Auf einer Kreuzfahrt arbeiten bedeutet, viele Wochen auf dem Schiff zu verbringen und einiges zu leisten. Den Spaß lässt die Crew dabei aber nicht zu kurz kommen.
Wer einen Job auf einer Kreuzfahrt hat, der verbringt dort viele Wochen und Monate, arbeitet hart und teilt sich eine kleine Kabine mit anderen Kollegen. Für manche Menschen eine eher abschreckende Vorstellung - doch viele wissen das Beste daraus zu machen, wie Kreuzfahrtmitarbeiter verrieten.
Kreuzfahrt-Crew verrät, was auf Schiffen getrieben wird - und das ist alles andere als züchtig
So verriet etwa ein ehemaliger Casino-Manager von Holland America Line gegenüber dem Portal Business Insider: Auf einer Kreuzfahrt treibe es die Crew untereinander ganz schön wild. Und auch andere Mitarbeiter scheinen ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben.
Einige von ihnen verglichen die Wohnsituation auf dem Kreuzfahrtschiff mit der eines Studentenwohnheims: Es werde viel Alkohol konsumiert, fremde Menschen würden sich kleine Kabinen teilen und dabei würden sich einige schon auch mal näher kommen, als nur Zimmergenossen zu sein.
Ein Stelldichein sei unter den meisten Kollegen auf der Kreuzfahrt daher gang und gäbe. So erzählte eine Kreuzfahrt-Mitarbeiterin, dass sie mit einem Kollegen zusammen war, dessen Arbeitsvertrag bald auslief. Sobald er das Schiff verlassen hatte, hätten ihr andere Kollegen Avancen gemacht, sie zu trösten.
Die Uhr würden auf so einer Kreuzfahrt anders ticken, ein Monat auf dem Schiff komme zwei Jahren an Land gleich, erklärte Taylor Sokol, ein ehemaliger Kreuzfahrtmitarbeiter für Holland America. Das könne es erschweren, langfristige Beziehungen zu pflegen. Es sei nicht leicht, eine Partnerschaft zu einer Person aufrechtzuerhalten, wenn man doch die meiste Zeit auf engstem Raum mit vielen anderen Kollegen verbringe.
Auch Chad Stone, ehemaliger Produktionsleiter von Seabourn Cruise Line, kann das Treiben auf hoher See bestätigen: Er hatte sich laut Aussage gegenüber dem Business Insider mit einer Kollegin verlobt. Die Verlobung löste er aber, nachdem er erfahren hatte, dass seine Verlobte ihn betrogen hatte, als sie auf einem Schiff arbeitete.
Kurz vor knapp sagt der Kapitän der neu getauften „Aida Mira“ die erste Reise auf dem Kreuzfahrtschiff ab. Alle Passagiere hatten bereits gezahlt und waren an Bord. Die Kritik ist groß.