Alkohol, Urinieren, Erbrechen

Touristen-Hotspot Split in Kroatien: Schlechtes Benehmen wird mit saftigen Bußgeldern bestraft

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Split ist ein beliebtes Reiseziel für jüngere Touristen, die für wenig Geld ein wenig feiern wollen. Seit 2023 gelten in der kroatischen Stadt strengere Regeln.

Sie haben in diesem Jahr einen Urlaub in Kroatien geplant? Und schauen bei dieser Gelegenheit vielleicht auch in der beliebten Küstenstadt Split in Dalmatien vorbei? Dann sollten Sie wissen, dass dort seit Sommer 2023 strenge Benimmregeln gelten – was vor zwei Jahren also noch okay war, könnte jetzt mitunter zu hohen Bußgeldern führen.

Urlaub in Split: Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit wird mit Bußgeldern geahndet

Das Nachtleben in Split hat in den vergangenen Jahren immer mehr Partytouristen angelockt.

Split ist eine Stadt mit einer jahrhundertealten Geschichte, die viele Kulturinteressierte anlockt. Dank ihres pulsierenden Nachtlebens ist sie in den letzten Jahren aber auch immer interessanter für junge Touristen geworden, die für wenig Geld einen Partyurlaub machen wollten. Dieser Trend ist auch den Verantwortlichen in der Stadt sowie den Einheimischen nicht entgangen. Um die daraus folgende Lärmbelästigung und das ungebührliche Verhalten in den Straßen – insbesondere im historischen Zentrum – wieder in den Griff zu bekommen, hat die Regierung diesen Bereich sowie die Wohngebiete im letzten Jahr zu „Zonen des Anstands“ ernannt. Wer dort bei verschiedensten Delikten erwischt wird, muss zwischen 150 und 300 Euro Bußgeld zahlen.

