Geheime Perlen

Vier Reiseziele in Italien, die Einheimische lieben, aber bei deutschen Urlaubern unbekannt sind

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Im Sommer zieht es viele deutsche Urlauber nach Italien. Aber dort ist längst noch nicht alles entdeckt.

Ob Gardasee, Lido di Jesolo, Bibione oder Lago Maggiore – die Deutschen wissen, welche Urlaubsorte in Italien ihnen gefallen, und halten ihnen Jahr für Jahr die Treue. „Wir sehen, dass viele Urlauber aus Deutschland in ihren Reisevorlieben gefestigt sind“, sagt auch Jonas Upmann, der Reiseexperte des Ferienhaus-Buchungsportals HomeToGo. Aber die Favoriten der Deutschen sind nicht unbedingt die Favoriten der Einheimischen, wie eine Analyse des Portals gezeigt hat. Wer also doch Lust auf etwas Abwechslung hat und das authentische Italien kennenlernen möchte, könnte sich auf deren Spuren begeben.

Um herauszufinden, was die Geheimtipps der Italiener sind, hat HomeToGo die lokalen Suchanfragen auf seiner italienischen Domain hometogo.it analysiert und mit denen der Suchanfragen aus Deutschland verglichen. Dabei hat sich gezeigt: Es gibt durchaus Reisedestinationen in Italien, die sich bei Einheimischen großer Beliebtheit erfreuen – bei deutschen Urlaubern jedoch noch kaum auf dem Radar sind. Sie eignen sich also perfekt dafür, noch einmal Neues zu entdecken.

Marina di Camerota, Kampanien

Marina di Camerota ist bei Italienern sehr beliebt.

Bei deutschen Urlaubern befindet sich Marina di Camerota lediglich auf Platz 1.707 der Suchanfragen – keine beeindruckende Position. Anders sieht es jedoch aus, wenn es nach den Suchanfragen der Italiener geht: Da landet der Küstenort schon auf Platz 33. Der Ferienort befindet sich in der Cilento-Region etwa 100 Kilometer südlich von Neapel, einer Kulturlandschaft, die von großen Touristenströmen bisher verschont geblieben ist. Urlauber können an der Promenade entlangschlendern, die gut erhaltene Altstadt erkunden oder die Sonne am Strand genießen. In der Umgebung finden Ausflügler zudem mystische Grotten und spektakuläre Felsvorsprünge.

Gaeta, Latium

Ein historischer Stadtkern, azurblaues Meer und ein toller Sandstrand – all das ist in Gaeta geboten.

Zwischen Rom und Neapel gelegen, befindet sich auf einer Landzunge die beschauliche Hafenstadt Gaeta. Einen wunderschönen Ausblick auf die mittelalterliche Innenstadt und auf das Meer genießen Urlauber von der Kirche San Francesco aus. Der Ort ist aber vor allem auch beliebt wegen seines schönen Sandstrandes, dem Spaggia de Serapo. Ein kleiner Geheimtipp in der Nähe ist zudem der Strand Trecento Gradini, der über 300 Stufen zu erreichen ist. Bei Italienern schafft Gaeta es auf Platz 37 der beliebtesten Urlaubsorte – bei Deutschen nur auf Platz 970.

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Palinuro, Kampanien

Das Kap von Palinuro ist von einer felsigen Küste umgeben.

Unweit von Marina di Camerota befindet sich ein weiterer Badeort, der es den Einheimischen angetan hat: das Kap von Palinuro in Kampanien. Bei HomeToGo verzeichnet er unter Italienern den 44. Rang bei den meistgesuchten Urlaubsorten. In Deutschland schafft er es gerade mal auf den 646. Platz. Die Region zeichnet sich durch weiße Sandstrände zwischen steil aufragenden Felswänden aus, unterbrochen von märchenhaften Grotten und Buchten.

