Biss kann gefährlich werden

Hätten Sie's gewusst? Am Gardasee sind auch giftige Schlangen unterwegs

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Der Gardasee ist ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Sieben Schlangenarten sind am Gewässer in Norditalien beheimatet – zwei von ihnen sind sogar giftig.

Häufig wird der Gardasee als der südlichste See Bayerns bezeichnet – so beliebt ist das italienische Gewässer, das im vergangenen Jahr unter der extremen Dürre zu kämpfen hatte, bei deutschen Touristen. Neben herrlichen Stränden und malerischen Städten hat der See in Norditalien außerdem noch eine beeindruckende Artenvielfalt zu bieten – innerhalb und außerhalb des Wassers. Auch sieben Schlangenarten leben im Gebiet des Gardasees – zwei von ihnen können sich für Menschen zu einer echten Gefahr entwickeln.

Gut versorgt unterwegs: Das gehört in die Reiseapotheke

Verschiedene Medikamente, Verbandszeug und Sonnencreme liegen ausgebreitet auf einem Tuch.
Im Urlaub in wärmeren Gegenden ist es am schönsten, die meiste Zeit barfuß zu laufen. Da hat man sich leicht eine kleine Verletzung zugezogen. Denken Sie also unbedingt an den Verbandskasten. © Imago
Eine Frau gibt sich Augentropfen in die Augen.
Zu viel Zug von der Klimaanlage und schon droht eine Bindehautentzündung. Dem beugen Augentropfen vor. © Imago
400mg Filmtabletten von der Firma Zentiva.
Schmerztabletten helfen gegen Kopfweh und andere Leiden. © Bernd Feil/Imago
PWeiße Tabletten in der Packung.
Etwas falsches am üppigen Buffet erwischt? Mit einem Mittel gegen Übelkeit vermeiden Sie unschöne Urlaubsmomente. © Sven Weber/Imago
Eine Frau hält sich mit einer Hand den Bauch und in der anderen Hand eine weiße Pille.
Das Gleiche gilt für Durchfallerkrankungen. Als Mittel gegen Durchfall sind vor allem Kohletabletten ratsam. Sie befördern durchfallerregende Keime aus dem Darm. © Andriy Popov/Imago
Ein Mann erhält eine Impfung in den rechten Oberarm.
Impfungen sind schon vor der Abreise wichtig. Gehen Sie auf Nummer sicher und nehmen Sie Ihren Impfpass mit auf die Reise. © Michael Bihlmayer/Imago
Eine Frau in Sandalen trägt an jeder Ferse ein Pflaster.
Blasenpflaster für unterwegs sind gerade dann sinnvoll, wenn Sie längere Touren und Wanderungen unternehmen. Es empfiehlt sich auch, ein kleines Päckchen Pflaster für Kratzer und Abschürfungen einzustecken. © Imago
Flüssige Medizin wird auf einen Löffel gegeben.
Halspastillen und Hustensaft sind ebenso wichtige Begleiter auf Reisen. Vor allem dann, wenn es im Urlaubsland kälter als erhofft ist. © Imago
Junge Frau trägt Sonnenschutz auf ihre Haut auf.
Kühlendes Spray und Mittel gegen Sonnenbrand gehören zu den Basics im Urlaub. © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Eine Mücke befindet sich der Haut.
Mittel gegen Juckreiz sind wichtig, ebenso ein Spray gegen Mücken und andere Insekten. © Imago
Taschentücher und ein Nasenspray befinden sich auf einem Tisch.
Ein Nasenspray verschafft bei Schnupfen  Erleichterung. © Sascha Steinach/Imago

Keine Sorgen brauchen Sie sich zu machen, wenn Sie im Wasser oder während eines Waldspaziergangs einer Würfelnatter, Ringelnatter, Gelbgrünen Zornnatter, Äskulapnatter oder Schlingnatter begegnen. Diese fünf Arten sind allesamt harmlos für den Menschen. Prinzipiell wird allerdings auf der Website „gardasee.de“ geraten: „Wenn man auf einer Wanderung durch die Natur einer Schlange begegnet, so sollt man diese in keinem Fall ärgern oder provozieren, egal ob giftig oder nicht. Wenn nötig, kann man das Tier vorsichtig zur Seite schieben.“

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Kreuzotter und Aspisviper können gefährlich für den Menschen werden

Mehr Vorsicht ist geboten, wenn Sie einer Aspisviper oder Kreuzotter begegnen. Sie sind die beiden Giftschlangen, die rund um den Gardasee, der auch echte Geheimtipps für Urlauber bereithält, beheimatet sind. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei einer Begegnung achten müssen und was zu tun ist, wenn jemand von einer diesen beiden Schlangen gebissen wird.

Kreuzotter hält sich gerne zwischen Steinhaufen auf

Die rund 50 bis 70 Zentimeter lange Kreuzotter ist meistens in Höhen von 2.000 bis 2.500 Metern anzutreffen, eher seltener in mittleren Lagen des Gardaseegebiets., in dem auch viele Camper Urlaub machen. Bevorzugt hält sich die Kreuzotter in Trockenmauern und Steinhaufen auf Rasenflächen auf. Sie ist gut durch ihre auffällige schwarze Farbgebung zu erkennen. Achten Sie darauf, das Tier auf keinen Fall zu belästigen, sonst kann es zum Biss kommen.  Das Gift verursacht meist Übelkeit und lokale Blutungen und schwächt den Kreislauf. Im Extremfall kann es auch zu einem Schock kommen, warnt das Bayerische Landesamt für Umwelt. Deshalb sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Um Bissen vorzubeugen, empfiehlt es sich, beim Wandern lange Hosen zu tragen.

Die Kreuzotter ist eine von zwei Giftschlangenarten, die im Gardaseegebiet verbreitet sind.

Biss der Aspisviper extrem schmerzhaft

Ebenfalls sollten Gardasee-Touristen darauf achten, nicht versehentlich eine Aspisviper zu erschrecken. Die 55 bis 65 Zentimeter langen Tiere leben hauptsächlich in trockenen Gebieten und verstecken sich in Steinritzen. Gefährlich wird es, wenn die Viper im Schlaf gestört oder sich bedroht fühlt – dann kommt es zum Angriff. Ein Biss der Viper ist extrem schmerzhaft für einen Menschen, die betroffenen Gliedmaßen schwellen in kurzer Zeit an. Die möglichen Folgen nach dem Biss: Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen und Blutdruckabfall.

Die Aspisviper ist eine von zwei giftigen Schlangenarten, die rund um den Gardasee verbreitet sind.

Sollte Ihnen bei Ihrem Gardasee-Aufenthalt eine Schlange begegnen, können Sie diese fotografieren und das Bild an das ortsansässige Reptiland schicken, um mehr Informationen über die Schlangenart und mögliche Gefahren zu erhalten.

Rubriklistenbild: © imagebroker/IMAGO

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