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Blick auf Split in Kroatien
Im Herzen der Region Dalmatien liegt die zweitgrößte Stadt Kroatiens: Split. Die Adria-Schönheit blickt auf eine 1.700 Jahre alte Geschichte zurück – einst war es Teil des Römischen Reichs, dann venezianisches Schutzgebiet, später unter osmanischer Herrschaft. Zu den beeindruckendsten Bauwerken zählt der Diokletianspalast, der einst dem römischen Kaiser Diokletian als Alterssitz diente und heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Urlauber können aber auch an der palmengesäumten Uferpromenade Riva entlangschlendern und die frische Seeluft schnuppern.  © Pond5 Images/Imago
Küstenlinie von Opatija
Die Küstenstadt Opatija war im 19. Jahrhundert ein begehrter Kurort an der Kvarner Bucht, den auch schon die Kaiserin Sisi als Urlaubsdomizil genutzt hat. Hier lässt sich wunderbar an der Promenade Lungomare entlang flanieren oder durch das Stadtzentrum schlendern, um die prächtige Villa Angiolina mitsamt Park zu besuchen.  © Dalibor Brlek/Imago
Altstadt von Šibenik
Šibenik befindet sich im Norden der Region Dalmatien und ist ein perfekter Ort für alle, die sich für Kultur interessieren. In der Altstadt reihen sich Kirchen, Klöster und Paläste aneinander, obendrein gibt es eine Vielzahl von Museen und Galerien. Zu den Highlights zählen vier venezianische Festungsanlagen, die Jahrhunderte lang dem Schutz vor Überfällen dienten. Zum Unesco-Weltkulturerbe gehört überdies die Kathedrale des Heiligen Jakob, dessen Dach ein Tonnengewölbe bildet. © Pond5 Images/Imago
Wasserfälle in Krka-Nationalpark in Kroatien
Nur wenige Kilometer von Šibenik entfernt befindet sich der Nationalpark Krka. Der gleichnamige Fluss schlängelt sich hier mal durch sanfte Hänge und mal durch tiefe Schluchten – und stürzt dann mal in Form eines Wasserfalls mehrere Meter hinab. An den Ufern können Wanderer außerdem zahlreiche Festungsruinen finden. Inmitten eines großflächigen Sees liegt eine Klosterinsel.  © YAY Images/Imago
Dorf Rovinj in Kroatien
An der Westküste Istriens befindet sich die kleine Hafenstadt Rovinj. Sie zeichnet sich durch ihre malerischen, verwinkelten Gassen aus, zu den romantischsten gehören Trevisol und Garzotto. Die Häuser entlang des Weges sind mit bunten Fassaden und strahlenden Blumen versehen. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der etwa 60 Meter hohe Turm der Kirche der Heiligen Euphemia, der sich im Herzen des historischen Teils von Rovinj befindet.  © Pond5 Images/Imago
Nationalpark Paklenica in Kroatien
Winnetou-Fans wird der Nationalpark Paklenica vielleicht ein Begriff sein – die wildromantische Landschaft diente als Drehort für die Karl-May-Filme (genauso wie die Plitvicer Seen). Besonders Wanderbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten, denn es gibt 150 bis 200 Kilometer an Wegen und Pfaden im Park. Zu entdecken gibt es hohe Felswände, Grotten und Höhlen sowie Pinien und Hunderte verschiedene Pflanzen- und Vogelarten. © Panthermedia/Imag
Kathedrale in Zagreb
Die Hauptstadt Kroatiens bleibt im Urlaub meist unter dem Radar der Reisenden – dabei hat Zagreb einiges zu bieten. Sie blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück und lag einst in der Hand der Habsburger. Die Österreicher errichteten beeindruckende Prachtbauten, Jugendstilgebäude und riesige Grünanlagen, die zum Flanieren einladen. Die Kulinarik der Stadt lässt sich an einem der vielen Märkte im Freien erleben, außerdem bietet der Jarun-See – auch als “Zagreber Meer” bekannt – genügend Erholung und ein vielfältiges Angebot für Wassersportler. © Pond5 Images/Imago
Plitvicer Seen
Wer nicht nur auf Städtetrips aus ist, sondern auch etwas von der zauberhaften Natur Kroatiens sehen möchte, ist im Nationalpark Plitvicer Seen perfekt aufgehoben. Spektakuläre Wasserfälle, türkisfarbene Stromschnellen und eine vielfältige Flora und Fauna machen den bekanntesten und ältesten Nationalpark des Landes zu einem Must-see für jeden Aktivurlauber.  © ingimage/Imago
Blick auf den Hafen der kroatischen Insel Hvar.
Von Split aus ist innerhalb einer Stunde die Insel Hvar mit dem Boot zu erreichen. Sie ist für ihren Wein- und Olivenanbau sowie den Lavendel bekannt, der hier überall zu sehen ist. Schon im 19. Jahrhundert wurde Hvar für den Tourismus entdeckt, mittlerweile ist es ein beliebtes Ziel für Jet-Setter. Badeurlauber finden zahlreiche Buchten, um für Erfrischung zu sorgen, während Aktiv-Reisende einen der vielen Wanderwege beschreiten können.  © YAY Images/Imago
Luftaufnahme von Dubrovnik
Spätestens seit Dubrovnik in der HBO-Serie “Game of Thrones” als Schauplatz von Königsmund diente, ist die kroatische Hafenstadt ein absoluter Touristenmagnet. Aber auch unabhängig davon ist die “Perle der Adria”, die sich im südlichsten Teil des Landes befindet, einen Besuch wert. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen und dem fast 2.000 Meter langen Mauerring befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Ein Blick in vergangene Zeiten ist also vorprogrammiert.  © Panthermedia/Imago

Was in Split verboten ist

150 Euro werden laut dem Tourist Board of Split fällig, wenn jemand in Parks, auf Marktplätzen, Parkplätzen oder an anderen öffentlichen Orten beim Schlafen erwischt wird. Ein Bußgeld von 300 Euro wird bei folgenden Vergehen verhängt:

  • jegliche Form des Alkoholkonsums im historischen Zentrum oder weniger als 100 Meter von einer Schule oder einem Kindergarten entfernt
  • Urinieren in der Öffentlichkeit
  • Konsumieren von Speisen oder Getränken an Orten, wo Spuren des Schmutzes zurückbleiben können
  • Aufenthalt in Bars oder anderen Veranstaltungsorten nach den Öffnungszeiten
  • Klettern auf historischen oder anderen Bauwerken
  • Baden in öffentlichen Brunnen
  • Erbrechen an öffentlichen Orten

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Die Regeln werden von den städtischen Ordnungshütern in Begleitung der Polizei durchgesetzt. Diese ist dazu autorisiert, die Bußgelder zu verhängen. Schon kurz nach dem Beschluss wurden im letzten Sommer die ersten Strafen einkassiert. Unter anderem eine junge Frau musste 150 Euro zahlen, weil sie nur für eine halbe Minute mit einem alkoholischen Getränke draußen vor einer Bar stand. Von dem Vorfall berichtete sie später auf TikTok.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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