Unbekannte Städte, Dörfer und Landschaften: Zehn Geheimtipps für den Italien-Urlaub

Stadt Urbino in der italienischen Region Marken
Im Italien-Urlaub verschlägt es viele Reisende zu den Touristenmagneten Rom, Venedig oder Florenz. Aber wie wäre es mit der Stadt Urbino in der italienischen Region Marken? Sie gilt als die “Wiege der Renaissance” und ist der Ort, an dem der berühmte Künstler Raffael das Licht der Welt erblickte. Sein Geburtshaus kann heute noch besichtigt werden. Aufgrund der imposanten Architektur zählt Urbino zudem zum Unesco-Weltkulturerbe. Das wohl beeindruckendste Bauwerk ist der Palazzo Ducale aus dem 15. Jahrhundert.  © Pond5 Images/Imago
Kanal Vena in der italienischen Stadt Chioggia
Wer keine Lust auf lange Schlangen und Gedränge in der Lagunenstadt Venedig hat, findet nur etwa eine Autostunde entfernt die “kleine Schwester” Chioggia – auch bekannt als “kleines Venedig”. Das malerische Fischerdorf mit seinen engen Gassen und bunten Häuschen zeigt das authentische Italien und lädt zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. Besonders an den insgesamt neun Brücken, die über den Canal Vena führen, fühlt man sich an die große Schwester nur 50 Kilometer entfernt erinnert.  © Pond5 Images/Imago
Civita di Bagnoregio in der italienischen Region Latium
Besonders ursprünglich ist das Dorf Civita di Bagnoregio in der Region Latium geblieben. Es wurde vor rund 2.500 Jahren von den Etruskern gegründet und drohte seither aufgrund von Erdrutschen schon mehrere Male auszusterben. Seine einzigartige Lage an der Spitze eines Gesteins macht den Ort jedoch zu einem perfekten Ausflugsziel: Er ist nur über eine 250 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen, sodass Touristen und Einheimische schon immer vor Autolärm verschont geblieben sind. Eine wunderbare Gelegenheit für Besucher, entspannt durch die Gassen zu spazieren und sich in vergangene Zeiten entführen zu lassen. © Liubomir Paut/Imago
Panorama der zentralen Apenninen im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den Abruzzen
Die Abruzzen zählen ebenfalls zu den eher weniger besuchten Regionen Italiens. Jedoch finden Aktivurlauber genug zu tun, denn mit dem Gebirgsmassiv Gran Sasso befindet sich hier einer der eindrucksvollsten Höhenzüge Italiens. Der Nationalpark verfügt über eine Vielzahl von gut ausgewiesenen Wanderwegen, die tolle Ausblicke auf die imposante Berglandschaft bieten. Da sich das Gebirge nur unweit der Adria-Küste befindet, lässt sich ein Wanderurlaub auch wunderbar mit einer Auszeit am Strand verbinden. © Pond5 Images/Imago
Hafen in Portovenere
Die Cinque Terre mit ihren fünf malerischen Küstendörfern gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen von Italien-Reisenden – daher wird es hier immer Sommer auch mal ganz schön voll. Wer es etwas ruhiger mag, findet nur unweit davon das vergleichsweise unbekannte Portovenere. Auch hier reihen sich bunte Fischerhäuschen aneinander, vor denen sich im Hafen kleine Boote tummeln. Einen Besuch ist außerdem die alte Ortskirche San Pietro wert, die sich vorgelagert auf einem steilen Felsen befindet, sowie die Burg Doria, welche auf einem hohen Felsmassiv thront.  © Pond5 Images/Imago
Sommerabend auf Panarea
