VonMarco Blanco Uclesschließen
Der Gardasee ist ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Sieben Schlangenarten sind am Gewässer in Norditalien beheimatet – zwei von ihnen sind sogar giftig.
Häufig wird der Gardasee als der südlichste See Bayerns bezeichnet – so beliebt ist das italienische Gewässer, das im vergangenen Jahr unter der extremen Dürre zu kämpfen hatte, bei deutschen Touristen. Neben herrlichen Stränden und malerischen Städten hat der See in Norditalien außerdem noch eine beeindruckende Artenvielfalt zu bieten – innerhalb und außerhalb des Wassers. Auch sieben Schlangenarten leben im Gebiet des Gardasees – zwei von ihnen können sich für Menschen zu einer echten Gefahr entwickeln.
Gut versorgt unterwegs: Das gehört in die Reiseapotheke




Keine Sorgen brauchen Sie sich zu machen, wenn Sie im Wasser oder während eines Waldspaziergangs einer Würfelnatter, Ringelnatter, Gelbgrünen Zornnatter, Äskulapnatter oder Schlingnatter begegnen. Diese fünf Arten sind allesamt harmlos für den Menschen. Prinzipiell wird allerdings auf der Website „gardasee.de“ geraten: „Wenn man auf einer Wanderung durch die Natur einer Schlange begegnet, so sollt man diese in keinem Fall ärgern oder provozieren, egal ob giftig oder nicht. Wenn nötig, kann man das Tier vorsichtig zur Seite schieben.“
Sie möchten keine News und Tipps rund um Urlaub & Reisen verpassen?
Dann melden Sie sich für den Reise-Newsletter unseres Partners Merkur.de an.
Kreuzotter und Aspisviper können gefährlich für den Menschen werden
Mehr Vorsicht ist geboten, wenn Sie einer Aspisviper oder Kreuzotter begegnen. Sie sind die beiden Giftschlangen, die rund um den Gardasee, der auch echte Geheimtipps für Urlauber bereithält, beheimatet sind. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei einer Begegnung achten müssen und was zu tun ist, wenn jemand von einer diesen beiden Schlangen gebissen wird.
Kreuzotter hält sich gerne zwischen Steinhaufen auf
Die rund 50 bis 70 Zentimeter lange Kreuzotter ist meistens in Höhen von 2.000 bis 2.500 Metern anzutreffen, eher seltener in mittleren Lagen des Gardaseegebiets., in dem auch viele Camper Urlaub machen. Bevorzugt hält sich die Kreuzotter in Trockenmauern und Steinhaufen auf Rasenflächen auf. Sie ist gut durch ihre auffällige schwarze Farbgebung zu erkennen. Achten Sie darauf, das Tier auf keinen Fall zu belästigen, sonst kann es zum Biss kommen. Das Gift verursacht meist Übelkeit und lokale Blutungen und schwächt den Kreislauf. Im Extremfall kann es auch zu einem Schock kommen, warnt das Bayerische Landesamt für Umwelt. Deshalb sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Um Bissen vorzubeugen, empfiehlt es sich, beim Wandern lange Hosen zu tragen.
Biss der Aspisviper extrem schmerzhaft
Ebenfalls sollten Gardasee-Touristen darauf achten, nicht versehentlich eine Aspisviper zu erschrecken. Die 55 bis 65 Zentimeter langen Tiere leben hauptsächlich in trockenen Gebieten und verstecken sich in Steinritzen. Gefährlich wird es, wenn die Viper im Schlaf gestört oder sich bedroht fühlt – dann kommt es zum Angriff. Ein Biss der Viper ist extrem schmerzhaft für einen Menschen, die betroffenen Gliedmaßen schwellen in kurzer Zeit an. Die möglichen Folgen nach dem Biss: Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen und Blutdruckabfall.
Sollte Ihnen bei Ihrem Gardasee-Aufenthalt eine Schlange begegnen, können Sie diese fotografieren und das Bild an das ortsansässige Reptiland schicken, um mehr Informationen über die Schlangenart und mögliche Gefahren zu erhalten.
Rubriklistenbild: © imagebroker/IMAGO


