto, Amelia und Narni besuchen. Im goldenen Herbst erstrahlen diese in einem besonderen Licht – obendrein sind sie weniger überfüllt als im Sommer.

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Die Top 10 der schönsten Herbstreiseziele laut Lonely Planet in der Übersicht

  1. Sevilla, Spanien
  2. Dodekanes, Griechenland
  3. Umbrien, Italien
  4. Montenegro
  5. Kopenhagen, Dänemark
  6. Schottische Highlands
  7. Malta
  8. Teneriffa, Spanien
  9. Lettland
  10. Burgund, Frankreich

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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