Zu den eher unbekannteren Inseln Italiens zählt Panarea im Thyrrenischen Meer vor Sizilien. Beliebt ist sie vor allem bei Prominenten und Wohlhabenden, was sich auch an den Luxusyachten bemerkbar macht, die sich im Hafen befinden. Wer nicht auf dem Eiland übernachten möchte, kann einen Tagesausflug mit der Fähre von Milazzo aus unternehmen. Die Ostküste der Insel ist dicht besiedelt und kann somit wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ein Highlight sind die Häuser im Ort San Pietro, die mit ihren weißen Fassaden und blauen Türen an griechische Dörfer erinnern. Wer etwas entspannen möchte, findet sich am Sandstrand Caletta di Zimmari ein.  © Alexander Rochau/Imago
Piazza del Comune Duomo di Santa Maria Assunta mit Torrazzo Baptisterium in Cremona
80 Kilometer südöstlich von Mailand liegt die Stadt Cremona, die für ihre Jahrhunderte alte Tradition des Geigenbaus bekannt ist – bekannte Meister wie Stradivari, Guaneri und Amati waren hier tätig. Einige der schönsten Instrumente werden im Rathaus, dem Palazzo del Comune, ausgestellt. Sehenswert sind zudem der eindrucksvolle Dom von Cremona sowie der benachbarte Glockenturm und das Baptisterium (siehe Bild). © Martin Jung/Imago
Hochebene von Castelluccio im Nationalpark Monti Sibillini
Die Region Marken gehört zu den am wenigsten besuchten Gebieten Italiens – dabei befindet sich hier mit dem Nationalpark Monti Sibillini ein wahres Paradies für Wanderer. Der höchste Gipfel des Gebirgsmassivs ist der Monte Vettore mit 2.476 Metern, an dessen Fuß sich der malerische Lago di Pilato befindet. Zu den beliebtesten Fotomotiven zählt jedoch die Hochebene von Castelluccio, die sich im Mai und Juni in ein buntes Blumenmeer mit Farben von ockergelb bis lila verwandelt.  © Maurizio Sartoretto/Imago
Matera in der italienischen Region Basilikata
Der Ort Matera in der italienischen Region Basilikata wurde 2019 mit dem Titel Kulturhauptstadt ausgezeichnet und im James-Bond-Film “Keine Zeit zu sterben” zur Kulisse einer rasanten Verfolgungsjagd. Dennoch halten sich die Touristenmassen in den verschlungenen Gassen, die sich an den kargen Hügeln entlang schlängeln, noch in Grenzen. Besonders beeindruckend an Matera sind die in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen, auch genannt Sassi, in denen bis in die 60 Jahre hinein noch Menschen lebten.  © Pond5 Images/Imago
Rocce Rosse in Arbatax auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrieren sich viele Touristen auf die Regionen rund um Cagliari und Olbia. Dabei hat auch der Osten der Insel einiges zu bieten. Zu den atemberaubendsten Ausblicken zählt die Bucht Rocce Rosse bei Arbatax, einem Ortsteil der Stadt Tortoli. Die hohen roten Granitfelsen vor dem türkisfarbenen Meer sorgen für ein einzigartiges Schauspiel. Am Strand von Cea, wenige Kilometer entfernt, befinden sich mit “Is Scoglius Arrubius” zwei weitere beeindruckende rote Felsen.  © Vadym Lavra/Imago

Insel Giglio, Toskana

Der malerische Strand Spiaggia delle Cannelle auf Giglio.

Sizilien, Sardinien, Capri, Elba, Ischia – all diese Inseln sind Italien-Urlaubern aus Deutschland bekannt. Aber wie sieht es mit der Isola del Giglio im Thyrrenischen Meer aus? Touristen stoßen hier auf fast unberührte Natur voller einsamer Buchten, idyllischer Wanderwege und traumhaften Sandstränden. Ein weiteres Highlight ist der pittoreske Hafenort Giglio Porto mit seinen farbenfrohen Häusern. Wie unbekannt das Eiland bei deutschen Urlaubern ist, zeigt auch der Suchrang auf HomeToGo – nicht einmal unter die „besten“ 2.500 Urlaubsorte schafft es Giglio. Bei den Italienern ist es immerhin Platz 53.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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